Ofri
Rezension
Zauberhexe 84
Zauberhexe 84
05:24 10 Mar 21
Wir sind so happy mit dem neuen Boden. Top Beratung, top Arbeit und das zu einem fairen und transparenten Preis. Die... restlichen Böden lassen wir ebenfalls noch machen von der Firma Naki GmbHmehr
Fatmir Osmani
Fatmir Osmani
19:55 09 Mar 21
Erstklassig!
Esthepanie Gores
Esthepanie Gores
19:09 09 Mar 21
Meine Familie und ich sind Sehr glücklich mit Unseren Parkett. Wir empfehlen die Firma Naki GmbH gerne weiter. Mfg,... Esthepanie Goresmehr
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art

Parkettpflege

Parkettpflege und Pflegeanleitungen

Zur dauerhaften Werterhaltung von Holzböden ist besonders eine regelmäßige
Pflege unumgänglich. Nur gut gepflegte Böden haben eine lange Lebensdauer.

Ob geölt oder lackiert: jeder Parkett- oder Dielenboden benötigt Pflege!!

Art und Umfang der Parkettpflege unterscheiden sich geringfügig je nach
Oberflächenbehandlung.  

Pflege von versiegelten Oberflächen:

Warum braucht eine versiegelte Holzoberfläche einen Pflegeschutz ?

Pflegemittel bilden eine erneuerbare Verschleissschicht auf der Versiegelung.

Sand und Staub oder andere Schmutzpartikel wirken wie Schleifpapier und haben
in der weicheren Schutzschicht weniger Wirkungsgrad als direkt auf der harten
Versiegelung.

Bei regelmässiger Pflege (je nach Benutzungsart einige Male/Jahr) werden
geöffnete Fugen während der Heizperiode automatisch mit Pflegemittel ausgefüllt
und geschützt gegen eindringende Feuchtigkeit.

Der Glanzgrad der Parkettoberfläche kann durch Auswahl des Pflegemittels oder
auch durch polieren selber bestimmt werden.

Die Häufigkeit der Pflege richtet sich nach der Beanspruchung.

Hauptsächlich werden Reinigungs- und Pflegemittel als Zugabe dem Wischwasser
beigefügt.

Bei dem Einsatz von wachshaltigen Pflegemitteln sollten die
Pflegemittelschichten von Zeit zu Zeit mit einem Wachsentferner abgetragen
werden um dunkle Stellen jenseits der Laufwege zu vermeiden.

Eine Gewährleistung für die Versiegelung ist nur dann gegeben, wenn das vom
Hersteller vorgeschriebene Pflegesystem angewandt wird.

Zum Schutz vor Kratzern sollten Eingangsbereiche mit Schmutzfangzonen, Möbel
und andere bewegliche Einrichtungsgegenstände mit Teflon- oder Filzgleitern
versehen werden.

Geeignete Möbelrollen und Unterlagen für Arbeitsbereiche sind im Handel
erhältlich.

Vermeiden Sie stehende Flüssigkeiten. Bei Pflanzentöpfen für Unterlüftung
sorgen.

Reinigung

Bei der Reinigung von versiegelten Parkettböden sollten folgende Punkte
beachtet werden:

-Es darf kein stehendes Wasser oder Reinigungsmittel (Lachen/Pfützen) auf der
Parkettfläche zurückbleiben.

-Reinigungsautomaten und Dampfreiniger dürfen auf Parkett nicht eingesetzt
werden.

-Aggressive Reinigungsmittel können die Versiegelung angreifen.

-Die gute Reinigung erfolgt mit einem ausgewrungenen Tuch oder einem
nebelfeuchten Lappen. Wischtücher aus Microfasern können die Oberfläche
angreifen.

Pflege von geölten Parkettböden:

Für die Pflege stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung :

– PflanzenSeife (Wischvorgang)

– Pflegeöl, Flüssighartwachs, Polish (Poliermaschine)

– Wischemulsionen (Wischvorgang)

– Kehrspäne (Fegen)

Besonders bei großen Flächen ist auch der Einsatz einer Poliermaschine
sinnvoll.

Wichtig: In den ersten 10 Tagen nur trocken reinigen und keine Teppiche oder
Folien auslegen, keine schweren Möbel umstellen! Klebeband kann die Oberfläche
beschädigen.

 

Achten Sie auf ein gutes Raumklima

 Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der von der jeweiligen Temperatur des
Raumes und der darin befindlichen Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. „Holz
arbeitet” sagt man, d.h., es finden, werkstoff- und raumklimatisch bedingt,
Wechselwirkungen statt. Bei relativ hoher Umgebungsfeuchte nimmt der
Holzfußboden Feuchtigkeit auf und vergrößert sein Volumen.

Umgekehrt, bei relativ trockener Umgebung (wie z.B. während der Heizperiode
im Winter) gibt das Holz Feuchtigkeit ab und verringert das Volumen der
Verlegeeinheit.

Die Folge ist eine Fugenbildung am Parkettboden während der Heizperiode.
Bewerten Sie das nicht negativ, sondern als Beweis für die Natürlichkeit des
Holzfußbodens. Sorgen Sie während der Heizperiode für zusätzliche
Luftbefeuchtung, dies nützt nicht nur Ihrem Parkettboden, sondern auch dem
Wohlbefinden und der Gesundheit der Bewohner.

Optimal ist eine Luftfeuchte zwischen 55..65 %, die Raumtemperatur sollte
zwischen 18..20o C liegen.

Die Parkettschleifer

 
Die Parkettschleifer
Erste Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1875
102 × 146,5 cm
Öl auf Leinwand
Musée d’Orsay, Paris

Die Parkettschleifer,[1] auch Die Parkettabzieher[2] oder Die Parketthobler[3] (französisch Les raboteurs de parquet),[4] sind ein wiederholt dargestelltes Motiv im Œuvre des französischen Malers Gustave Caillebotte. Neben zwei Gemäldeversionen[5] schuf er eine vorbereitende Ölstudie und zahlreiche Zeichnungen auf Papier. Die Bilder zeigen Handwerker, die in einer Pariser Wohnung mit Arbeiten am Parkett-Fußboden beschäftigt sind. Die 1875 entstandene erste Gemäldeversion der Parkettschleifer ist 102 × 146,5 cm groß, in Öl auf Leinwand gemalt und gehört zur Sammlung des Musée d’Orsay in Paris. Dieses Bild war eines der ersten Werken des Künstlers in einer öffentlichen Sammlung und zählt zu seinen bekanntesten Arbeiten.[6] Caillebotte variierte das Thema 1876 in einer zweiten Gemäldeversion. Dieses sich in einer Privatsammlung befindliche Gemälde ist ebenfalls in Öl auf Leinwand gemalt und mit den Maßen 80 × 100 cm deutlich kleiner als die erste Version. Solche Darstellungen von Arbeitern stehen in der Tradition der Werke des französischen Realismus und haben beispielsweise ihr Vorbild in Arbeiten von Gustave Courbet. Die zeitgenössischen Kritiker besprachen die Gemälde kontrovers und lehnten teils das Motivs der Arbeit ab, andere lobten das Talent des jungen Malers.

Bildmotiv und Bildtitel

Das Motiv für die Darstellung der Parkettarbeiter fand Caillebotte in der elterlichen Wohnung in der Pariser Rue Miromesnil Nr. 77.[7] Aus erhaltenen Dokumenten ist bekannt, dass dort von Ende 1874 bis Mai 1875 Renovierungsarbeiten vorgenommen wurden.[8] Das Haus, in dem seine Familie ab 1868 lebte, entstand im Zuge der unter dem Präfekten Georges-Eugène Haussmann vorgenommenen Modernisierung von Paris und war erst wenige Jahre alt, als Caillebotte die Arbeit der Handwerker bildlich dokumentierte. Der Titel Die Parkettschleifer ist für die dargestellten Arbeiten insofern irreführend, da keine der gezeigten Personen im eigentlichen Sinn mit dem Abschleifen des Parketts beschäftigt ist. Nach den Recherchen des Kunsthistorikers Kirk Varnedoe zeigt Caillebotte demnach nicht Arbeiter, die eine alte Wachsschicht abschleifen, sondern während sie Mängel an einem relativ neuen Fußboden beheben.[9] Varnedoe vermutet, dass sich die Dielen möglicherweise entlang der Kanten etwas nach oben geknickt hatten, also eine so genannte Schüsselung vorlag.[9] Die in Caillebottes Gemälden gezeigten dunkelglänzenden Parkettstellen wurden demnach oberflächig mit Wasser eingeweicht, um bei der weiteren Bearbeitung ein Splittern des Holzes zu verhindern. Die hellen Streifen im Parkett zeigen die bereits bearbeiteten Kanten, die helle Fläche einen schon abgeschlossenen Bereich. Die Arbeit selbst wird hierbei zum einen mit einem Hobel (französisch rabot) und zum anderen mit einer Ziehklinge (französisch racloir) ausgeführt.[9] Entsprechend hiervon leiten sich die Bildtitel Die Parkettabzieher und Die Parketthobler ab.[9]

Vorbereitende Zeichnungen

Zunächst fertigte Caillebotte eine Reihe von Zeichnungen an, welche die unterschiedlichen Arbeitsprozesse dokumentieren und die Männer in verschiedenen Körperhaltungen zeigen. Als genauer Beobachter skizzierte er mit Bleistift auf Papier die Handwerker beim Umgang mit ihren Werkzeugen. Er stellt sie beim Abziehen des Parketts in typisch knienden Körperhaltungen dar oder zeigt sie in sitzender Position beim Schärfen der Klingen. Es gibt zudem Detailzeichnungen von den Händen oder eines Balkongitters. Diese Skizzen zeichnete er wahrscheinlich direkt vor Ort in den Zimmern, in denen die Handwerker arbeiteten. Die Gemälde hingegen entstanden später in seinem Atelier im Dachgeschoss.[10]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ölskizze zur ersten Gemäldeversion

 
Die Parkettschleifer
Ölstudie zur ersten Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1875
26 × 39 cm
Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Zur Vorbereitung der großformatigen ersten Gemäldeversion erstellte Caillebotte zunächst eine kleine Ölskizze. In dieser ersten Studie ist bereits das wesentliche Schema der späteren Komposition vorhanden. Abgesehen vom flüchtigen Pinselstrich, unterscheidet sich der Raum in der Skizze von der folgenden Darstellung in der ersten Gemäldeversion vor allem in den Formen des Fenstergitters und den Wandtäfelungen. Während in der Studie das Balkongitter noch eher florale Motive zeigt, sind in der späteren Gemäldeversion überwiegend Bogenformen zu erkennen. Die Wandtäfelung neben dem Fenster ist in der Vorstudie ein mehrfach gerahmtes großes Feld, während in der Gemäldeversion Reihen von kleineren Kassetten die Wandgestaltung prägen. Da auch der Blick aus dem Fenster ein anderes Bild der gegenüberliegenden Häuser zeigt, ist es möglich, dass die Vorstudie einen anderen Raum beschreibt, als die spätere Gemäldeversion. Die Kunsthistorikerin Anne Distel vermutete, dass der Raum der Vorstudie möglicherweise in einer anderen Etage lag, als der Raum der ersten Gemäldeversion.[11] Bei den drei Handwerken im Raum erscheinen die mittlere und rechte Figur nahezu identisch auch in der späteren Gemäldefassung. Hingegen wird der Handwerker auf der linke Seite in der Vorstudie in einer komplett anderer Haltung gezeigt als in der finalen Ausführung. In der Vorstudie kniet er mit aufrechtem Rücken und hält beide Hände vor sich. In der Gemäldeversion ist er seitlich gedreht mit vorgestrecktem Oberkörper und einer zum Boden reichenden Hand zu sehen.[11]

Erste Gemäldeversion

 

Gustave Caillebotte: Die Parkettschleifer, 1. Fassung, Detailansicht des Fensters

Das Gemälde zeigt ein Interieur mit drei Handwerkern. Der Blick fällt von oben auf die mit Arbeiten an einem Holzfußboden beschäftigten Männer. Für die Arbeiten ist der Raum leergeräumt und es befindet sich kein Mobiliar darin. Der Fußboden mit seinen nach hinten verlaufenden Holzdielen nimmt in der Raumansicht eine große Fläche ein; am oberen und rechten Bildrand sind der untere Bereich der Wände beziehungsweise eines Fensters zu sehen. In dem mit hoher Horizontlinie nach hinten geweiteten Raum[12] sieht der Kunsthistoriker Kirk Varnedoe „einen kippenden Boden, der bedrohlich unwirklich wirkt“.[13] Die Wände sind mit Paneelen verkleidet, bei denen sich vergoldete Zierleisten vom weißen Grund absetzen. Neben umlaufenden Leisten gliedern kassettenartige Felder die Wand. Durch die horizontalen Linien der Wandpaneelen und den vertikalen Linien des Holzfußbodens ergibt sich eine durch geometrische Komponenten geprägte Raumwirkung. Dem steht die bogenförmige Ornamentik des Fenstergitters gegenüber. Dahinter erscheint die Außenwelt in Form gegenüberliegender Hausdächer und einem hellgrauen Himmel. Durch das bis zum Boden reichende geschlossene Fenster fällt ein diffuses Licht ins Zimmer.

