abgeschliffen

Parkett abschleifen

Parkett ist ein strapazierfähiger Bodenbelag, dennoch entstehen selbst bei bester Pflege im Laufe der Zeit Laufspuren, Gebrauchspuren, Dellen und Verfärbungen durch Schmutz und Licht auf dem Holz. Im Gegensatz zu Laminatboden kann Parkett abgeschliffen werden, so dass er wieder in neuem Glanz erstrahlt. Parkett kann selbstverständlich vom Fachmann abgeschliffen oder vom erfahrenen Heimwerker renoviert werden. Falls Zweifel über die Stabilität oder Renovierbarkeit des Bodens besteht, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden

Das Abschleifen von Parkett erfolgt in mehreren Schritten: Grobschliff, Zwischenschliff, Feinschliff und abschließende Oberflächenbehandlung. Stark beschädigte Böden müssen in mehreren Schritten abgeschliffen werden. Soll ein Fertigparkett abgeschliffen werden, sollte die Dicke der Nutzschicht berücksichtigt werden. Die obenliegende Holzschicht variiert zwischen 2,5 und 6 mm. Ein Bodenbelag mit geringer Nutzschicht kann weniger häufig renoviert werden, denn bei jedem Abschliff werden im Schnitt 0,5 mm, teilweise sogar 1 mm, der Holzschicht entfernt. Die verbleibende Nutzschicht sollte eine Dicke von mindestens 2 mm aufweisen. Wie dick die Nutzschicht ist, lässt sich in den Hersteller-Angaben erfahren oder an einem Reststück abmessen.

 

Parkettböden, die werkseitig mit farbig geölter Oberfläche ausgestattet sind, verlieren ihre spezielle Oberflächenfärbung durch das Schleifen. Im Vorfeld sollte geprüft werden, ob eine Renovierung ratsam ist oder ob eine professionelle Reinigung ausreicht, um den Boden in Stand zu setzen. Die erforderlichen Geräte wie eine Schleifmaschine und ein Winkelschleifer können unter anderem im Baumarkt oder bei einigen Fachhändlern entliehen werden. Der Fachhändler kann die für die Verlegetechnik und Holzart passenden Werkzeuge empfehlen. Häufig wird zusätzlich eine Gebrauchsanleitung mit der Maschine verliehen, dennoch sollten die Spannrichtung für die Schleifblätter sowie die Einstellungen für den Druck beim Fachhändler direkt erfragt werden. Bei der Arbeit sollte eine Atemschutzmaske getragen werden, denn beim Schleifen entsteht gesundheitsschädigender Feinstaub. Eine gute Lüftung minimiert zudem die Feinstaubbelastung. Eine Schutzbrille, Gehörschutz, festes Schuhwerk und Knieschoner erleichtern die Arbeit.

  • Vorbereitung
  • Grobschliff
  • Zwischenschliff
  • Feinschliff
  • Parkett versiegeln
  • Parkett abschleifen lassen
 
 

Vorbereitung Parkett schleifen

Zunächst muss der Raum leergeräumt werden. Möbel, Teppiche und Gardinen werden herausgeräumt und Möbelstücke, die nicht entfernt werden können, mit einer Schutzfolie abgeklebt. Die Sockelleisten müssen ebenfalls entfernt werden, um das Parkett vollständig bearbeiten zu können. Besonders einfach lassen sich geschraubte oder mit Befestigungsklipps montierte Sockelleisten entfernen. Genagelte Leisten lassen sich mit Schraubenzieher und Meißel von der Wand entfernen, indem Nagel für Nagel die Leiste abgehebelt wird. Wird ein genagelter Dielenboden abgeschliffen, müssen alle Nägel überprüft und überstehende Nägel entfernt oder versenkt werden. Zudem müssen abgelöste Holzteile mit Leim befestigt oder entfernt werden. Bevor die Schleifarbeiten beginnen, wird das Parkett gereinigt. Falls weitere Renovierungsarbeiten wie Tapezieren oder Streichen anstehen, sollten die vor der Parkettrenovierung erfolgen, damit keine Farbklekse oder Kleisterreste auf das frisch geschliffene Parkett tropfen.

  • Raum ausräumen, verbleibende Möbel abkleben
  • Sockelleisten entfernen
  • Parkett reinigen
 
 

Parkett Grobschliff

Beim Grobschliff werden Versiegelung und Verschmutzungen entfernt. Für den Grobschliff wird ein grobes Schleifpapier mit einer geringen Körnung verwendet. Meist wird Papier mit einer Körnung von 24 oder 36 eingesetzt, wobei für unebene Böden Schleifpapier mit geringerer Körnung empfohlen wird. Der Schliff erfolgt diagonal zur Maserung des Holzes. Die Schleifmaschine sollte erst auf den Boden gelassen werden, wenn die gewünschte Drehzahl erreicht ist, da die Oberfläche andernfalls unregelmäßig geschliffen wird und sich unerwünschte Dellen und Rillen bilden. Die Parkettschleifmaschine sollte regelmäßig geführt werden. Der Einsatz von einem Sicherheitsgurt kann dabei hilfreich sein, denn das Gerät entwickelt eine starke Zugkraft. Die laufende Maschine sollte nicht abgestellt werden, um keine Vertiefungen in das Parkett zu schleifen. Ebenso führen Richtungswechsel bei laufender Maschine zu Unregelmäßigkeiten im Boden, deshalb muss die Maschine rechtzeitig angehoben und gewendet werden. Der Staubsack der Maschine muss regelmäßig geleert werden. Da der Holzstaub leicht brennbar ist, sollte der Sack draußen gelagert werden. Bevor der nächste Schliff vorgenommen wird, sollte der Parkettboden gründlich abgesaugt werden.