Die drei Parkettarbeiter sind im Gemälde nebeneinander angeordnet. Sie tragen lange dunkle Arbeitshosen, die Oberkörper sind nackt. Die zentrale Figur in der Bildmitte und der Mann rechts neben ihm erscheinen in ähnlicher Körperhaltung. Beide sind frontal zum Bildbetrachter positioniert, während sie kniend den Oberkörper nach vorn beugen. Mit ausgestreckten Armen bearbeiten sie mit Werkzeugen das Parkett. Der Mann auf der rechten Seite hält mit beiden Händen einen Hobel fest, mit dem er die unebenen Kanten der Bretter bearbeitet. Der Mann in der Bildmitte ist beim folgenden Arbeitsgang mit einer Ziehklinge dargestellt. Der am linken Rand weiter nach hinten versetzte dritte Arbeiter ist schräg von der Seite zu sehen. Während er sich mit der linken Hand abstützt, greift er mit der rechten Hand vor sich zu einem messerähnlichen Werkzeug auf dem Boden. Hiermit könnte er beispielsweise lose Nägel im Parkett entfernen. Als weiteres Werkzeug ragt vom unteren Bildrand eine Feile ins Bild, die zur Schärfung der Werkzeuge eingesetzt wurde. Zudem liegt ein Hammer zwischen den Männern auf der rechten Seite. In der hinteren Ecke befindet sich ein Sack, mit dem die Handwerker ihre Utensilien transportiert haben.[9] Darauf und daneben liegen gerade nicht benötigte Knieschoner. Auf der rechten Seite ist auf einem hellen Untergrund eine dunkle Flasche und ein gefülltes Glas zu sehen. Es bleibt offen, ob es sich um Rotwein für die Handwerker handelt, oder ob sich hierin eine dunkle Flüssigkeit zur Behandlung des Holzes befindet. Der Fußboden wurde teilweise angefeuchtet und glänzt entsprechend. Neben diesen dunklen Bereichen gibt es helle Partien, die bereits von den Arbeitern behandelt wurden. Darüber hinaus zeugen die auf dem Boden verteilten Holzspäne vom Arbeitsprozess. Die Signatur „G. Caillebotte 1875“ befindet sich auf dem Parkett in der rechten unteren Ecke.

 

 

Durch die Arbeit am Parkett ins Schwitzen gekommen, erscheinen insbesondere die nackten Rückenpartien der Männer glänzend. Obwohl die Männer schwere Arbeit gewohnt sind, wirken ihre Körper wenig muskulös und ihre Arme unnatürlich in die Länge gezogen. Alle drei Handwerker sind vertieft in ihre Arbeit. Auch wenn der Handwerker auf der rechten Seite und der Mann in der Mitte sich die Köpfe zuzuneigen scheinen, wird nicht deutlich, ob sie miteinander kommunizieren, oder lediglich zufällig diese Kopfhaltung einnehmen. Ihre Gesichter sind kaum zu erkennen und ihre Physiognomie erscheint gleichartig. Kirk Varnedoe sah daher die Möglichkeit, dass im Gemälde dreimal derselbe Mann zu sehen ist, der jeweils verschiedene Arbeitsschritte ausübt.[14] In ähnlicher Weise hatte bereits 1866 Claude Monet seine Geliebte Camille Doncieux dreimal im Gemälde Frauen im Garten dargestellt.[14] Die Kunsthistorikerin Karin Sagner schrieb hierzu, Caillebotte zeige im Bild der Parkettschleifer „verschiedene Phasen der Arbeit und unterschiedliche Haltungen bei den vom Aussehen kaum differenzierten Männern“. Er betone so „den repetitiven Charakter ihrer Tätigkeit“.[15]

Zweite Gemäldeversion

 
Die Parkettschleifer
Zweite Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1876
102 × 146,5 cm
Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Die zweite Gemäldevariante schuf Caillebotte ein Jahr nach der ersten Gemäldeversion. Es handelt sich hierbei nicht um eine Wiederholung der vorherigen Bildkomposition, sondern um eine neue Ausführung bei Beibehaltung des Themas. Diese Praxis wandte Caillebotte beim Motiv der Parkettschleifer erstmals an; in seinen späteren Werken findet sich wiederholt diese Arbeitsweise.

Auch in der zweiten Gemäldeversion griff Caillebotte auf seinen Fundus der vorbereitenden Zeichnungen zurück.[16] Diesmal sind zwei Handwerker in einem Zimmer zu sehen, wobei der Raum wenig Ähnlichkeiten zum herrschaftlichen Ambiente der ersten Variante hat. Der Blick geht nicht frontal zur Außenwand mit dem Fenster, sondern streift diagonal durch den Raum auf eine Ecke zu, an der von rechts eine Seitenwand auf die von links ins Bild ragende Außenwand trifft. Statt einer Paneele beschränkt sich die Wanddekoration auf einen zweifarbigen Anstrich mit abgesetzter Bordüre. So trennt eine umlaufende rote Linie den rotbraunen Sockelbereich vom oberen weißen Teil der Wand. In den linken oberen Ecke befindet sich ein von den Bildrändern beschnittenes Fenster, das bis nahe an den Boden reicht. Vor dem geschlossenen Fenster ist außen ein Balkongitter aus geraden vertikalen Streben angebracht, das oben durch ein Band mit kreisrunden Öffnungen abgeschlossen wird. Diesen strengen geometrischen Formen beim Fenster fehlt die Verspieltheit, wie sie in der ersten Gemäldeversion vorzufinden ist. Durch das Fenster geht der Blick auf eine gegenüberliegende Hausfassade.

Die beiden Handwerker sind im Raum schräg hintereinander angeordnet. Sie unterscheiden sich in Körperhaltung, Kleidung und Aussehen. Deutlich erkennbar ist der Altersunterschied zwischen den Männern. So zeigt sich beim vorderen Arbeiter bereits eine kahle Stelle im dunklen Haar. Er ist in Seitenansicht kniend mit nach vorn gebeugten Oberkörper wiedergegeben, während er mit einem Hobel die Holzdielen bearbeitet. Bekleidet ist er mit einer dunklen Hose und einem hellen Hemd oder Unterhemd. Erkennbar ist zudem sein linker Knieschützer. Daneben liegt ein gerade nicht benötigtes Messer mit Holzgriff. In der hinteren Ecke sitzt sein junger Kollege mit ausgestreckten Beinen und aufrechtem Oberkörper. Er trägt eine hellgraue Hose und darüber braunlederne Knieschützer. Der Oberkörper ist nackt und von eher schlanker Gestalt. Er hält die Hände vor seiner Brust und ist damit beschäftigt ein Werkzeug zu reinigen oder zu schärfen.[16] Seine individuellen Gesichtszüge unterscheiden sich wesentlich von der eher schemenhaften Darstellung der anderen Arbeiter.

Die Arbeiter sind in diesem Raum mit der Arbeit noch nicht so weit fortgeschritten, wie in der ersten Gemäldeversion. Der Fußboden glänzt von der Behandlung mit einer Flüssigkeit, am linken Rand ist darauf die Spiegelung des Fensters zu erkennen. Bisher sind erst wenige schmale Bahnen des abgezogenen Parketts zu sehen. Entsprechend gibt es nur wenige Holzspäne und noch keine fertig bearbeitete Fläche. Die Kunsthistorikerin Anne Distel unterstrich, dass in dieser Version das Licht greller in den Raum scheine und es insgesamt kühler wirke, als in der vorherige Version.[16] Das Gemälde ist unten links mit „G. Caillebotte 1876“ signiert und datiert.[17]

Motive der Arbeit – Vorbilder und zeitgenössische Darstellungen

Der aus einer wohlhabenden Familie stammende Gustave Caillebotte studierte ab 1871 Malerei bei den akademischen Künstlern Léon BonnatAlexandre CabanelJean-Léon GérômeAdolphe Yvon und Isidore Pils.[18] Danach orientierte er sich in seinen frühen Werken am traditionellen Stil der École des Beaux-Arts.[19] Zu diesen frühen Arbeiten gehört das Bild Atelierinterieur mit Ofen von 1873–1874 (Privatsammlung), das sein Atelier im Dachgeschoss des elterlichen Hauses in der Rue Miromesnil Nr. 77 zeigt. In diesem Gemälde sind Kunstwerke als Raumdekoration enthaltenden, die erste Hinweise darauf geben, an welchen Vorbildern sich Caillebottes Arbeit orientierte. So finden sich im Ateliergemälde an der linken Wand zwei im Querformat ausgeführte japanische Bilder, deren typische Perspektive mit schräg ansteigenden Linien Caillebotte in zahlreichen seiner Werke übernahm. Auch in den Motiven der Parkettschleifer ist dieser Einfluss japanischer Kunst auf die Bildkomposition spürbar.[9] Weiterhin verweist die auf der Kommode stehende Gipskopie einer männlichen Aktstatue von Jean-Antoine Houdon auf die klassische Ausbildung des Malers, zu der auch Anatomiestudien gehörten.[20] Diese Kenntnisse halfen Caillebotte später bei der bildlichen Umsetzung der Parkettarbeiter mit ihren nackten Oberkörpern.[9] Er schuf hierin jedoch keine idealisierten Körper, wie sie aus der Antike überliefert waren und sich in den mythologische Bildern der akademischen Maler seiner Zeit finden lassen. Stattdessen malte Caillebotte Männer mit nackten Oberkörper der Gegenwart als eine Beschreibung des Alltagslebens. Der Autor Kirk Varnedoe vermutete, dass Caillebotte das Thema der halbentblößten Parkettarbeiter teilweise auch als Vorwand nutzte, um die nackten Oberkörper der Männer im Bild festzuhalten.[21] Bereits vor Caillebotte hatte sich der Maler Frédéric Bazille an der zeitgenössischen Darstellung nackter Oberkörper versucht, als er im Gemälde Badende (Sommerszene) von 1869 (Fogg Art Museum, Cambridge (Massachusetts)) junge Männer bei sportlichen Aktivitäten an einem Fluss porträtierte.[9]

 

Von Caillebottes Lehrer Bonnat ist der Rat an seine Schüler überliefert, sie sollten besser die Wahrheit malen, als die Schönheit darzustellen.[22] Caillebotte schuf in seinen Parkettschleifern ein „dem Naturalismus entgegenkommendendes“ Motiv, blieb jedoch zugleich in seiner Malweise „recht akademisch“, wie der Kunsthistoriker Claude Keisch feststellte.[23] Entsprechend konnte Caillebotte eine Reihe von motivischen Vorbildern bei den Künstlern des Realismus finden, die sich in unterschiedlicher Weise der Darstellung von Arbeitern widmeten. Beispiele hierfür sind die Werke von Jean-François Millet, in denen er das Arbeitsleben der ländlichen Bevölkerung festhielt. Hierzu gehören das Gemälde Ährensammlerinnen von 1857 (Musée d’Orsay, Paris) oder andere Motive mit Reisigsammlerinnen, Waldarbeitern, Schafhirten oder Feldarbeitern. Ein weiteres bekanntes Arbeitermotiv des französischen Realismus zeigte Gustave Courbet in seinem Gemälde Die Steinklopfer von 1849 (Galerie Neue Meister, Dresden, Kriegsverlust), in dem er zwei Männer in zerlumpter Kleidung bei schwerer körperlicher Tätigkeit porträtierte.[24]

 

Während die Künstler des Realismus die Arbeiter vorwiegend in ländlicher Umgebung darstellten, sahen die Maler des Impressionismus in den städtischen Arbeitern ein bildwürdiges Motiv und zeigten sie als Teil des modernen Lebens.[19] 1875, im selben Jahr in dem Caillebotte die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer schuf, malte Claude Monet sein Bild der Kohleträger (Musée d’Orsay). Hierin zeigt er in skizzenhafter Ausführung das geschäftige Treiben am Ufer der Seine im Pariser Vorort Asnières. Die Arbeiter erscheinen im Gemälde als dunkle Gestalten, die über Bretter balancieren und Kohle von den Schiffen an Land bringen. Monet porträtierte hierin nicht einzelne Arbeiter, sondern stellt den Prozess der Arbeit als Teil einer Stadtansicht dar. Ganz anders ging Edgar Degas vor, der 1876 in der zweiten Gruppenausstellung der Impressionisten an der Seite von Caillebottes Parkettschleifern ein Gemälde mit dem Titel Blanchisseuse (silhouette) ausstellte. Hierbei handelte es sich wahrscheinlich um das Gemälde Die Büglerin von 1873 (Metropolitan Museum of Art, New York City),[25] indem er eine einzelne Arbeiterin in einem Interieur zeigte. Die Lebensumstände der städtischen Arbeiterinnen wurden zudem wiederholt in der zeitgenössischen Literatur thematisiert. So beschreibt Joris-Karl Huysmans in seinem 1876 veröffentlichtem Erstlingswerk Marthe den sozialen Abstieg einer Fabrikarbeiterin und Émile Zola schildert in seinem 1877 erschienenen Roman Der Totschläger das Schicksal einer Wäscherin.[19] Während sich Huysmans und Zola in ihren Romanen ebenso wie Degas in seinen Bildern vor allem mit den Frauen der Arbeiterklasse auseinandersetzten, war Caillebotte bis dahin der Einzige, „der männliche Arbeiter auf eine so monumentale Weise zeigte“.[19] Caillebotte griff das Arbeiterthema nochmals 1877 auf und schuf die Gemälde Die Fassadenmaler.[26] und Die Gärtner[27] (beide Privatsammlung). Danach widmete er sich anderen Themen.[28]

 

 

 

Die Parkettschleifer im Spiegel der zeitgenössischen Kritik

Caillebotte gehörte im Kreis der Impressionisten zu den jüngeren Malern. So waren beispielsweise Claude Monet acht Jahre und Edgar Degas zwölf Jahre älter als Caillebotte und hatten mehr als eine Dekade vor ihm mit der Malerei begonnen. Sein Ausstellungsdebüt versuchte Caillebotte zunächst 1875 im Salon de Paris, doch die für die Aufnahme zuständige Jury lehnte sein Gemälde ab.[29] Kunsthistoriker wie Anne Distel gehen davon aus, dass es sich bei diesem Werk um die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer handelte.[30] Die Autorin Gry Hedin vermutete, dass die Ablehnung der Parkettschleifer weniger am Malstil gelegen habe, da sich Caillebotte noch an der akademischen Malerei orientierte. Der Ablehnungsgrund der Jury sei eher das Motiv des Bildes gewesen, „denn die Darstellung moderner Arbeiter im großen Format galt als unangemessen und nicht akzeptabel“.[19]

Wahrscheinlich überzeugte Edgar Degas Caillebotte, 1876 an der zweiten Gruppenausstellung der Impressionisten teilzunehmen.[19] Caillebotte demonstrierte damit öffentlich seine Zugehörigkeit zu dieser Gruppe von Malern.[31] In der Ausstellung, die in den Räumen des Galeristen Paul Durand-Ruel in der Pariser Rue Peletier stattfand, zeigte Caillebotte neben anderen Werken die beiden Gemäldeversionen der Parkettschleifer.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung 1876 beurteilten Kritiker die Parkettschleifer teilweise negativ bis spöttisch, teils gab es jedoch auch lobende Worte. So schrieb Louis Énault in der Zeitschrift Le Constitutionnel über Caillebotte, er verstehe zwar sein Handwerk und beherrsche die Perspektive, aber das Thema der Parkettarbeiter sei zweifellos vulgär.[32] Er bemängelte in der ersten Gemäldeversion die seiner Meinung nach zu dünn geratenen Arme der Handwerker und die aus seiner Sicht misslungenen Oberkörper.[33] Der Kritiker Emile Porcheron beurteilte die Ausstellung in der Zeitung Le Soleil insgesamt kritisch, fand dabei jedoch Caillebotte „am wenigsten schlecht“ (les moins mauvaises).[34] Er unterstellte dem sitzenden Arbeiter, der im zweiten Bild die Klinge seines Werkzeuges schärft, er würde nach Flöhen suchen.[19] Gerade diese sitzende Figur wurde jedoch von dem Kritiker Bertall gelobt. Zudem bescheinigte er in seinem Artikel in der Zeitung Le Soir, Caillebotte habe Talent.[35] Ähnlich positiv äußerte sich Philippe Burty in der Zeitung La République française, der dem Anfänger Caillebotte einen sensationellen Anfang bescheinigte.[36] Auch Armand Silvestre lobte Caillebotte. In L’Opinion nationale beschrieb er ihn als guten Beobachter in der Nachfolge Courbets.[37] Der Schriftsteller Emile Zola fand zwar auch lobende Worte für Caillebottes Arbeiten, bemängelte jedoch die zu detaillierte Ausführung seiner Gemälde.[38]

Provenienzen der Werkgruppe

Caillebotte und einige seiner Malerfreunde initiierten am 28. Mai 1877 im Auktionshaus Hôtel Drouot die Vente des impressionnistes. Bei dieser Versteigerung wurden auch die beiden Gemäldeversionen der Parkettschleifer angeboten. Bei insgesamt wenig Kaufinteresse und geringen Preisen erzielte die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer zwar mit 655 Franc den höchsten Preis der Auktion, Käufer war jedoch Gustave Caillebotte selbst, der das Bild für sich sicherte. Das Gemälde blieb bis zu seinem Tod 1894 im Besitz des Künstlers. In seinem Testament hatte er verfügt, dass seine Gemäldesammlung mit Werken seiner Künstlerfreunde an den französischen Staat gehen sollte. Von seinen eigenen Bildern hatte er kein Werk als Geschenk vorgesehen. In den Verhandlungen zur Annahme der Erbschaft erreichten sein Bruder Martial Caillebotte und der als Testamentsvollstrecker eingesetzte Maler Pierre-Auguste Renoir, dass auch zwei Werke von Caillebotte an den französischen Staat gehen sollten. Die beiden Gemälde waren die winterliche Stadtansicht Verschneite Dächer und die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer. Die Bilder wurden ab 1896 im Pariser Musée du Luxembourg ausgestellt. Es waren die ersten Werke Caillebottes, die in eine Museumssammlung gelangten. 1929 kamen die Parkettschleifer in den Louvre, ab 1947 waren sie in der Galerie du Jeu de Paume zu sehen. Seit 1986 gehört die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer zur Sammlung des Musée d’Orsay.[39]

Die zweite Gemäldeversion wurde bei der Versteigerung 1877 im Auktionshaus Hôtel Drouot zu einem nicht überlieferten Preis von der Familie des Künstlers erworben. Es gelangte schließlich in den Besitz von Eugène Daufresne, einem in Paris lebenden Cousin von Caillebottes Mutter. Der Verwandte besaß eine Reihe von Gemälde Caillebottes, die er nach seinem Tod 1896 an Martial Caillebotte, den Bruder des Malers, vererbte. Das Bild war nie auf dem Kunstmarkt und befindet sich in französischem Privatbesitz.[40] Weiterhin kamen die Ölstudie zur ersten Gemäldeversion und alle vorbereitenden Zeichnungen durch Erbschaft in die Familie von Martial Caillebotte. Sie befinden sich nach wie vor überwiegend in Privatbesitz.[41] Hiervon ausgenommen sind die Zeichnungen Studie eines sitzenden Mannes, Ansicht von vorn und Drei Studien der Parkettarbeiter: Zwei Studien der Hände, Studie eines knienden Mannes von vorn, die zur Sammlung des Musée Camille Pissarro in Pontoise gehören.[42]

Weiterlesen

Anhydritestrich

Der Anhydritestrich (AE) oder Calciumsulfatestrich (CA) ist eine Estrichart und besteht aus Anhydritbinder, Gesteinskörnung (bis zu einer Korngröße von 8 mm) und Zugabewasser. Um die Verarbeitung zu verbessern, können entsprechende Zusätze enthalten sein. Der Anhydritestrich kann etwa zwei Tage nach dem Einbau begangen und frühestens nach fünf Tagen geringfügig belastet werden.[1] Er darf keiner dauerhaften Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt werden, daher eignet sich dieser Estrich besonders für Trockenbereiche in einem Gebäude. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden.[1]

Eine Weiterentwicklung stellt der Anhydritfließestrich (AFE) dar. Dieser nivelliert sich aufgrund der flüssigen Konsistenz selbst. Zudem kann infolge geringerer Spannung beim Trocknungsvorgang auch auf Flächen bis zu 1.000 m² (wenn keine Fußbodenheizung eingebaut wurde) auf zusätzliche Dehnungsfugen verzichtet werden.

Hauptbestandteil ist als Bindemittel Anhydrit, der mit Wasser relativ schnell zu Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) hydratisiert und sich dabei verfestigt. In der Regel wird synthetischer Anhydrit verwendet, der durch Brennen von Gips (z. B. REA-Gips aus der Rauchgasreinigung in Kraftwerken) gewonnen wird. Seltener wird auch mineralischer (körniger) Naturanhydrit eingesetzt. Als Gesteinskörnung werden Kalkstein und Quarzsand verwendet.

Verarbeitung

Der AE-Fließestrich wird entweder trocken auf der Baustelle angeliefert (als Sackware oder lose in einem Silo/Container) und in einer normalen Putzmaschine, welche kontinuierlich arbeitet, durch Wasserzugabe in seiner Konsistenz pumpfähig und mittels Schläuchen zur Einbaufläche gepumpt, oder fertig im Fahrmischer angeliefert und mit einer am Fahrzeug oder separat beigestellten Schnecken- oder Kolbenpumpe zügig eingebaut. Durch diese flüssige Konsistenz kann die Nivellierung des Fließestrichs nahezu von selbst erfolgen. Nach dem Einpumpen wird der Estrich mit einem groben Straßenbesen oder mit einer so genannten Rakel (Schwabbelstange) durchgeschlagen (im Kreuzgang), um beim Einpumpen eingeschlossene Luftblasen zu entfernen. Die Oberfläche wird dadurch waagerecht und eben hergestellt. Je länger die Schwabbelstange ist, umso größer wird die Genauigkeit und Ebenheit der fertigen Estrichfläche. Da diese bereits werkseitig hergestellte Mischung nur noch mit Wasser gemischt wird, sind entsprechenden Maschinen in der Lage, hohe Misch- und Förderleistungen zu erzielen. Bei großflächigen Verlegungen, beispielsweise in Industriehallen, sind daher gegossene Flächen von 1.300 m² bis zu 1.500 m² an einem Tag möglich.

Eingebaut werden kann AE-Fließestrich als so genannter Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht und Estrich auf einer zusätzlichen Dämmschicht (auch als schwimmender Estrich bezeichnet), als Industrie- und Installationsboden, sowie als Heizestrich bei Fußbodenheizungen. Bei der Untergrundvorbereitung ist zu beachten, dass dieser aufgrund seiner flüssigen Konsistenz durch ungesicherte bzw. unbedeckte Öffnungen wegfließen und auf Dämmschichten oder bei mangelnder Entkoppelung von Wänden oder Pfeilern Schallbrücken bilden kann. Der AE-Fließestrich ist selbstverdichtend, so dass keine Verdichtungsarbeiten durch den Verarbeiter notwendig sind. Aufgrund seiner Bestandteile erhält er sehr hohe Biege- und Zugfestigkeitswerte. AE-Fließestrich auf Basis von Calciumsulfat weist geringe Schwindwerte bei Erhärtung und Trocknung auf und kann daher in Flächen zeitsparend, weil in einem durchgehenden Arbeitsgang großflächig eingebracht werden. Das beim Zementestrich übliche Aufschüsseln (durch ungleichmäßiges Schwinden entstehende, hochstehende Ränder) in den Eck- und Randbereichen und der Abriss der Randfugen (bei der späteren Nutzung und durch Beendigung des Schwindvorgangs) sind bei AE-Fließestrich nicht zu beobachten. Die Fugenausbildungen bei Estrichen sind in der DIN 18560, Teil 2, geregelt und gelten auch für AE-Fließestrich.

Einbau als Heizestrich

Einbau von Anhydritestrich als schwimmender Estrich mit Fußbodenheizung

Bei Heizestrichen sind Dehnungsfugen notwendig, wenn die Seitenlänge der Estrichfläche mehr als 6 m beträgt. Außerdem sind Bewegungsfugen in Türdurchgängen bei mehreren hintereinander angeordneten Räumen innerhalb einer Wohnung notwendig. Seine besondere Vorteile bietet der Fließestrich bei der Verlegung auf Fußbodenheizungen. Ein dichter Anschluss an die Heizrohre und die hohe Wärmeleitfähigkeit, die über den in der DIN 4108 für Zementestrich geltenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit liegen, gewährleisten eine ungehinderte und gleichmäßige Wärmeabgabe vom Heizschlauch o. Ä. zur Raumumgebungsluft. Durch seine geringere Stärke von nur 40 bis 45 mm über dem Heizungsschlauch hat dieser Estrich eine kurze Aufheizzeit.

Beim Verwenden als Heizestrich wird dieser sieben Tage nach dem Einbau aufgeheizt, um die natürlichen Austrocknungszeiten zu verkürzen, was dann den Baufortschritt entscheidend beschleunigt.

Der Heizestrich wird auch immer mehr als Decorboden verwendet. Wenn der Estrich ausgetrocknet ist, wird er bis auf die Körnung geschliffen und dann transparent versiegelt.