  • Schleifen mit kleiner Körnung
  • Schleifmaschine nur bei voller Drehzahl auf den Boden aufsetzen
  • Staubbeutel regelmäßig leeren
  • Boden saugen
 
 

Parkett Zwischenschliff

Der Zwischenschliff dient dazu, Unebenheiten und die Schleifspuren des Grobschliffs auszugleichen. Es wird ein Schleifpapier mit einer Körnung von 60 verwendet. Bei stark beschädigten Bodenbelägen muss der Zwischenschliff mehrfach durchgeführt werden. Die Schleifrichtung hängt von dem Verlegemuster des Parketts ab. Fischgrät wird diagonal zur Maserung, Würfelparkett diagonal zum Faserverlauf, Stabparkett im Winkel von 7 bis 15 Grad zur Maserung abgeschliffen. Nach jedem Zwischenschliff sollte gestaubsaugt werden, um den verbliebenen Feinstaub zu entfernen. Schwer zugängliche Ecken, der Boden unter Heizkörpern sowie die Bereiche in der Nähe der Wände können mit der großen Schleifmaschine nicht erreicht werden. An diesen Stellen kommt eine kleinere Schleifmaschine zum Einsatz. Die schwer zugänglichen Stellen werden mit der gleichen Körnung bearbeitet wie der restliche Parkettboden. Den Übergängen zwischen der großen Fläche und den Rändern gilt es besondere Beachtung zu schenken und sie unauffällig zu gestalten.

  • Schleifen mit Schleifpapier mittlerer Körnung
  • Schleifrichtung abhängig von Verlegemuster
  • schwer zugängliche Stellen mit kleiner Schleifmaschine bearbeiten
  • Fußboden reinigen
 
 

Parkett Feinschliff

Vor dem Feinschliff können kleinere Schäden im Holz mit Kitt, einem Gemisch aus Kitt und Schleifstaub oder einem Holzreparaturset repariert werden. Der Feinschliff erfolgt mit einem Schleifpapier mit hoher Körnung von 100 oder 120. Er dient dazu, die Oberfläche zu glätten. Der Feinschliff wird parallel oder quer zum Lichteinfall vorgenommen. Auch hier muss abschließend der Boden gründlich gereinigt werden, um ihn für die Oberflächenbehandlung vorzubereiten.

  • Feinschliff glättet Oberfläche
  • vor dem Schliff kleinere Schäden beheben
  • Boden sehr gründlich reinigen
 
 

Parkett versiegeln

Der Boden wird nach dem Abschleifen mit Öl, Wachs oder Lack behandelt, um das Parkett zu schützen. Welche Oberflächenbehandlung bevorzugt wird, ist vom persönlichen Geschmack und der voraussichtlichen Belastungsintensität des Parketts abhängig. Wie viel Lack oder Öl benötigt wird hängt von der Raumgröße und Saugfähigkeit des Holzes ab. Die Oberflächenbehandlung erfolgt vom Licht weg mit Hilfe einer breiten Rolle. Es sollte kein Staub auf dem Boden oder im Raum liegen, um Öl oder Lack gleichmäßig auftragen zu können. Wird der Parkettboden lackiert, wird zunächst eine Grundierung aufgetragen. Beim Lackieren darf der Boden nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt werden, da sich Blasen im Lack bilden können. Auf die Grundierung wird der Lack aufgetragen. Es ist ratsam Grundierung und Lack vom selben Hersteller und aus der selben Produktlinie anzuschaffen. Bei der Lackierung sollte nass in nass gearbeitet werden. Bevor die zweite Lackschicht aufgetragen wird, wird die Oberfläche erneut abgeschliffen. Der Lack wird hierbei lediglich angeschliffen und nicht vollständig entfernt. Vor jedem Lackieren muss die Oberfläche bereinigt werden. Eine dritte Lackschicht sorgt für eine besonders robuste Oberfläche. Bevor ein Teppich ausgelegt werden kann, muss der Lack auslüften und nachhärten. Idealerweise sollte der Boden erst nach 14 Tagen wieder vollständig belastet werden.

Auch Öl sollte mehrfach aufgetragen werden. So lange das Öl nicht ausgehärtet ist, sollte der Boden nicht betreten werden. Es wird zwischen härtenden und nicht härtenden Ölen unterschieden, wobei das nicht härtende Öl die Oberfläche nicht versiegelt, sondern lediglich eine offenporige Schutzschicht bildet. Um die Oberfläche ausreichen zu schützen, kann Parkett, das mit nichthärtenden Ölen behandelt wird, mit einer Wachsschicht versehen werden. Einige Öl-Wachs-Gemische müssen in den Boden eingerieben werden. Durch das Polieren erhält die Oberfläche einen natürlichen Glanz. Geölte Oberflächen müssen regelmäßig nachgeölt werden. Beim Nachölen lassen sich zugleich kleinere Beschädigungen beheben.

  • Oberflächenbehandlung mit Lack oder Öl
  • Grundierung bei Lack notwendig
  • geölte Oberfläche kann mit Wachs abgeschlossen werden
  • Oberfläche trocknen, beziehungsweise aushärten lassen vor dem Einrichten des Raumes
 
 

Parkett abschleifen lassen

Wird ein Fachbetrieb beauftragt, um das Parkett abzuschleifen, sollten einige Fragen im Vorfeld geklärt werden. Vor allem muss abgesprochen werden, welche Leistungen im Preis inbegriffen sind. Einige günstige Betriebe verzichten auf eine Endreinigung oder die abschließende Versiegelung beziehungsweise Oberflächenbehandlung ist nicht inbegriffen. Einige Arbeiten müssen eventuell nicht vom Fachbetrieb übernommen werden wie das Ausräumen des Raumes oder das Entfernen der Sockelleiste. Teurere Fachbetriebe bieten häufig eine Gewährleistung an.