Der CAF kann auch in verschiedenen Farben eingebracht werden und mit unterschiedlich vielen % an Pigmenten, dadurch entschteht eine breite Palette an Möglichkeiten.

Anhydritestrich der geschliffen und versiegelt wurde um eine fugenlose und glatte Oberfläche in einem Raum zu haben.

Anhydritestrich als Decorboden

Bautechnik und Verarbeitungshinweise

AE-Fließestrich wird nach den Vorgaben der DIN 18560 und in den Festigkeitsklassen AE 12, 20, 30 oder 40 hergestellt.[2] Entsprechend der zu erwartenden Verkehrslast gemäß DIN 1055 und der Art der Fußbodenkonstruktion wird eine Nennstärke zwischen 35 und über 90 mm eingebaut. Anhydritestrich ist aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung stark saugfähig und daher muss die zu belegende Oberfläche (wie etwa durch Fliesen) vollflächig grundiert werden. Die sich auf der Oberfläche bildende Sinterschicht muss vor dieser Grundierung entfernt werden (beispielsweise durch Schleifen).

Bei der Verarbeitung des AE-Fließestrich sind Vorsichtsmaßnahmen (Handschuhe, Atemschutz) wegen der ätzenden Eigenschaften des trockenen Produkts notwendig. Das flüssige Material und der abgebundene Estrich stellen aber keine Schadstoffquelle mehr dar. Bei der Verwendung von synthetischen Zusatzstoffen ist allerdings auch eine spätere Ausgasung von Rest- oder Hilfsstoffen nicht auszuschließen.

Außenbereich und Feuchträume

Aufgrund seiner Empfindlichkeit gegenüber dauerhafter Feuchtigkeitseinwirkung, ist ein Einsatz im Außenbereich, aber auch in nicht weiter abgedichteten Nass- und Feuchträumen grundsätzlich ausgeschlossen. Nach dem ZDB-Merkblatt “Hinweise für die Ausführung von flüssig zu verarbeitenden Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich” (Januar 2010) gilt allgemein, dass bei Flächen mit Bodenablauf keine feuchtigkeitsempfindlichen Untergründe eingesetzt werden dürfen.

In Bädern oder Feuchträumen von Wohnungsbauten muss die Estrichoberfläche abgedichtet werden (beispielsweise durch Fliesenaufbau mit Abdichtungen im Verbund), so dass auftretende Oberflächenfeuchte nicht in den Estrich eindringen kann. Ebenso müssen Estriche gegen Bodenfeuchtigkeit, nichtdrückendes und drückendes Wasser abgedichtet werden (Bitumendichtungsbahn).

Anhydrite sind typische Schnellbinder, was aber nur bei optimalen klimatischen Bedingungen zutrifft (nicht zu kalt, trockene Luft). In Bereichen, in denen mit Dampfdiffusion oder auch Feuchtigkeit zu rechnen ist, muss zwingend eine Dampfsperre eingebaut werden. Dampfdiffusion oder Feuchtigkeit führt dann zu Schäden, wenn z. B. aufgrund der heutzutage üblichen kurzen Bauzeiten die Betondecke nicht ausreichend trocken ist und das überschüssige und austretende Wasser in Ermangelung einer Dampfbremse zum Estrich gelangt. Derartige Schäden treten vorwiegend in Verbindung mit dampfdichten Belägen wie PVCLinoleum, Gummi oder Teppichbelägen mit dichten Rückenausrüstungen auf, wenn diese vor vollständiger Austrocknung des Bauteils verlegt wurden.

Normen und Standards

  • DIN EN 13813 – Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen
  • DIN 18353 – Estricharbeiten
  • DIN 18560 – Estriche im Bauwesen

Quelle:wikipedia

Estrich

Als Estrich (althochdeutsch esterih; über lateinisch astracus, astricus „Pflaster (aus Tonziegeln)“ von altgriechisch ὄστρακον óstrakon „Scherbe, irdenes Täfelchen“) bezeichnet man in Deutschland den Aufbau des Fußbodens als ebenen Untergrund für Fußbodenbeläge. Estriche werden je nach entsprechender Art und Ausführung auch fertig nutzbarer Boden genannt.

Das schweizerische Wort für Estrich ist Unterlagsboden, das Wort „Estrich“ bezeichnet dort den Dachboden.

 

Grafische Darstellung eines Fußbodens

Neben seiner Aufgabe als „Füll- und Ausgleichsstoff“ ist ein Estrich vor allem als Lastverteilungsschicht anzusehen, unter der sich Heizungen, Wärme- und Schalldämmungen befinden können. Er kann ebenso die direkte Nutzschicht sein.

Eine Sonderform ist der sogenannte „Nutzestrich“ oder „Sichtestrich“. Dabei ist der Estrich gleichzeitig die „Nutzschicht“ ohne Oberbodenbelag. Estrich wird aus Estrichmörtel hergestellt, dieser besteht aus einer Gesteinskörnung (meist Sand) und einem Bindemittel (z. B. Zement, Calciumsulfat, Magnesiumoxid, Bitumen). Alternativ dazu gibt es auch Trockenestrich aus Fertigteilplatten

 

Frisch verlegter Estrichfußboden

Definition

Die DIN EN 13318 definiert den Begriff Estrich wie folgt: Schicht oder Schichten aus Estrichmörtel, die auf der Baustelle direkt auf dem Untergrund, mit oder ohne Verbund, oder auf einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht verlegt werden, um eine oder mehrere der nachstehenden Funktionen zu erfüllen:

  • den Druck gleichmäßig auf die darunterliegende Dämmung verteilen
  • gleichmäßiger Untergrund für einen Bodenbelag
  • unmittelbare Nutzbarkeit
  • eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen[1]

Estriche nach Bindemittel

Estriche können nach ihren Bindemitteln unterschieden werden.

Zementestrich (CT)

Der bekannteste Estrich ist der nach DIN EN 13 813 als CT (von Cementitious screed) bezeichnete Zementestrich. Es handelt sich dabei um einen Mörtel, dessen Korngröße und Mischung auf seine spezielle Verwendung optimiert wurden. Üblicherweise werden Korngrößen bis zu 8 mm verwendet. Bei Estrichdicken über 40 mm darf das Größtkörn maximal 16 mm groß sein. Das Mischverhältnis von Zement zu Sand liegt etwa bei 1:5 bis 1:3.

Der Zementestrich (CT) hat den Vorteil der Beständigkeit gegenüber Wasser nach der Aushärtung. Und auch Kälte und Hitze sind keine Probleme. Außerdem können mit Zement als Bindemittel hohe Festigkeiten erreicht werden. Nachteilig ist die Anfälligkeit des Zements für chemische Angriffe (z. B. durch Säuren) und das Verhalten auf Dämmungen oder Trennlagen. Durch „Schrumpfungsvorgänge“, die sich beim Erhärtungsvorgang des Estrichs in Kriechen und Schwinden infolge der ungleichmäßigen Hydratation ausdrücken, ist die Feldgröße in der Regel auf 36 m² zu begrenzen, da sich in der Konstruktion sonst unkontrolliert Risse bilden. Des Weiteren benötigt der Zementestrich relativ lange bis er belegereif ist.

Zementestrich erfordert nach dem Mischvorgang eine unverzügliche Verarbeitung. Und beim Einbringen und während der ersten drei Tage der Erstarrung eine Mindesttemperatur von 5 °C (auch nachts). Während der Erstarrungsphase darf diese Temperatur nicht unterschritten werden, da sonst mit starken Festigkeitsverlusten zu rechnen ist. Der Estrich ist außerdem vor Zugluft und Wassereintrag (undichtes Dach, Auskippen von Wasser usw.) zu schützen. Die Zugluft führt durch den Kapillarzug zu einer erhöhten Hydratation im Oberflächenbereich. Das bedeutet, dass „oben“ ein kleineres Volumen ist als „unten“ und der Estrich stark schüsselt. Zu viel Wärme zum Beispiel durch Zwangstrocknungen mit Heizungen führen zum Abbruch der Hydratation bzw. des Kristallwachstums. Daraus resultiert ein Schaden, wenn der Estrich Feuchte bekommt, z. B. durch Wasser aus einem Verlegemörtel. Die Begehbarkeit richtet sich nach der Art des Zements (CEM I, CEM II), der Dicke und den Umgebungsbedingungen. Ein schwimmend verlegter Zementestrich sollte frühestens nach 3 Tagen begangen werden. Nach 28 Tagen kann die erste Feuchtemessung durchgeführt werden.

Soll der Zementestrich mit einem Bodenbelag versehen werden, so muss der Estrich „genügend trocken“ (3.1.1 der DIN 18365 – Bodenbelagsarbeiten) sein. Nach einer Empfehlung zweier Verbände aus dem Jahr 2007 soll die Feuchtigkeitsmessung mit der Calciumcarbid-Methode (CM) nach DIN EN 18560 durchgeführt werden. Die so genannte Belegreife soll erreicht sein, wenn der Estrich eine Restfeuchte von maximal 2,0 CM % (unbeheizt) bzw. 1,8 CM % (beheizt) aufweist. Sowohl die Messmethode als auch die empfohlenen Grenzwerte werden kritisiert; nach einer im März 2012 veröffentlichten Studie der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) und der Universität Siegen trennt der CM-Grenzwert von 2 % belegreife Estriche nicht sicher von nicht belegreifen Estrichen. Bei diesem Grenzwert werden auch nasse Estriche als trocken bewertet.[2] Die DIN EN 18560 sagt außerdem, dass die Beurteilung der Belegreife zur Prüfpflicht des Oberbodenlegers direkt vor der Verlegung gehört

Bisher wird die Feuchtemessung bei Estrichen jedoch weiterhin nach der CM-Methode nach DIN 18560-1 durchgeführt. Die aktuellste Version der Norm DIN EN 18560 ist aus dem Jahre 2015. Diese Prüfmethode gilt auch für Calciumsulfat- und Magnesiaestriche, nicht aber für Kunstharz- und nicht für Gussasphaltestriche.

Schnellestriche auf Zementbasis bestehen aus Zement mit Zusätzen. Hier gelten andere Bedingungen für die Erhärtung und die Belegreife, die von Art und Wirkung des Zusatzes abhängt. Diese Estriche unterliegen nicht der DIN 13813 und gelten als Sonderkonstruktion. In dem Merkblatt 14 der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) wird festgestellt, dass sich bei Schnellestrichen grundsätzlich keine verlässlichen Aussagen zur Belegreife machen lassen. Die Ausnahme bilden Estriche mit ternären Bindemitteln. Dabei handelt es sich um Drei-Stoffgemische bestehend aus Portland-/Normalzement, Aluminatzement (Tonerdeschmelzzement), Calciumsulfat und weiteren Additiven. Dabei sind die Angaben vom Hersteller maßgeblich.

Ausgestemmter Zementestrich gilt als normaler Bauschutt, sofern keine organischen Bestandteile >5 % enthalten sind. Grundlage dafür ist die Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV).

Gussasphaltestrich (AS)

Der wasserfreie Gussasphaltestrich (AS) (von Mastic Asphalt screed) nach DIN EN 12591 besteht aus einem Gemisch aus Bitumen und Gesteinskörnungen (einschließlich Füller). Je nach Belastungsanforderungen werden normalerweise maximale Korngröße zwischen fünf und elf Millimeter verwendet.

Da dieses Gemisch auf eine Temperatur zwischen 220 °C und 250 °C erhitzt werden muss, ist der Gussasphaltestrich beim Einbau gieß- und streichbar und braucht nicht verdichtet zu werden. Er kann schwellen- und fugenlos eingebracht werden. Seine geringe Wärmeleitfähigkeit und seine trittschallmindernde Eigenschaft können dazu führen, dass abhängig von den bauphysikalischen Anforderungen an die Deckenkonstruktion keine Dämmungen eingebaut werden müssen. Er ist wasser- und wasserdampfdicht und stellt in Verbindung mit geeigneten Bitumen-Schweißbahnen oder einer Asphaltmastix eine Abdichtung im Sinne der DIN 18195 dar.

Die Einbaudicke von Gussasphaltestrich beträgt mindestens 20 mm. Liegt die Einbaudicke bei über 40 mm so muss der Estrich in zwei Lagen eingebracht werden. Vor dem Erkalten wird die Oberfläche mit feinem Sand abgerieben.

Der Gussasphaltestrich kann entweder als Verbundestrich mit einer Bitumen-Schweißbahn als Haftbrücke oder als Schwimmender Estrich auf einer Trennlage mit Dämmschicht eingebaut werden. Auch als Heizestrich ist Gussasphalt einsetzbar, wobei hier nur die Härteklasse ICH 10 zulässig ist. Gussasphaltestrich wird, im Gegensatz zu Estrichen mit anderen Bindemitteln, aufgrund seiner Stempeleindringtiefe (nach DIN EN 12697-20) klassifiziert. Es gibt die Härteklassen IC 10, IC 15, IC 40, IC 100. Je höher die Zahl, desto weicher der Estrich.

Vor einer Belegung mit mineralischen Werkstoffen (Naturstein, Keramik, Betonwerkstein) ist i. d. R. eine Entkopplung oder eine Sperrschicht zu erstellen. Mörtelwasser ist hochalkalisch und kann die Oberfläche des AS kalt verseifen und eine Anhaftung erschweren. Hinzu kommt eine Verfärbungsgefahr durch wandernde bituminöse Stoffe. Ein weiterer Nachteil ist die langsame Bewegung bei Wärme und statischen und dynamischen Lasten.

Der größte Vorteil des Gussasphaltestrichs ist die kurze Belegreife, so lässt sich ein Gussasphaltestrich meist schon nach einer kurzen Abkühlzeit von 2–3 Stunden begehen und im besten Fall nach etwa 4 Stunden belegen. Und die Verlegung ist unabhängig von der Außentemperatur oder Witterung. Zusätzlich ist Gussasphaltestrich resistent gegen die meisten Laugen und Säuren und somit auch für Industriefußböden interessant.

Der größte Nachteil sind die hohen Kosten. Außerdem ist der Einbau in oberen Stockwerken oft problematisch, da der Estrich kaum pumpfähig ist.

Kunstharzestrich (SR)

Mit der internationalen Bezeichnung SR (von synthetic resin screed) werden Kunstharz­estriche, in der Regel Epoxydharz­estriche, bezeichnet. Aber auch Polyurethan, Polymethylmethacrylat und andere Kunststoffe sind möglich. Außerdem werden oft Farbpigmente zugegeben. Kunstharzestriche werden auf trockenen Untergrund meist in einer einzigen dünnen Schicht von ca. 8–15 mm eingebaut. Er ist unmittelbar nach dem Mischvorgang zu verarbeiten und eine Verdichtung ist in der Regel auch notwendig.

Diese sehr teuren Untergründe werden nur in Sonderfällen eingebaut, zum Beispiel wenn man kurze Trocknungszeiten oder hohe dynamische Belastbarkeit benötigt. Die Schrumpfung bei der Polyaddition liegt je nach Produkt bei 1 bis 5 Prozent. Dies ist bei der Auswahl des Verlegematerials zu berücksichtigen.

Kunstharzestrich ist wasserbeständig, er bildet eine nicht staubende flüssigkeitsdichte Schicht die für schwere mechanische Beanspruchung genutzt werden kann. Gegen die meisten Chemikalien ist der Estrich unempfindlich. Neben dem hohen Preis ist gibt es noch den Nachteil, einer möglichen Gefahr durch die Härter, wie z. B. Bisphenol A. Diese stehen in dem Verdacht, Unfruchtbarkeit zu verursachen. Auch ist ggf. eine Änderung der Brandklasse der Gesamtkonstruktion möglich. Der Estrich verliert bei höheren Temperaturen seine Beständigkeit und kann in der Regel Temperaturen über 100 °C nicht widerstehen. Polykondensate, wie Polyester, sind durch die hohe Schrumpfungsrate nicht geeignet.

Die Aushärtungszeiten sind von dem gewählten Kunstharzbindemittel, sowie den Temperaturen bei Einbau und Aushärtung abhängig. Nach 3 bis 7 Tagen ist der Estrich üblicherweise belastbar.

Kunstharzestrich gilt als Sondermüll und muss beim Entsorger entsprechend deklariert werden.

Calciumsulfatestrich (CA)

Unter Calciumsulfatestriche (CA) werden Estriche zusammengefasst, deren Bindemittel auf Calciumsulfathalbhydrat oder auf wasserfreiem natürlichem oder synthetischem Calciumsulfat (sogenannter Anhydrit) besteht. Mit Wasser reagierend entsteht Calciumsulfatdihydrat (Gips). Calciumsulfatestriche werden nach DIN EN 13813 mit CA (vom englischen „calcium sulfat screed“) gekennzeichnet und umgangssprachlich häufig als Anhydritestrich bezeichnet.

Aufgrund des geringen Schwindverhaltens weisen CA nicht das für Zementestrich übliche Schüsseln bzw. spätere Randabsenkungen auf und können großflächig (bis zu 1000 m²) ohne Dehnfugen verlegt werden. Bewegungsfugen der Unterkonstruktion sind jedoch trotzdem zu übernehmen und bei Kombination mit einer Fußbodenheizung sind auch Dehnungsfugen vorzusehen. Sie werden als konventionell zu verarbeitender Estrich oder als Fließestrich eingebaut und sind mit 2–3 Tagen früh begehbar. Calciumsulfatestriche sollten frühestens nach 5 Tagen höher belastet werden. Als Fließestriche können CA nach DIN 18560-2 auch mit CAF gekennzeichnet werden. CAF haben die weiteren Vorteile der schnellen, verarbeitungsfreundlichen Verlegung, der geringeren Estrichdicke und der guten Wärmeleitfähigkeit bei Heizestrichen.

Calciumsulfatestriche sind ökologisch und biologisch unbedenklich und benötigen außerdem keine Nachbehandlung. Allerdings muss der Estrich nach dem Einbringen mindestens zwei Tage auf mindestens 5 °C warm gehalten werden und vor schädlichen Einwirkungen wie zum Beispiel Schlagregen, zu starker Erwärmung oder Zugluft geschützt werden

CA sind nicht wasserbeständig und dürfen keiner andauernden Durchfeuchtung ausgesetzt werden. Sie sind deshalb nicht für den Einsatz in gewerblichen Nassräumen oder für Außenanwendung geeignet. In häuslichen Feuchträumen (z. B. Bad) werden sie durch eine Verbundabdichtung geschützt.

Bei späterer Durchfeuchtung ist ein höheres Schimmelrisiko als bei Zement- oder Gussasphaltestrich zu erwarten.

Vor Belagsverlegung bzw. Voranstrich muss der CA auf eine Restfeuchte von 0,5 %, als Heizestrich auf 0,3 % heruntertrocknen. Die Restfeuchte wird mit einem CM-Messgerät ermittelt.

Calciumsulfatestrich gilt als normaler Bauschutt, wenn keine organischen Bestandteile >5 % vorhanden sind.

Magnesiaestrich (MA)

Magnesia­estrich MA (von Magnesite screed) ist auch unter der früheren Bezeichnung als Steinholz bekannt. Nach 1945 war Zement rationiert, Magnesit nicht. Deshalb ist er in vielen Altbauten zu finden. Magnesia ist vielen von Turnwettbewerben als „Trockenmittel“ für die Hände bekannt. 1867 entdeckte Stanislas Sorel, dass Magnesia mit Magnesiumchlorid zu einer zementartigen Masse erstarrt. MA ist leicht einfärbbar und wurde oft mit Holzmehl oder Holzstückchen vermischt.

Magnesiaestrich wird heute nach DIN 14016 aus kaustischer Magnesia (MgO) und einer wässrigen Magnesiumsalzlösung (MgCl2, MgSO4) hergestellt. Als Zuschlag werden anorganische oder organische Füllstoffe verwendet. Außerdem wird teilweise Farbpigmente hinzugegeben

Sein besonderer Vorteil ist das geringe Gewicht und, aufgrund seiner Leitfähigkeit die Einsatzmöglichkeit als antistatischer Fertigboden. Außerdem weist er gute Wärme- sowie Schalldämmungswerte auf. Sein großer Nachteil ist die Feuchteempfindlichkeit und Korrosivität gegenüber Metallen, da bei Wasserzugabe das enthaltene Chlorid und Magnesiumhydroxid „ausgewaschen“ werden und der MA aufquillt. Er darf nie direkt mit wässrigem Mörtel in Kontakt kommen. Eine typische Verwendung heute ist die Verwendung als Nutzestrich für große trockene Flächen.

Wie die meisten anderen Estrichmörtel auch, muss Magnesiaestrich unverzüglich nach dem Mischvorgang eingebaut werden. Während des Einbaus und die folgenden zwei Tage muss die Temperatur über 5 °C gehalten werden. Außerdem ist der frische Mörtel für mindestens zwei Tage vor Wärme, Schlagregen und Zugluft zu schützen. Der Estrich ist frühstens nach zwei Tagen begehbar und sollte mindestens fünf Tage nicht höher belastet werden. Weiterhin ist Magnesiaestrich über Spannbetondecken wegen der hohen Korrosionsgefahr unzulässig.

Faserbewehrte Estriche

Eine Bewehrung für Estriche ist nach DIN 18560 grundsätzlich nicht erforderlich. Sinnvoll ist sie hauptsächlich bei Zementestrichen auf Dämmschichten zur Aufnahme von Stein- oder Keramikbelägen. Neben der Möglichkeit einer Bewehrung mit Estrichgittern gibt es die Faserbewehrung. Die Estrichgitter sind auf weichen Dämmschichten schwer lagegenau einzubauen und erschweren darüber hinaus den sauberen Einbau einer Estrichschicht, besonders auf Dämmschichten oder bei Heizelementen. Eine Faserbewehrung ist hingegen einfach einzubauen, die Fasern (Stahlfasern, alkalibeständige Glasfasern, Kunststofffasern) werden dem Estrichmörtel zugemischt. Eine Faserbewehrung wird hauptsächlich zur Verminderung von Rissen eingesetzt. Eine vollständige Vermeidung von Rissen kann auch mit einer Faserbewehrung nicht erreicht werden. Die Funktion einer konstruktiven Bewehrung können Fasern erst bei höherer Menge, welche bei Estrichen unüblich sind, übernehmen. Die Zugabe von Fasern kann die Bildung von Schrumpf- und Frühschwindrissen im Estrich verringern. Anzumerken ist jedoch, dass eine Faserzugabe die Konsistenz des Estrichmörtel herabsetzt und so die Verarbeitung erschwert. Gegenüber früher üblichen Stalhbewehrungsmatten ist eine Faserbewehrung deutlich preisgünstiger.

Zementestriche

Für alle zementgebundenen Estriche empfehlen sich alkaliresistente (AR) Glasfasern. Diese sind auch bei der alkalischen Umgebung im Zement beständig. Besonders sinnvoll ist die Verwendung bei Heizestrichen oder Untergründen für keramische oder Natursteinbeläge.

Konstruktionsarten

Bei den Konstruktionsarten des Estrichs wird nicht nach Estrichbindemitteln, sondern nach der Bauweisen bzw. der Konstruktionsart unterteilt.

Verbundestrich

Der Verbundestrich wird direkt auf dem tragenden Untergrund aufgetragen und ist mit diesem kraftschlüssig verbunden. Da alle Kräfte direkt in den Untergrund abgeleitet werden, ist die Tragfähigkeit durch den Untergrund, i. d. R. eine Betondecke, bzw. durch die Druckfestigkeit des Estrichs begrenzt.

Die Estrichdicke spielt somit nicht die entscheidende Rolle. Bei einschichtigen Zement-, Calciumsulfat-, Magnesia- oder Kunstharzestrichen sollte die Nenndicke maximal 50 mm betragen. Bei Gussasphaltestrichen zwischen 20 und 40 mm. Das Wichtigste bei der Herstellung eines Verbundestrichs ist die richtige Untergrundvorbereitung, damit es zu keinen Hohllagen kommt und der Verbund zwischen Estrich und Untergrund gewährleistet ist. Dazu ist der Untergrund gründlich zu reinigen. Er sollte außerdem möglichst frei von Rissen sein. Für einen guten Verbund kann es auch sinnvoll sein eine Haftbrücke, zum Beispiel aus einer Kunststoffdispersion oder –emulsion, auf die Tragschicht aufzutragen. Ebenso ist ein teilweise Strahlen oder Fräsen, und gegebenenfalls ein Vornässen der Tragschicht erforderlich. Sind Rohrleitungen oder Kabel auf dem Untergrund müssen diese in einen Ausgleichsestrich eingebettet werden. Auch wenn der tragende Untergrund nicht eben genug ist, ist ein ebener Ausgleichsestrich einzubauen, auf dem anschließend der Verbundestrich gebaut werden kann. Besonders bei hohen dynamischen Lasten ist ein Verbundestrich zu wählen. Es gilt die DIN 18560-3.

Estrich auf einer Trennschicht bzw. Trennlage

Eine weitere Möglichkeit einen Estrich zu konstruieren ist als Estrich auf Trennschicht. Dabei befindet sich zwischen dem tragenden Untergrund und dem Estrich eine dünne Schicht, die die Bauteile voneinander trennt. Diese Schicht besteht in der Regel aus zwei Lagen, so dass der Estrich vom tragenden Untergrund entkoppelt wird und eine spannungsfreie Bewegung möglich ist. Bei Calciumsulfat- und Gussasphaltestrich ist die Trennschicht nur einlagig auszuführen. Auch an den angrenzenden Wänden wird die Trennschicht und zusätzlich ein Trennstreifen zur Verhinderung von Einspannung verlegt. Als Material für die Trennschicht wird zum Beispiel Polyethylenfolie, kunststoffbeschichtetes Papier, bitumengetränktes Papier oder Rohglasvlies verwendet.