Quelle:https://www.deinetuer.de/

Diamond Oil

Diamond Oil ist anwendbar für die Ölgrundbehandlung (mit Poliermaschine) von Holzböden. Es verleiht eine sehr wasser- und schmutzabweisende und strapazierfähige Oberfläche. Diamond Oil ist ideal für unbehandelte, neue und neugeschliffene Innenprodukte. Lösemittelanteil unter 1%. Wir empfehlen eine maschinelle Verarbeitung mit einer Poliermaschine bei größeren Oberflächen.

Das unbehandelte Holz soll zuerst mit Körnung 100-120 abgeschliffen werden. Der Boden muss vor der Ölbehandlung trocken sein und frei von Schmutz und fett. Wir empfehlen Holzfeuchte von max. 12%. Produkt, Zimmer und Bodentemperatur sollen zwischen 15°C-30°C sein. Eine ausreichende Belüftung während Auftrag und Trocknen vorsehen, z. B. durch Öffnen von Fenstern und Türen.

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Der Boden kann zuerst mit WOCA Intensive Wood Cleaner gewascht werden, 1:40 mit Wasser gemischt wenn notwendig. Der Boden muss absolut trocken sein vor Ölauftrag.

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Behälter vor Gebrauch gut schütteln. Um Farbeunterschiede zu vermeiden, sollen Kanister mit verschiedenen LOT-Nummern gemischt werden.

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Mit Flächenstreicher oder Ölroller gleichmäßig satt auf 5-10 m2 Fläche auftragen und min. 15 Minuten einziehen lassen, Trockenstellen nachölen.

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Jetzt die Oberfläche mit beigem Polierpad unter Padhalter oder mit Poliermaschine polieren bis die Oberfläche gesättigt ist.

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Überschüssiges Öl mit Tuch unter Pad abziehen und den Boden polieren. Die Behandlung Stufe um Stufe fortsetzen bis den ganzen Boden poliert ist. Es darf kein Öl auf der Oberfläche zurückbleiben.

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Wird eine seidenmatte Oberfläche gewünscht, kann die behandelte Fläche nach der Vorhärtungszeit mit 1 dl Diamond Oil per 10 m2 nachpoliert werden. Diese Behandlung zwischen 6-18 Stunden nach erstem Auftrag durchzuführen. Das Öl gründlich in die Oberfläche einpolieren. Überschüssiges Öl von der Oberfläche entfernen.

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Schonend begehbar nach 24 Stunden.

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Werkzeuge mit WOCA Solvent reinigen.

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Während der Aushärtungszeit von ca. 3 Tagen abhängig von Lufttemperatur und Feuchtigkeit (ideal >18˚C/64˚F und niedrige bis gemäßigte Luftfeuchtigkeit), den Fussboden nicht feucht pflegen.

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Nach der Aushärtungszeit den Boden mit WOCA Natural Soap oder WOCA Oil Refreshing Soap reinigen, um eine schützende Schicht auf der Oberfläche zu erreichen.

Für Reinigung empfehlen wir unsere Natural Soap oder Oil Refreshing Soap und für Pflege empfehlen wir unsere WOCA Maintenance Oil oder WOCA Maintenance Gel nach Bedarf.

Parkett renovieren

Ein alter Parkettboden in Ihrem neuen Zuhause ist vielleicht besser in Schuss als Sie
glauben. Dass dem möglicherweise so 
ist, merkt man sofort, wenn die
frisch geschliffene Holzoberfläche nach fachmännisch ausgeführter
Oberflächenbehandlung einen Charme versprüht, von dem ein neu verlegter
Parkettboden nur träumen kann. Gerne prüfen wir bei Ihnen vor Ort, ob sich eine
solche Parkettrenovierung wirklich lohnt und machen Vorschläge für die
Umsetzung Ihrer Wünsche..
 

Dies gilt in besonderem Maße für Holzböden. Manchmal wird denen übel zugesetzt mit
Ochsenblut, PVC oder anderen Schandtaten. Renovieren Sie diesen Boden,
wenn er noch nicht “gebrechlich” ist. Oder lassen Sie es tun. Von uns zum
Beispiel.

Denn wenn ein solcher Boden dann abgeschliffen und entsprechend endbehandelt wird, entfaltet er
womöglich einen Charme, eine Attraktivität, für die ein neuer Boden Jahre
bräuchte.

Manchmal ist es jedoch nicht das berüchtigte Ochsenblut, das Ihren Fußboden verschandelt sondern
schlicht Wasser. Bei Wasserschäden gilts zu prüfen, inwieweit ein solcher
Schaden zu renovieren ist. Schicken Sie uns einfach Digitalfotos per Email oder
vereinbaren Sie mit uns einen Ortstermin

Dielenboden

 

Alte Fußbodendiele aus Pitch Pine

Ein Dielenboden, auch Schiffboden oder Riemenboden, ist ein Holzfußboden aus Brettern, in Raumlängen oder variierenden Längen. Er ist neben dem Holzpflaster (auch Stöckelboden genannt) aus kurzen Stirnholz-Abschnitten die älteste Form des Holzbodens.