Die Estrichkonstruktion mit Trennschicht wird zum Beispiel bei hohen Biegebeanspruchungen in der Tragkonstruktion eingesetzt oder wenn der Tragbeton wasserabweisend ist. Um den Boden vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen kann eine Abdichtung eingebaut werden, die zudem auch als eine Lage der zweilagigen Trennschicht gezählt wird.

Für eine funktionierende Konstruktion ist es wichtig, dass der tragende Untergrund eine ebene Fläche ohne unregelmäßige Erhebungen oder störende Rohrleitungen ist. Das Kriechen und Schwinden und die damit einhergehenden Verformungen des Rohbetons können die Ebenheit zusätzlich beeinflussen. Das kann dazu führen, dass die Bewegung des Estrichs eingeschränkt wird und sich durch Zwangsspannungen Risse bilden. Bei einem Altbau ist das Risiko in der Regel nicht mehr gegeben, da im älteren Untergrund so gut wie keine Schwindeffekte mehr auftreten.

Für einen Estrich auf Trennschicht (DIN 18560-4) werden die erforderlichen Festigkeits- bzw. Härteklassen in der DIN EN 13813 geregelt

Estrich auf einer Dämmschicht („schwimmender Estrich“ bzw. „Heizestrich“)

Eine weitere Konstruktionsart ist der Estrich auf Dämmschicht. Der Estrich liegt dabei auf einer Dämmschicht auf und wird seitlich von Dämmstreifen ummantelt, so dass keine direkte Verbindung zu dem angrenzenden Untergrund und den Wänden besteht, der Estrich „schwimmt“ sozusagen. Der Estrich wird dabei auf einer wasserundurchlässigen Folie verlegt, die die Dämmschicht vor Durchfeuchten schützt und die Schallübertragung weiter abdämpft. Sind in dem Estrich oder der Dämmschicht Heizelemente eingebaut, so spricht man von einem Heizestrich.

Die Dämmschicht hat die Funktion der Trittschalldämmung oder der Wärmedämmung. Zudem ist es möglich mehrere Dämmschichtlagen einzubauen. Als Dämmschicht werden meist Dämmmatten oder –platten verwendet. Typische Materialien sind z. B. Polystyrol-Hartschaum (EPS), extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS), Mineralfasern (Stein- oder Glaswolle) oder Holzweichfasern. Bei der Wahl des Dämmmaterials ist die Verformungsstabilität eine entscheidende Eigenschaft.

Aufgrund der weichen Dämmschicht kommt es immer wieder zu Schäden durch Absenkungen bei schwimmenden Estrichen. Verantwortlich können dafür zu hohe Lasten sein, die besonders in Plattenecken problematisch sind. Durch eine übermäßige Last kann ein einspannender Effekt entstehen wodurch der Estrich seinen schwimmenden Charakter verliert. Besonders das Problem des sogenannten „Aufschüsselns“ ist ein wiederkehrendes Problem.

Bei einem Heizestrich gibt es verschiedene Bauarten. So können die Heizelemente innerhalb (Bauart A), unterhalb des Estrichs (Bauart B) oder in einem Ausgleichsestrich (Bauart C) angeordnet sein.

Normenrechtlich gilt die DIN 18560-2, neben diversen Merkblättern des ZDB (Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) und des BEB (Bundesverband Estrich und Belag). Des Weiteren müssen Messstellen für die CM-Feuchtemessung ausgewiesen werden, je Raum mindestens 2 Messstellen, und bei Räumen über 50 m² mindestens 3. Bei Heizestrichen mit mehr als 8 m Seitenlänge oder mehr als 40 m² Fläche müssen unbedingt Bewegungsfugen eingebaut werden.

 

 

 

 

 

Belegereife

Eine Definition der Belegreife lautet: „Die Belegreife ist der erreichte Zustand eines Estrichs in Bezug auf Abbinde- und Trocknungsreaktionen, in dem er für die schadens- und mangelfreie, dauerhafte Aufnahme eines Belags geeignet ist.“ Dazu werden drei wesentliche zeitabhängige Parameter genannt:

• Ausreichende Trocknung

• Ausreichende Festigkeit

• Ausreichender Schwindungsabbau

Üblicherweise wird die Belegreife aber nur an der ausreichenden Trocknung festgemacht, dazu wird die CM-Messung verwendet. Ein Estrich muss die sogenannte Gleichgewichtsfeuchte erreicht haben damit er als belegreif gilt. Das bedeutet, dass sein Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft steht. Für Naturstein und Keramik ist zudem auch die Verformungsstabilität entscheidend, während bei Parkett bzw. Weichboden, wie PVC, Linoleum oder Kautschuk die Feuchtigkeit ausschlaggebend ist.

Für den Natursteinbereich bedeutet es, dass die zu erwartende Schwindung des Estrichs so weit wie möglich abgeschlossen sein muss. Bei zu hoher Raumtemperatur oder eingeschalteter Fußbodenheizung wirkt der Estrich zwar trocken, ist aber noch lange nicht belegreif. Für die mit Wasser angemischten Estrichmörtel sind ausreichend lange Trocknungszeiten (inkl. Aushärtung) einzuhalten.

Je nach Luftwechsel, Raumtemperatur, relativer und absoluter Luftfeuchte kann sich diese Zeit erheblich verlängern. Die Werte für die zulässige Restfeuchte bis zur Belegreife sind abhängig von der Estrichart, von der unbeheizten oder beheizten Konstruktion und von der späteren Belagsart. Eine Zwangstrocknung kann zu einer unterbrochenen Hydratation führen und bei späterem Feuchteeintrag (Mörtel des Oberbelags) Verformungen mit Rissbildung hervorrufen. Die Richtwerte für den Feuchtegehalt bei Belegreife nach der CM-Methode betragen für beheizte Zementestriche 1,8 CM-% (bei unbeheizt 2 CM-%). Wenn der gemessene Wert den Richtwert unterschreitet ist der Estrich belegreif.

Bei Calciumsulfatestrichen ist eine erhöhte Trockenheit notwendig. Der Richtwert liegt bei 0,3 CM-% (bei unbeheizt 0,5 CM-%). Außerdem sind Calciumsulfatestriche vor aufsteigender Feuchtigkeit oder Wasserdampfdiffusion mit Dampfsperren und Abdichtungen zu schützen.

Die angegebenen Werte entsprechen CM-%. Diese Werte werden mit einem Calciumcarbid-Messgerät (CM-Gerät) ermittelt. Die CM-Messung ist normativ vorgeschrieben. Dabei wird eine kleine Menge Estrich aus dem vorhandenen Estrich entnommen, zerkleinert und unter Zugabe von Calciumcarbid in einer Stahldruckflasche aufgeschüttelt. Das Calciumcarbid reagiert unter Druckanstieg mit dem Restwasser zu dem Gas Ethin (Acetylen). Der Druck wird mittels Manometer gemessen und kann mit einer Eichtabelle auf CM-% umgerechnet werden. Mit Zusätzen, die so genannte „schnell trocknende Estriche“ enthalten, kann die Belegreife ggf. verkürzt werden. Diese Schnellestriche sind keine normgerechten Estriche, sondern Sonderkonstruktionen. Sie sind daher mit Vorsicht zu benutzen, weil teilweise keine sicheren Aussagen über die Belegreife gemacht werden können, es muss sich auf die Angaben des Herstellers verlassen werden.

Trockenestriche

Unter einen Trockenestrich versteht man einen Estrich aus vorgefertigten Teilen, die auf der Baustelle kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Daher ist er auch unter dem Namen „Fertigteilestrich“ oder „Trockenunterboden“ bekannt. Alle Trockenestriche sind nicht normativ erfasst. Es handelt sich hierbei generell um Sonderkonstruktionen, die besonders beauftragt werden müssen. Hierbei hat der Planer eine wesentlich höhere Verantwortung bzw. Planungshaftung. Es gilt die VOB/C ATV DIN 18340 „Trockenbauarbeiten“ und für Fertigteileestriche aus Holzspanplatten ist die DIN 68771 zu beachten.

Bei Trockenestrichen kommen nachfolgende Materialien zum Einsatz:

• Holzspanplatten (auch zement- oder magnesitgebunden)

• OSB-Platten, Hartholzfaserplatten

• Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten

• Beton- und zementäre Estrichplatten.

Bei unebenen Untergründen ist eine Einebnung notwendig, z. B. durch eine Schüttung. Diese besteht je nach System z. B. aus Tonkügelchen, Kunststoffen oder anderen Materialien. Eine Spachtelung des Untergrunds wäre bei kleineren Unebenheiten möglich. Hierbei sind aber das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten und eine Reaktion auf dynamische Lasten zu berücksichtigen (Bauphysik). In Nassbereichen ist zusätzlich die Belastbarkeit durch Feuchte zu berücksichtigen. Es ist erforderlich, dass die einzelnen Fertigteilplatten zu einer tragenden Estrichplatte konstruktiv verbunden werden. Dazu gibt es die folgenden vier Verbindungsarten:

• Stumpf gestoßen und verklebt

• Geklebtes Verbindungssystem mit Nut und Feder

• Breiter Stufenfalz, geklebt oder verschraubt mit Verklebung

• Zweilagige Verlegung mit versetzten Fugen, Lagen ganzflächlig verklebt/verschraubt

Vor- und Nachteile von Trockenestrichen

  • Vorteile von Trockenestrichen:
    • keine Wartezeit durch Trocknung,
    • keine Trocknungsprotokolle,
    • keine CM-Messung notwendig,
    • keine Feuchtigkeitsbelastung des Baukörpers,
    • teilweise leichterer Aufbau, analog einem Magnesitestrich,
    • geringere Konstruktionshöhen als konventionelle Estriche sind möglich,
    • größere Höhendifferenzen sind durch Schüttungen ausgleichbar, dadurch geringere Gewichtsbelastung.
    • bei Fußbodenheizung weniger Masse betroffen, daher schneller aufheizbare Räume.
  • Nachteile von Trockenestrichen:
    • ebener Untergrund ist erforderlich (Schüttung, Spachtelung),
    • die Kombination Konstruktion und Belagsart muss ggf. von einem Bauphysiker errechnet werden,
    • geringere Belastbarkeit bei dynamischen Lasten, wie zum Beispiel Rollstühle,
    • Standardtabellen für Trittschalldämmung sind nicht anwendbar,
    • bei Fußbodenheizungen sind Temperaturobergrenzen zu beachten,
    • die Feuchteempfindlichkeit hängt vom Estrichmaterial und dem System des Höhenausgleichs ab,
    • Standardtabellen zur Wärmeleitfähigkeit bei Heizungen sind nicht anwendbar,
    • höhere Kosten,
    • generell Sonderkonstruktionen mit höherem Haftungsrisiko für den Planer und die ausführenden Unternehmen.

Normen

Die geltenden Normen für Estriche sind innerhalb der EU:

  • DIN EN 13318 Estrichmörtel und Estrich-Begriffe
  • DIN EN 13813 Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen
  • DIN EN 13892 Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen, Teil 1 bis 8

Zusätzlich gilt in Deutschland:

  • DIN 18560 Estriche im Bauwesen, deutsche Anwendungsregeln
    • Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfung und Anwendungsregeln
    • Teil 2: Estrich und Heizestriche auf Dämmschichten
    • Teil 3: Verbundestriche
    • Teil 4: Estriche auf Trennschicht
    • Teil 7: Hochbeanspruchte Estriche (Industrieestriche)

Konformitätskontrolle

Die Konformitätskontrolle bei normativ erfassten werkgefertigten Estrichen umfasst die Erstprüfung und eine werkseigene Produktionskontrolle bzw. Eigenüberwachung.

Eine Erstprüfung muss bei Produktionsbeginn des Estrichs bzw. vor der Herstellung eines jeweils neuen Produktes oder aber bei Veränderungen von Reaktanten durchgeführt werden. Auch eine Veränderung und eine Umstellung des Herstellverfahrens erfordern eine jeweilige Erstprüfung. Die erforderlichen Prüfungen für die jeweilige Estrichtart ist in der DIN EN 13813 geregelt.

Bei sogenannten Baustellenestrichen erfolgen eine Prüfung der Lieferscheine sowie eine Sichtprüfung der Edukte. Der Herstellungsvorgang als solcher muss in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. In Ausnahmefällen kann eine Erhärtungsprüfung anfallen und in Sonderfällen, wenn erhebliche Zweifel an der Güte des Estrichs im Bauwerk bestehen, kann auch eine Bestätigungsprüfung notwendig sein

Quelle:wikipedia

Pitch Pine

Mit Pitchpine (vom englischen Begriff Pitch Pine für die Pechkiefer, lat. Pinus rigida) werden schwere und kernholzreiche Kiefernhölzer bezeichnet. Der Begriff bezeichnet keine spezielle botanische Art, sondern ist ein Sammelbegriff der Holzwirtschaft für die beste Qualität an Nadelholz („das härteste Nadelholz der Welt“), das heute kaum noch verfügbar ist. Dieses Kernholz hat teilweise Jahresringe unter 1 mm Breite, ist sehr harzreich und mit ca. 710 g/dm³ dementsprechend schwer.