Eine spätere Entwicklung sind Parkettböden, die aus Holzstäben zusammengesetzt werden, die in der Regel kürzer als ein Meter sind und meist aus Hartholz mit umlaufender Nut oder mit gefräster Nut und Feder vorgefertigt werden.

Die Dielen

Dielen können aus jeder Holzsorte hergestellt werden, die sich in der gewünschten Breite rißfrei aufschneiden lässt. Im Gegensatz zu Brettern für den allgemeinen Bedarf wird das Rundholz bevorzugt im Riftschnitt aufgetrennt, so dass die Jahresringe des fertigen Dielenbretts vorwiegend senkrecht stehend verlaufen. Liegende Jahresringe können insbesondere bei schnellwachsendem Nadelholz dazu führen, dass sich stellenweise eine flach auslaufende, splittrige Holzschicht entlang des Verlaufs der Jahresringe von der Oberfläche des Fußbodens löst.[1]

Erwünscht ist trockenes und maßhaltiges Holz, um eine langfristige versatz- und fugenfreie Oberfläche zu erhalten.

Traditionell werden massive Dielen in Stärken von 21 bis etwa 40 mm und einer Breite ab 80 mm verwendet. (Schnittholz in einer Stärke von mehr als 40 mm wird nicht mehr als Brett, sondern als Bohle bezeichnet.) Ähnlich wie Parkettstäbe werden Dielenbretter heute meist mit ein- oder zweiseitig eingeschnittener Nut sowie herausgefräster Feder auf der jeweils gegenüberliegenden Seite gefertigt. Durch die Nut- und Federverbindung verteilen sich punktuelle Belastungen auf mehrere nebeneinanderliegende Dielen, so dass sich auch dünnere Bretter ab etwa 15 mm Stärke verwenden lassen. Sollten im verlegten Boden Fugen auftreten, so können diese bei gespundeten Brettern mit einer Kittmasse gefüllt oder mit Holzleisten (“Holzspliss”[2]ausgespant werden, ohne dass sich das Fugenmaterial später wieder löst, wie es bei historischen Dielen der Fall ist, die sich gegeneinander bewegen.

Die Größe der Dielen wird begrenzt durch Faktoren wie Stammlänge und -breite, Schwindverhalten des Holzes, Größe der Trockenkammer und den Transportmöglichkeiten. Möglich sind häufig Längen bis etwa 15 m und Breiten bis 60 cm. Besonders breite und lange Massivholzdielen werden als Schlossdielen bezeichnet. Hochwertige Holzböden werden oft durchgehend in Raumlänge verlegt.

Heute werden Dielen auch in der Art von Furnier- oder Brettschichtholz zwei- oder mehrschichtig verleimt und im Handel oft als Landhausdielen bezeichnet.

  • Bei der Fertigung entsteht kaum Verschnitt, da die Schichten vor dem flächigen Verleimen per Keilzinkenverbindung endlos aneinandergesetzt werden.
  • Durch die Verleimung von mehreren vorgetrockneten Schichten kann eine für Trag- und Nutzschichten jeweils passende Holzqualität ausgewählt werden. Dadurch ergibt sich ein sehr maßhaltiger Dielenboden.
  • Für die Sicht- und Nutzfläche wird ein festes und fehlerfreies Holz mit gleichmäßiger Maserung ausgewählt, während in den anderen Schichten Resthölzer verarbeitet werden können.
  • Die oberste Schicht sollte wenigstens 8 mm stark sein, damit der Holzfußboden zur Renovierung einige Male abgeschliffen werden kann, ohne die Nutzschicht durchzuschleifen.

Als Nadelholz werden meist Kiefer, Lärche oder Fichte bzw. Tanne verwendet. In Altbauten wurden um 1900 häufiger die Importhölzer Pitch Pine und Oregon Pine (Douglasie) verwendet. Hochwertigere Fußböden werden aus den Laub- oder Tropenhölzern hergestellt.

 

Spundung bei Holzdielen, die auch stirnseitig angewendet werden kann.

Vor dem Aufkommen von Sägewerken wurden Dielen per Hand gesägt. Sehr breite Dielen wurden aus der Mitte des Stammes gesägt, da sich diese sogenannten „Herzbretter“ weniger verziehen. Damit waren Dielen mit Breiten von bis zu einem Meter möglich, die einen ähnlich gleichmäßig liegenden und stabilen Boden ergeben wie gespundete Bretter. die Rißbildung wurde in Kauf genommen. Mit der industriellen Holzverarbeitung (in Deutschland etwa ab 1850) konnten die Dielen dünner und einheitlich breit gefertigt werden und wurden meist durch eine Nut- und Federverbindung gespundet. Die Länge war so bemessen, dass sie der Raumlänge quer zur Balkenlage entsprach. Bei sehr großen Räumen oder Fluren wurden die Dielen längs auf einem Deckenbalken gestoßen.

Statt den früher üblichen variablen Längen werden Landhausdielen und viele Massivholzdielen heute mit einer feste Konfektionslänge von etwa zwei Meter geliefert und sind allseits gespundet. Durch die Nut- und Feder-Verbindung der Dielen untereinander müssen sie nicht auf den Balken gestossen werden und können somit fortlaufend ohne Verschnitt verlegt werden.

Konstruktion und Funktion

 

Verzapfungsarten und Fixierung von Dielenböden

Bei traditionellen Holzbalkendecken wurden die Dielenbretter direkt auf die Deckenbalken genagelt. Bei gespundeten Dielen werden in der Regel Stifte (Nägel mit kleinem Kopf) schräg durch die Feder getrieben, so dass der Nagel an der Oberfläche nicht sichtbar ist. Bei der Altbausanierung können unebene und durchgebogene Balkenlagen durch entsprechend zurechtgeschnittene Futterhölzer (zum Ende hin spitz auslaufende Leisten) in der Höhe ausgeglichen werden. Ist die Seite der Balken zugänglich, so lässt sich der Höhenausgleich leicht herstellen, indem Bohlen seitlich an die Balken gerschraubt werden. An durchhängenden Balken werden die Bretter den Balken gegenüber nach oben überstehend befestigt, so dass die Dielen an diesen Stellen alleine von den Bohlen getragen werden.

Bis 2008 konnte bei Mauerwerksbauten mit bis zu 2 Vollgeschossen und aussteifenden Wänden nach DIN 1053 Teil 1 Abb. 2.1 eine „Scheibe nach DIN 1052-1 ohne rechnerischen Nachweis“ gemäß DIN 1052:1988 angenommen werden,[3] wenn

  • tragende Deckenschalungen (z. B. Dielenboden) aus Brettern mit wenigstens 12 cm Breite oder Holzwerkstoffplatten vorhanden sind,
  • Zuganker nach DIN 1053 Teil 1 Abschnitt 3.3.3.2. angeordnet werden und
  • das Gebäude durch Wände entsprechend DIN 1053 Teil 1 Tabelle 3, von Wand zu Wand durchlaufend ausgesteift ist.[4]

Historisch wurde die statische Aussteifung auch durch im 45°-Winkel zu den Balken verlegte Dielen oder durch zusätzliche, diagonal verlegte Stahlbänder erreicht. Heute übernehmen dies meistens Unterböden aus breiten Werkstoff- oder Gipsfaserplatten.

Werden Dielen unmittelbar auf den Holzbalken befestigt, so übertragen diese Trittschall und in geringem Masse auch Luftschall auf angrenzende Räume. Darunterliegende Räume können durch eine abgehängte, schalltechnisch entkoppelte Unterdecke vor der Übertragung von Geräuschen geschützt werden. In reinen Holzbauten übertragen die Deckenbalken den Trittschall jedoch über ihre Auflager in das gesamte Bauwerk. In diesem Fall sowie wenn in Massivbauten auf eine schwingend aufgehängte Unterdecke verzichtet werden soll, sollte der Dielenboden nicht direkt auf den Holzbalken befestigt werden.

In der Regel werden heute zunächst Lagerhölzer lose auf die Deckenbalken gelegt, die durch dazwischenliegende Trittschall-Dämmstreifen (z. B. Filz) von den Balken entkoppelt sind. Die Lagerhölzer werden nach dem Verlegen des Bodens ausschließlich mit den Dielen verschraubt. Es ist besonders darauf zu achten, dass keine Schraube durch den Trittschallschutz bis in den Deckenbalken geschraubt wird. Dielen können alternativ auf einen Tragschicht aus Plattenmaterial oder auf einen gut durchgetrockneten Estrich verlegt werden. Traditionell wurden die Lagerhölzer oft auch lose in die Füllung aus Hochofenschlacke gelegt, die zum Brand- und Luftschallschutz in die Zwischenräume der Balken eingebracht wurde und beispielsweise von einem darunter befindlichen Blindboden aus Einschieblingen getragen wurde.

Ein Dielenboden auf Massivdecken wie Beton benötigt Lagerhölzer, die auf dem rohen Boden liegen können oder mit elastischen Klebstoffen direkt auf den Estrich geklebt werden. Die Oberfläche blieb entweder unbehandelt oder wurde mit Ochsenblut oder Bohnerwachs versiegelt. Später kam die Versiegelung mit Klarlack hinzu, in neuester Zeit ist das Ölen eine Alternative.

In der Gegenwart werden Mehrschicht-Dielen, die als gespundet oder auch als Klick- bzw. Lock-Systeme angeboten werden, schwimmend auf Estrich oder Blindböden verlegt oder verklebt. Derartige Bodenaufbauten haben keine tragende oder statische Funktion mehr.

Quelle: Wikipedia

Parkett

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz oder Bambus für Räume in geschlossenen Gebäuden. Das Holz, in der Regel Hartholz von Laubbäumen, wird dazu in kleine Stücke gesägt und nach bestimmten Mustern zusammengesetzt. Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, d. h. die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster (Holzstöckelpflaster). Einen großformatigen Holzboden aus langen Brettern nennt man Dielenboden. Parkett gilt als hochwertiger Fußbodenbelag, benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden einen tragfähigen Untergrund, wirkt aus demselben Grund aber Fugenbildung entgegen. Durch seine geschlossenen Flächen ist er sehr hygienisch.

Holz

Traditionelle europäische Holzarten, die zu Parkett verarbeitet werden, sind vorwiegend Eiche und Buche. Außereuropäische Holzarten für Parkett sind etwa Teak/Burma, Palisander, Kambala, Afzelia (Doussie), Jatoba, Cabreuva, Eukalyptus, Mutenye, Bongossi/Azobe, Kosipo, Kotibe, Landa, Limbali, Louro vermelho, Peroba und andere. Es sind durchwegs robuste Harthölzer. Bei Mehrschichtparkett kommen als Träger auch Holzwerkstoffe zum Einsatz.