Früher war „Pitch Pine“ außerdem einer von mehreren englischen Begriffen für die Sumpfkiefer (Pinus palustris).

Das weltweit vermarktete Holz der Pechkiefern stammt aus Kanada, aus dem Südwesten der USA und aus Mittelamerika, insbesondere aus Honduras (Honduras Pitch Pine) von sehr alten und großen Bäumen, die dort inzwischen weitgehend gefällt sind. Pitchpine wird vorwiegend zur Herstellung von Fußbodendielen, Wand- und Deckenverkleidungen verwendet. Da das Holz sehr häufig als Dielen in Gebäuden der Gründerzeit verwendet wurde und die damals verbauten hochwertigen Holzqualitäten rar sind, gibt es einen Markt für alte Dielen.

1933 verwendeten die in den Jahren zuvor in Deutschland gegründeten Radiosender bevorzugt das Holz der Pechkiefer zum Bau von Sendetürmen, unter anderem auch für den Sendeturm des Bayerischen Rundfunks, damals „Reichssender München“ in München-Ismaning. Die Holzstämme für insgesamt 3 Sendetürme wurden damals von Kanada per Dampfschiff nach Europa transportiert.

Fertigparkett 

Fertigparkett ist ein bereits verlegefertig produzierter Bodenbelag aus Holz bzw. mit Holzoberfläche für Räume in geschlossenen Gebäuden.

Beim Fertigparkett sind die einzeln zu verlegenden Stäbe oder Planken schon fertig versiegelt oder geölt etc. Das Parkett aus Massivholz oder als Mehrschichtparkett (Edelholznutzschicht auf ein Trägersystem aus meist günstigerem Nadelholz oder Multiplex mit oder ohne Gegenzug aufgebracht) ist frei von Oberflächenfehlern und besonders passgenau verarbeitet. Der Vorteil liegt im Besonderen in der einfachen und kostengünstigen Montage auf der Baustelle, da schleifen, kitten und endbehandeln entfällt. Ein Fertigparkett ist wesentlich schneller „bewohnbar“. Einfache Mehrschichtparkettböden sind wegen der im Vergleich zum Stabparkett wesentlich dünneren Nutzschicht (meist nur 2–6 mm) auch günstiger als Stab- oder Mosaikparkett. Eine besonders hochwertige Variante ist scharfkantiges Massivparkett als Fertigparkett mit lackierten Oberflächen.

Ein abgenutzter oder verkratzter Parkettboden kann durch Abschleifen und anschließende Neulackierung renoviert werden. Bei Mehrschichtparkettboden ist dies wegen der geringen Dicke der Nutzschicht jedoch nur ein- oder zweimal möglich, da dann die oberste Holzschicht „durchgeschliffen“ ist und der Untergrund sichtbar wird.

Unterscheidungsmerkmale

Fertigparkett gibt es von mehreren Herstellern in verschiedenen Varianten, welche sich durch einige Kriterien voneinander unterscheiden.

Holzart

Parkette werden traditionell aus Eiche, Buche oder Nadelholz hergestellt. Es gibt jedoch auch Parkette aus anderen Hölzern wie Kirsche, Ahorn, Esche, Nussbaum, Birke oder Teak.

Die Holzarten unterscheiden sich neben dem Aussehen in ihrer Struktur und Festigkeit. Die Härte von Holzbelägen wird mit dem Brinell-Verfahren ermittelt. Dabei wird unter definierten Umgebungsvoraussetzungen eine Stahlkugel auf das Holz gedrückt. Deren Abdruck wird vermessen und gibt die Härte des Holzbelags wieder.

Sortierung

Die meisten Hersteller bieten ihre Parkette in unterschiedlich sorgfältiger Auslese an. Eine feinere Aussortierung von Holzstücken mit Fehlern und Astlöchern sorgt für ein gleichmäßigeres Aussehen des Bodenbelags. Werden die Holzstücke nicht aussortiert, bleibt ein urwüchsiges, rustikales Aussehen.

Schichtaufbau

Massivparkett als Fertigparkett ist aus einem massiven Stück Holz. Beim Mehrschichtparkett ist der Schichtaufbau ein wesentliches Qualitäts- und Unterscheidungsmerkmal. Die oberste Schicht ist immer die, wahlweise geölte oder lackierte, Echtholzschicht. Darunter können sich eine oder mehrere Träger- und Stabilitätsschichten befinden. Meist werden für diese Schichten Fichtenstäbe verwendet. An einigen Fertigparkettsorten ist eine Trittschalldämmung direkt als unterste Schicht angebracht, bei anderen ist eine separate Trittschalldämmung als Untergrund zu verlegen.

Verlegeweise

Ursprünglich wurde Mehrschichtparkett immer durch Anleimen der zusammenzusteckenden Nut und Feder stabilisiert und feuchtigkeitsfest gemacht. Seit einiger Zeit werden jedoch immer mehr Mehrschichtparkette zur leimlosen Verlegung und/oder mit diversen „Klick-Systemen“ zur einfacheren Montage angeboten. 2-schicht Fertigparkett ist schubfest zu verlegen, also zu kleben oder zu nageln.

Anmerkungen zur Verarbeitung

Fertigparkett kann teilweise, je nach Art, schwimmend (ohne am Unterboden befestigt zu werden) verlegt werden. Dabei ist, wie bei dem mit dem Untergrund fest verbundenen Fertigparkett, eine Dehnungsfuge zur Wand bzw. beim Übergang auf andere Bodenbeläge zu erstellen. Diese verhindert eine Wölbung des Bodenbelages bei Feuchtigkeitsänderung (Quellen und Schwinden).

Unterschied zu Laminat

Parkett, sowie auch Fertigparkett, besitzt immer zumindest eine aus Echtholz gefertigte oberste Schicht, während der preisgünstigere, Parkett nachahmende, Bodenbelag Laminat lediglich eine in Farbe und Struktur holzähnliche Kunststoffoberfläche besitzt.

Quelle : Wikipedia

Dielenboden

 

Alte Fußbodendiele aus Pitch Pine

Ein Dielenboden, auch Schiffboden oder Riemenboden, ist ein Holzfußboden aus Brettern, in Raumlängen oder variierenden Längen. Er ist neben dem Holzpflaster (auch Stöckelboden genannt) aus kurzen Stirnholz-Abschnitten die älteste Form des Holzbodens.

Eine spätere Entwicklung sind Parkettböden, die aus Holzstäben zusammengesetzt werden, die in der Regel kürzer als ein Meter sind und meist aus Hartholz mit umlaufender Nut oder mit gefräster Nut und Feder vorgefertigt werden.

Die Dielen

Dielen können aus jeder Holzsorte hergestellt werden, die sich in der gewünschten Breite rißfrei aufschneiden lässt. Im Gegensatz zu Brettern für den allgemeinen Bedarf wird das Rundholz bevorzugt im Riftschnitt aufgetrennt, so dass die Jahresringe des fertigen Dielenbretts vorwiegend senkrecht stehend verlaufen. Liegende Jahresringe können insbesondere bei schnellwachsendem Nadelholz dazu führen, dass sich stellenweise eine flach auslaufende, splittrige Holzschicht entlang des Verlaufs der Jahresringe von der Oberfläche des Fußbodens löst.[1]

Erwünscht ist trockenes und maßhaltiges Holz, um eine langfristige versatz- und fugenfreie Oberfläche zu erhalten.

Traditionell werden massive Dielen in Stärken von 21 bis etwa 40 mm und einer Breite ab 80 mm verwendet. (Schnittholz in einer Stärke von mehr als 40 mm wird nicht mehr als Brett, sondern als Bohle bezeichnet.) Ähnlich wie Parkettstäbe werden Dielenbretter heute meist mit ein- oder zweiseitig eingeschnittener Nut sowie herausgefräster Feder auf der jeweils gegenüberliegenden Seite gefertigt. Durch die Nut- und Federverbindung verteilen sich punktuelle Belastungen auf mehrere nebeneinanderliegende Dielen, so dass sich auch dünnere Bretter ab etwa 15 mm Stärke verwenden lassen. Sollten im verlegten Boden Fugen auftreten, so können diese bei gespundeten Brettern mit einer Kittmasse gefüllt oder mit Holzleisten (“Holzspliss”[2]ausgespant werden, ohne dass sich das Fugenmaterial später wieder löst, wie es bei historischen Dielen der Fall ist, die sich gegeneinander bewegen.

Die Größe der Dielen wird begrenzt durch Faktoren wie Stammlänge und -breite, Schwindverhalten des Holzes, Größe der Trockenkammer und den Transportmöglichkeiten. Möglich sind häufig Längen bis etwa 15 m und Breiten bis 60 cm. Besonders breite und lange Massivholzdielen werden als Schlossdielen bezeichnet. Hochwertige Holzböden werden oft durchgehend in Raumlänge verlegt.

Heute werden Dielen auch in der Art von Furnier- oder Brettschichtholz zwei- oder mehrschichtig verleimt und im Handel oft als Landhausdielen bezeichnet.

  • Bei der Fertigung entsteht kaum Verschnitt, da die Schichten vor dem flächigen Verleimen per Keilzinkenverbindung endlos aneinandergesetzt werden.
  • Durch die Verleimung von mehreren vorgetrockneten Schichten kann eine für Trag- und Nutzschichten jeweils passende Holzqualität ausgewählt werden. Dadurch ergibt sich ein sehr maßhaltiger Dielenboden.
  • Für die Sicht- und Nutzfläche wird ein festes und fehlerfreies Holz mit gleichmäßiger Maserung ausgewählt, während in den anderen Schichten Resthölzer verarbeitet werden können.
  • Die oberste Schicht sollte wenigstens 8 mm stark sein, damit der Holzfußboden zur Renovierung einige Male abgeschliffen werden kann, ohne die Nutzschicht durchzuschleifen.

Als Nadelholz werden meist Kiefer, Lärche oder Fichte bzw. Tanne verwendet. In Altbauten wurden um 1900 häufiger die Importhölzer Pitch Pine und Oregon Pine (Douglasie) verwendet. Hochwertigere Fußböden werden aus den Laub- oder Tropenhölzern hergestellt.

 

Spundung bei Holzdielen, die auch stirnseitig angewendet werden kann.

Vor dem Aufkommen von Sägewerken wurden Dielen per Hand gesägt. Sehr breite Dielen wurden aus der Mitte des Stammes gesägt, da sich diese sogenannten „Herzbretter“ weniger verziehen. Damit waren Dielen mit Breiten von bis zu einem Meter möglich, die einen ähnlich gleichmäßig liegenden und stabilen Boden ergeben wie gespundete Bretter. die Rißbildung wurde in Kauf genommen. Mit der industriellen Holzverarbeitung (in Deutschland etwa ab 1850) konnten die Dielen dünner und einheitlich breit gefertigt werden und wurden meist durch eine Nut- und Federverbindung gespundet. Die Länge war so bemessen, dass sie der Raumlänge quer zur Balkenlage entsprach. Bei sehr großen Räumen oder Fluren wurden die Dielen längs auf einem Deckenbalken gestoßen.

Statt den früher üblichen variablen Längen werden Landhausdielen und viele Massivholzdielen heute mit einer feste Konfektionslänge von etwa zwei Meter geliefert und sind allseits gespundet. Durch die Nut- und Feder-Verbindung der Dielen untereinander müssen sie nicht auf den Balken gestossen werden und können somit fortlaufend ohne Verschnitt verlegt werden.

Konstruktion und Funktion

 

Verzapfungsarten und Fixierung von Dielenböden

Bei traditionellen Holzbalkendecken wurden die Dielenbretter direkt auf die Deckenbalken genagelt. Bei gespundeten Dielen werden in der Regel Stifte (Nägel mit kleinem Kopf) schräg durch die Feder getrieben, so dass der Nagel an der Oberfläche nicht sichtbar ist. Bei der Altbausanierung können unebene und durchgebogene Balkenlagen durch entsprechend zurechtgeschnittene Futterhölzer (zum Ende hin spitz auslaufende Leisten) in der Höhe ausgeglichen werden. Ist die Seite der Balken zugänglich, so lässt sich der Höhenausgleich leicht herstellen, indem Bohlen seitlich an die Balken gerschraubt werden. An durchhängenden Balken werden die Bretter den Balken gegenüber nach oben überstehend befestigt, so dass die Dielen an diesen Stellen alleine von den Bohlen getragen werden.