Vom Parkett zu unterscheiden ist ein Laminatbelag. Laminatbeläge bestehen aus Holzfaserstoffen als Träger und sind mit Melaminharz beschichtet; die sichtbare Holzoberfläche besteht hier aus einer einlaminierten Papierlage im Holzmuster (mit Melaminharz imprägnierte Dekorschicht). Die Verlegung der Laminatböden erfolgt in gleicher Art wie Parkett. Durch die Kunststoffoberfläche wird hier keine Feuchtigkeit aufgenommen, jedoch ist über die Fugen eine Feuchtigkeitsaufnahme möglich. So kann es beispielsweise beim Nasswischen zu irreversiblen Aufquellungen der Nähte kommen, wodurch der Bodenbelag unbrauchbar wird.[1] Laminat wird deshalb in der Regel trocken bis maximal nebelfeucht gereinigt.

Ein Parkettboden ist teurer als ein Laminatboden, dafür kann Parkett durch Schleifen und Versiegeln in der Regel mehrfach renoviert werden, was bei Laminat nicht möglich ist. Parkett ist im Verhältnis zu einem Textilboden ein sehr dauerhafter Bodenbelag. Es gibt Parkettböden in Schlössern, die nach Jahrhunderten noch attraktiv sind, hier haben aber meistens kostspielige Aufarbeitungen des Parketts stattgefunden.

Der Härtegrad von Parkettböden wird im Allgemeinen in Brinell angegeben.

Bambus

Seit Mitte der 1990er Jahre wird in zunehmendem Umfang auch Bambus, der kein Holz im strengen Sinne, sondern ein verholztes Gras ist, zu Parketten verlegt. Bambusparkett ist, weil das Material so schnell wächst, um ein Vielfaches preiswerter als Holzparkett, überdauert je nach Qualität und Belastung aber nur 10–25 Jahre. Die Feuchtigkeitstoleranz und Schimmelresistenz ist etwas höher als bei Holz. Einige Produkte bleichen in starkem Sonnenlicht aus. Die Verlegung erfolgt entweder durch Annageln oder durch Nut-Feder-Verbindungen. Moso-Bambus ist härter als viele Holzsorten (z. B. Ahorn, Eiche). Natürlich gefärbter Bambus ist härter als künstlich gedunkelter (carbonizedcarmelized).[2][3][4] Die Härte von Bambusparkett wird, wie die von Holzparkett, nach dem Janka-Härte-Test bestimmt. Nasswischen führt bei Bambusparkett, ebenso wie jede andere übermäßige Wassereinwirkung, zu Verformungen.[5]

Da Bambus, anders als Holz, nicht in großen sägbaren Stämmen wächst, muss er, um in Brettform zu gelangen, in allen Fällen stark bearbeitet werden. Je nach Herstellungsverfahren werden drei Arten von Bambusparkett unterschieden:

  • Solid Bamboo – die billigste Art von Bambusparkett – ist aus getrockneten Bambusstreifen gemacht, die entweder horizontal oder vertikal neu zusammengelegt, verklebt und dann zu Brettern verpresst werden.[6] Solid Bamboo und Engineered Bamboo enthalten nicht nur Klebstoffe, sondern in geringen Mengen auch Formaldehyd.[7]
  • Engineered Bamboo wird ähnlich wie Solid Bamboo hergestellt, aber nicht zu massiven Brettern verarbeitet, sondern wie ein Furnier in 1 bis 2 Millimetern Stärke auf Sperrholz oder Spanplatte aufgeklebt.[6]
  • Strand Woven Bamboo (Stranded BambooFossilized Bamboo) ist am aufwendigsten hergestellt und infolgedessen auch am teuersten: Der Bambus wird zerfasert, von fragilen Fasern befreit, kreuzweise neu verflochten, erhitzt und gepresst. Das fertige Produkt sieht nicht mehr wie Bambus, sondern je nach Verarbeitung wie Holz oder meliertes Fantasieholz aus, ist aber extrem hart und robust. Die Oberfläche braucht nicht versiegelt zu werden. Bei Bedarf kann das Parkett wie Holzparkett abgeschliffen werden.[4] Stranded Woven Bamboo enthält meist Phenolformaldehyd, das als weniger giftig gilt als Formaldehyd.[7]

Arten von Parkett

Massivparkett

Massivparkett besteht aus Massivholzstücken; mehrere Ausführungsarten werden unterschieden: Massivparkett wird üblicherweise roh verlegt und dann mit der Parkettschleifmaschine in mehreren Schleifgängen abgeschliffen. Anschließend erfolgt die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack, Fußbodenöl oder Wachs. Die fortschreitende technische Entwicklung führte zur Herstellung von kalibriertem Massivparkett mit bereits werkseitig aufgebrachten Oberflächenbehandlungen. Gegenwärtig ist Massivparkett auch als Fertigparkett von einigen Herstellern erhältlich. Hierbei entfällt das Schleifen und Endbehandeln auf der Baustelle.

Massivparkette, insbesondere Mosaik-, Hochkantlamellen- und Lamparkette, aber auch Holzpflaster, wurden in den 1950er bis 1970er Jahren mit teer- oder bitumenhaltigen Klebern auf Zement- oder Asphaltestriche verklebt. Diese Kleber sind oft mit krebserzeugenden PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet, eine Demontage und Entsorgung eines solchen Parketts sollte nur von Fachunternehmen durchgeführt werden. Ein so verklebtes Parkett kann zur potentiellen Gefahrenquelle werden, da unter bereits gelockerten Parkettteilen die Klebermasse durch Trittbelastung zermahlen und über die Fugen im Parkett in die Raumluft und in den Hausstaub gelangen kann. Die Bewohner nehmen freigesetzte PAK dann über Atemluft, Nahrung oder durch Hautkontakt auf. Besonders kleine Kinder sind gefährdet, wenn sie auf dem Fußboden spielen und aufgewirbelten Staub einatmen. Verdächtig ist Kleber, wenn seine dunkle Farbe auf Teer- bzw. Bitumenanteile hinweist und das Parkett vor Ende der 1970er Jahre verlegt wurde. Der Kleber sollte dann in einem Labor auf PAK geprüft werden.

Stabparkett (Massivparkett)

Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben); traditionell meist in den Abmessungen von 400–500 mm × 60–80 mm × 22 mm. Es gibt aber auch dünnere Parkettstäbe und Stäbe mit 2- oder mehrschichtigem Aufbau (Stab-Fertigparkett). In die Seiten ist eine umlaufende Nut gefräst, in die eine Feder genannte Holzleiste gesteckt wird, wodurch der Verbund zwischen den einzelnen Brettchen hergestellt wird. Diese Form des Parketts ist die klassische Form. Sie wird auf den tragenden Unterboden aus Holz genagelt, und zwar von der Seite schräg durch die Feder, so dass der Nagel durch den benachbarten Parkettstab verdeckt wird. Eine andere Bezeichnung für diese Parkettart lautet Nagelparkett (Norm E DIN EN 13226). Parkettstäbe mit fester angehobelter Nut beziehungsweise Feder werden auch als Parkettriemen bezeichnet. Inzwischen werden Parkettstäbe häufig auch auf den Untergrund geklebt, wodurch bei einer Fußbodenheizung ein etwas besserer Wärmeübergang erreicht wird.

Mosaikparkett (Massivparkett)

Mosaikparkett besteht aus kleineren und vor allem dünneren Holzlamellen mit 8 bis 10 mm Stärke, in der Regel auf Netz geklebt. Standardmäßig werden quadratische Lamellen mit einer Kantenlänge von 12 oder 16 cm verlegt. Das unbehandelt gelieferte Parkett wird nach dem Verkleben geschliffen und die Oberfläche lackiert oder geölt/gewachst. Seine geringe Aufbauhöhe ist ein großer Vorteil bei einer Fußbodenheizung, da der Wärmedurchgang wenig behindert wird. Auch wenn ein anderer Bodenbelag durch Parkett ersetzt werden soll, ist die geringe Dicke des Mosaikparketts von Vorteil. Häufig findet auch Mosaikparkett in einem englischen Verband und im Parallelverband Verwendung.

Lamparkett (Massivparkett)

Lamparkett ist dem Stabparkett in seiner Stablänge von 120 bis 400 mm und Stabbreite von 40 bis 65 mm ähnlich, jedoch ist es nur 10–11 mm stark. Die Verlegung und die Eigenschaften ähneln dem Mosaikparkett (Norm: Vollholzlamparkett nach E DIN 13227). Es trägt auch die Beinamen Dünnparkett oder Dünnstab.

Hochkantlamellenparkett (Massivparkett)

Hochkantlamellenparkett

Hochkantlamellenparkett (HKL) besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Vollholzlamellen mit einem Querschnitt von meist ca. 8 mm × 22 mm. Dieses Parkett ist ein sogenanntes Restprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion. Die einzelnen Lamellen werden hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Verlegeeinheiten zusammengehalten. Durch die größere Stärke von 22 mm kann das Parkett häufiger geschliffen werden und wird deshalb vorwiegend im gewerblichen Bereich verwendet. Es trägt daher auch den Beinamen Industrieparkett. Hochkantlamellenparkett findet wegen seiner beliebten Optik als Designboden in letzter Zeit vermehrt auch im Wohnbereich und in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Museen oder Ausstellungszentren Verwendung.

Heutzutage wird auch immer häufiger Hochkantlamellenparkett in der Stärke 10 mm verwendet, seltener auch 16 mm.

Parkettdiele

Massive Parkettstäbe werden zu einer Diele verleimt. Üblich sind zwei oder drei parallele Stabreihen. Die Bretter sind meistens 2–3 Meter lang.

Massivdiele

Massivholzdielen bestehen aus einem Stück Holz (massiv) und haben ein großflächiges Format (min. 12 cm breit und 1,20 m lang). Wenn sie zur Fixierung auf Unterkonstruktion vorgesehen sind, beträgt die Stärke meist 21 mm, ist aber auch schwächer, wenn zur flächigen Verklebung vorgesehen.

Tafelparkett

Aufwändiges dekoratives Tafelparkett

Tafelparkett heißt auch französisches Parkett und wird als die „Königin unter den Parkettfußböden“ gesehen. Geometrische Muster werden zu quadratischen Tafeln verleimt, etwa Rauten und Sterne derart, dass sich weitere komplexe Muster ergeben. Häufig werden verschiedenfarbige Hölzer verarbeitet. Bei der Gestaltung des Bodens wird die spätere Nutzung des Raumes berücksichtigt. Häufig wird ein Tafelparkett-Boden mit einem umlaufenden Fries verlegt.

Mehrschichtparkett

Das Patent für das Mehrschichtparkett stammt aus dem Jahr 1939 von Johann Kähr (Lamellenplatte). 1941 führte das Unternehmen Kährs das weltweit erste „Fertigparkett“ ein. Es hat auf Grund seines 3-schichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung, oft in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden. Es kann aber auch problemlos ohne Unterlagsmatte fest verklebt werden, dadurch werden die Lebensdauer und das Raumschallverhalten (durch Begehen, Fallenlassen von Gegenständen etc.) deutlich verbessert, hingegen verschlechtert sich das Trittschallverhalten (Schall in untenliegenden und angrenzenden Räumen). Je nach akustischer Anforderung kann das Verkleben daher mehr oder weniger zu empfehlen sein.

Bei den Klicksystemen unterscheidet man „kraftschließende“ und „formschließende“ Systeme. Bei den kraftschließenden Systemen erfolgt die Verbindung der Dielen durch die Überwindung eines Widerstands, der nachher die Dielen zusammenhält, z. B. ein kleiner Vorsprung im Holz. Häufig müssen bei diesem Verfahren die Dielen vertikal eingeklopft werden. Der Nachteil des Systems ist, dass vielfach noch geleimt werden muss oder die kleinen Vorsprünge sich abnutzen, was zu hässlichen Fugen führt. Das formschließende System (Woodloc, lock-it, smart-lock usw.) ist ein Winkelsystem. Hier werden die Dielen in eine CNC-gefräste Form von oben eingewinkelt.

Die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart ist hier oft nur noch 2 bis 4 mm dick und auf einer oder mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt. Bei den Mehrschichtern hängt die Belastbarkeit nicht nur von der Holzart, sondern auch vom Gesamtaufbau, von der Stärke der Nutzschicht und von Art und Güte der Mittellage ab. Daher wird empfohlen, auf die Qualität des Materials zu achten.

Diese Platten erhalten Nut und Feder zur Verlegung, die in das Nadelholz eingearbeitet sind. Das Schleifen nach der Verlegung entfällt hier, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt sind. Geringe Höhenunterschiede (< 0,1 mm) zwischen den einzelnen Elementen werden deshalb nicht ausgeglichen. Fertigparkett lässt sich von gewöhnlichem Parkett leicht durch Betrachten gegen das Licht unterscheiden, wobei die Einzelelemente ihre makellose Glätte und scharfkantige Begrenzung zeigen. Mehrschichtparkett kann auch in rohem Zustand erworben werden und dann bauseitig behandelt werden, dadurch wird die Qualität verbessert, und es ist kaum noch von Massivparkett zu unterscheiden.

Die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Mehrschichtparkett ist aufgrund seiner laufenden mechanischen Belastung nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett, weil die Kippbewegungen bei den Fugen mit der Zeit zum Eindringen von Wasser führen können.

Entscheidend für die Qualität von Mehrschichtparkett ist a) die Qualität des Oberflächenlacks bzw. des Öles oder Wachses (denn hier findet die Belastung statt und nicht auf dem Holz), b) die Qualität der Dielenverbindung und c) die Verwendung hochwertiger Techniken (z. B. keine „Briefmarken“, stehende Jahresringe, Lamellenseitenverleimung).

Als Variante des Mehrschichtparkettes gibt es, neben dem Dreischichtparkett, auch Zweischichtparkett. Das erste 2-Schicht-Fertigparkett wurde 1975 vom Schweizer Unternehmen Bauwerk Parkett vorgestellt. Das erste 1-Stab-2-Schicht-Fertigparkett wurde in den 1980er-Jahren von diesem Hersteller und vom italienischen Unternehmen Margaritelli entwickelt, beide Unternehmen lieferten einander um die Patentrechte einen jahrelangen Rechtsstreit. Diese Parkettart muss vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden, was die Lebensdauer wieder durchaus erhöhen und den Raumschall entscheidend verbessern kann. Zweischichtparkett gibt es als klassischen Einzelstab (ca. 490 × 70 mm), Schiffsböden und Landhausdielen (Längen und Breiten unterschiedlich).

Verlegemuster

Parquet massif chêne rustique chanfreiné.jpg Parallel-Verband: Die Stäbe werden auf gleicher Höhe parallel verlegt.

  • Schiffsboden-Verband, auch Wilder Verband: Parallel mit versetzten Stößen, wie die Beplankung auf einem Schiffsdeck.
  • Englischer Verband: Die Stäbe werden um die Hälfte versetzt parallel verlegt.
  • Oxford-Verband: Die Stäbe werden um ein Drittel versetzt parallel verlegt.
  • Altdeutscher Verband: Die Stäbe werden um die Hälfte versetzt parallel verlegt (wie englischer Verband), jedoch immer doppelt nebeneinandergelegt. An den Kopfstößen wird ein verkürzter, um 90 Grad gedrehter Stab dazwischen verlegt. Ein Flechtmuster entsteht.
Art-parket-asp.jpg Flechtboden: Durch nebeneinander paralleles Anbringen von Stäben (2 bis 4) und rechtwinkliger Drehung solcher Pakete zueinander entsteht eine Flechtoptik. Wie Würfel, nur zueinander verschoben.

  • Flechtboden mit Würfel: Um ein quadratisches Parkettstück herum werden Stäbe in Längs- und Querrichtung parallel und zueinander gelegt (Abb.).
  • Würfel-Verband, auch Tafelmuster, einzelne Stäbe werden zu Quadraten zusammengefügt, deren Richtung abwechselnd um 90° versetzt ist (Schachbrettmuster). Dazu muss allerdings die Länge des Stabes ein natürliches Vielfaches der Stabbreite sein, z. B. 49 × 7 cm.
Parkett 01 KMJ.jpg Fischgrät: Klassisches Verlegemuster mit interessantem Lichtspiel. Eher für große Räume geeignet.

  • Französisches Fischgrät: Die Parkettstäbe sind beidseitig um 45° oder 30° abgeschrägt. Zwischen den Zopfreihen verläuft eine durchgehende Kopffuge.
Parquet Buffon.JPG Leiterboden: Eine Reihe parallel nebeneinanderliegender Stäbe wechselt sich ab mit einer quer dazu liegenden Einzelreihe.

  • Kombination mit Fischgrätmuster (Abb.): Französisches Fischgrät

 

 

 

Quelle : Wikipedia.org

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