Bis 2008 konnte bei Mauerwerksbauten mit bis zu 2 Vollgeschossen und aussteifenden Wänden nach DIN 1053 Teil 1 Abb. 2.1 eine „Scheibe nach DIN 1052-1 ohne rechnerischen Nachweis“ gemäß DIN 1052:1988 angenommen werden,[3] wenn

  • tragende Deckenschalungen (z. B. Dielenboden) aus Brettern mit wenigstens 12 cm Breite oder Holzwerkstoffplatten vorhanden sind,
  • Zuganker nach DIN 1053 Teil 1 Abschnitt 3.3.3.2. angeordnet werden und
  • das Gebäude durch Wände entsprechend DIN 1053 Teil 1 Tabelle 3, von Wand zu Wand durchlaufend ausgesteift ist.[4]

Historisch wurde die statische Aussteifung auch durch im 45°-Winkel zu den Balken verlegte Dielen oder durch zusätzliche, diagonal verlegte Stahlbänder erreicht. Heute übernehmen dies meistens Unterböden aus breiten Werkstoff- oder Gipsfaserplatten.

Werden Dielen unmittelbar auf den Holzbalken befestigt, so übertragen diese Trittschall und in geringem Masse auch Luftschall auf angrenzende Räume. Darunterliegende Räume können durch eine abgehängte, schalltechnisch entkoppelte Unterdecke vor der Übertragung von Geräuschen geschützt werden. In reinen Holzbauten übertragen die Deckenbalken den Trittschall jedoch über ihre Auflager in das gesamte Bauwerk. In diesem Fall sowie wenn in Massivbauten auf eine schwingend aufgehängte Unterdecke verzichtet werden soll, sollte der Dielenboden nicht direkt auf den Holzbalken befestigt werden.

In der Regel werden heute zunächst Lagerhölzer lose auf die Deckenbalken gelegt, die durch dazwischenliegende Trittschall-Dämmstreifen (z. B. Filz) von den Balken entkoppelt sind. Die Lagerhölzer werden nach dem Verlegen des Bodens ausschließlich mit den Dielen verschraubt. Es ist besonders darauf zu achten, dass keine Schraube durch den Trittschallschutz bis in den Deckenbalken geschraubt wird. Dielen können alternativ auf einen Tragschicht aus Plattenmaterial oder auf einen gut durchgetrockneten Estrich verlegt werden. Traditionell wurden die Lagerhölzer oft auch lose in die Füllung aus Hochofenschlacke gelegt, die zum Brand- und Luftschallschutz in die Zwischenräume der Balken eingebracht wurde und beispielsweise von einem darunter befindlichen Blindboden aus Einschieblingen getragen wurde.

Ein Dielenboden auf Massivdecken wie Beton benötigt Lagerhölzer, die auf dem rohen Boden liegen können oder mit elastischen Klebstoffen direkt auf den Estrich geklebt werden. Die Oberfläche blieb entweder unbehandelt oder wurde mit Ochsenblut oder Bohnerwachs versiegelt. Später kam die Versiegelung mit Klarlack hinzu, in neuester Zeit ist das Ölen eine Alternative.

In der Gegenwart werden Mehrschicht-Dielen, die als gespundet oder auch als Klick- bzw. Lock-Systeme angeboten werden, schwimmend auf Estrich oder Blindböden verlegt oder verklebt. Derartige Bodenaufbauten haben keine tragende oder statische Funktion mehr.

Quelle: Wikipedia

Parkett

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz oder Bambus für Räume in geschlossenen Gebäuden. Das Holz, in der Regel Hartholz von Laubbäumen, wird dazu in kleine Stücke gesägt und nach bestimmten Mustern zusammengesetzt. Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, d. h. die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster (Holzstöckelpflaster). Einen großformatigen Holzboden aus langen Brettern nennt man Dielenboden. Parkett gilt als hochwertiger Fußbodenbelag, benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden einen tragfähigen Untergrund, wirkt aus demselben Grund aber Fugenbildung entgegen. Durch seine geschlossenen Flächen ist er sehr hygienisch.

Holz

Traditionelle europäische Holzarten, die zu Parkett verarbeitet werden, sind vorwiegend Eiche und Buche. Außereuropäische Holzarten für Parkett sind etwa Teak/Burma, Palisander, Kambala, Afzelia (Doussie), Jatoba, Cabreuva, Eukalyptus, Mutenye, Bongossi/Azobe, Kosipo, Kotibe, Landa, Limbali, Louro vermelho, Peroba und andere. Es sind durchwegs robuste Harthölzer. Bei Mehrschichtparkett kommen als Träger auch Holzwerkstoffe zum Einsatz.

Vom Parkett zu unterscheiden ist ein Laminatbelag. Laminatbeläge bestehen aus Holzfaserstoffen als Träger und sind mit Melaminharz beschichtet; die sichtbare Holzoberfläche besteht hier aus einer einlaminierten Papierlage im Holzmuster (mit Melaminharz imprägnierte Dekorschicht). Die Verlegung der Laminatböden erfolgt in gleicher Art wie Parkett. Durch die Kunststoffoberfläche wird hier keine Feuchtigkeit aufgenommen, jedoch ist über die Fugen eine Feuchtigkeitsaufnahme möglich. So kann es beispielsweise beim Nasswischen zu irreversiblen Aufquellungen der Nähte kommen, wodurch der Bodenbelag unbrauchbar wird.[1] Laminat wird deshalb in der Regel trocken bis maximal nebelfeucht gereinigt.

Ein Parkettboden ist teurer als ein Laminatboden, dafür kann Parkett durch Schleifen und Versiegeln in der Regel mehrfach renoviert werden, was bei Laminat nicht möglich ist. Parkett ist im Verhältnis zu einem Textilboden ein sehr dauerhafter Bodenbelag. Es gibt Parkettböden in Schlössern, die nach Jahrhunderten noch attraktiv sind, hier haben aber meistens kostspielige Aufarbeitungen des Parketts stattgefunden.

Der Härtegrad von Parkettböden wird im Allgemeinen in Brinell angegeben.

Bambus

Seit Mitte der 1990er Jahre wird in zunehmendem Umfang auch Bambus, der kein Holz im strengen Sinne, sondern ein verholztes Gras ist, zu Parketten verlegt. Bambusparkett ist, weil das Material so schnell wächst, um ein Vielfaches preiswerter als Holzparkett, überdauert je nach Qualität und Belastung aber nur 10–25 Jahre. Die Feuchtigkeitstoleranz und Schimmelresistenz ist etwas höher als bei Holz. Einige Produkte bleichen in starkem Sonnenlicht aus. Die Verlegung erfolgt entweder durch Annageln oder durch Nut-Feder-Verbindungen. Moso-Bambus ist härter als viele Holzsorten (z. B. Ahorn, Eiche). Natürlich gefärbter Bambus ist härter als künstlich gedunkelter (carbonizedcarmelized).[2][3][4] Die Härte von Bambusparkett wird, wie die von Holzparkett, nach dem Janka-Härte-Test bestimmt. Nasswischen führt bei Bambusparkett, ebenso wie jede andere übermäßige Wassereinwirkung, zu Verformungen.[5]

Da Bambus, anders als Holz, nicht in großen sägbaren Stämmen wächst, muss er, um in Brettform zu gelangen, in allen Fällen stark bearbeitet werden. Je nach Herstellungsverfahren werden drei Arten von Bambusparkett unterschieden:

  • Solid Bamboo – die billigste Art von Bambusparkett – ist aus getrockneten Bambusstreifen gemacht, die entweder horizontal oder vertikal neu zusammengelegt, verklebt und dann zu Brettern verpresst werden.[6] Solid Bamboo und Engineered Bamboo enthalten nicht nur Klebstoffe, sondern in geringen Mengen auch Formaldehyd.[7]
  • Engineered Bamboo wird ähnlich wie Solid Bamboo hergestellt, aber nicht zu massiven Brettern verarbeitet, sondern wie ein Furnier in 1 bis 2 Millimetern Stärke auf Sperrholz oder Spanplatte aufgeklebt.[6]
  • Strand Woven Bamboo (Stranded BambooFossilized Bamboo) ist am aufwendigsten hergestellt und infolgedessen auch am teuersten: Der Bambus wird zerfasert, von fragilen Fasern befreit, kreuzweise neu verflochten, erhitzt und gepresst. Das fertige Produkt sieht nicht mehr wie Bambus, sondern je nach Verarbeitung wie Holz oder meliertes Fantasieholz aus, ist aber extrem hart und robust. Die Oberfläche braucht nicht versiegelt zu werden. Bei Bedarf kann das Parkett wie Holzparkett abgeschliffen werden.[4] Stranded Woven Bamboo enthält meist Phenolformaldehyd, das als weniger giftig gilt als Formaldehyd.[7]

Arten von Parkett

Massivparkett

Massivparkett besteht aus Massivholzstücken; mehrere Ausführungsarten werden unterschieden: Massivparkett wird üblicherweise roh verlegt und dann mit der Parkettschleifmaschine in mehreren Schleifgängen abgeschliffen. Anschließend erfolgt die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack, Fußbodenöl oder Wachs. Die fortschreitende technische Entwicklung führte zur Herstellung von kalibriertem Massivparkett mit bereits werkseitig aufgebrachten Oberflächenbehandlungen. Gegenwärtig ist Massivparkett auch als Fertigparkett von einigen Herstellern erhältlich. Hierbei entfällt das Schleifen und Endbehandeln auf der Baustelle.

Massivparkette, insbesondere Mosaik-, Hochkantlamellen- und Lamparkette, aber auch Holzpflaster, wurden in den 1950er bis 1970er Jahren mit teer- oder bitumenhaltigen Klebern auf Zement- oder Asphaltestriche verklebt. Diese Kleber sind oft mit krebserzeugenden PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) belastet, eine Demontage und Entsorgung eines solchen Parketts sollte nur von Fachunternehmen durchgeführt werden. Ein so verklebtes Parkett kann zur potentiellen Gefahrenquelle werden, da unter bereits gelockerten Parkettteilen die Klebermasse durch Trittbelastung zermahlen und über die Fugen im Parkett in die Raumluft und in den Hausstaub gelangen kann. Die Bewohner nehmen freigesetzte PAK dann über Atemluft, Nahrung oder durch Hautkontakt auf. Besonders kleine Kinder sind gefährdet, wenn sie auf dem Fußboden spielen und aufgewirbelten Staub einatmen. Verdächtig ist Kleber, wenn seine dunkle Farbe auf Teer- bzw. Bitumenanteile hinweist und das Parkett vor Ende der 1970er Jahre verlegt wurde. Der Kleber sollte dann in einem Labor auf PAK geprüft werden.

Stabparkett (Massivparkett)

Stabparkett besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben); traditionell meist in den Abmessungen von 400–500 mm × 60–80 mm × 22 mm. Es gibt aber auch dünnere Parkettstäbe und Stäbe mit 2- oder mehrschichtigem Aufbau (Stab-Fertigparkett). In die Seiten ist eine umlaufende Nut gefräst, in die eine Feder genannte Holzleiste gesteckt wird, wodurch der Verbund zwischen den einzelnen Brettchen hergestellt wird. Diese Form des Parketts ist die klassische Form. Sie wird auf den tragenden Unterboden aus Holz genagelt, und zwar von der Seite schräg durch die Feder, so dass der Nagel durch den benachbarten Parkettstab verdeckt wird. Eine andere Bezeichnung für diese Parkettart lautet Nagelparkett (Norm E DIN EN 13226). Parkettstäbe mit fester angehobelter Nut beziehungsweise Feder werden auch als Parkettriemen bezeichnet. Inzwischen werden Parkettstäbe häufig auch auf den Untergrund geklebt, wodurch bei einer Fußbodenheizung ein etwas besserer Wärmeübergang erreicht wird.

Mosaikparkett (Massivparkett)

Mosaikparkett besteht aus kleineren und vor allem dünneren Holzlamellen mit 8 bis 10 mm Stärke, in der Regel auf Netz geklebt. Standardmäßig werden quadratische Lamellen mit einer Kantenlänge von 12 oder 16 cm verlegt. Das unbehandelt gelieferte Parkett wird nach dem Verkleben geschliffen und die Oberfläche lackiert oder geölt/gewachst. Seine geringe Aufbauhöhe ist ein großer Vorteil bei einer Fußbodenheizung, da der Wärmedurchgang wenig behindert wird. Auch wenn ein anderer Bodenbelag durch Parkett ersetzt werden soll, ist die geringe Dicke des Mosaikparketts von Vorteil. Häufig findet auch Mosaikparkett in einem englischen Verband und im Parallelverband Verwendung.

Lamparkett (Massivparkett)

Lamparkett ist dem Stabparkett in seiner Stablänge von 120 bis 400 mm und Stabbreite von 40 bis 65 mm ähnlich, jedoch ist es nur 10–11 mm stark. Die Verlegung und die Eigenschaften ähneln dem Mosaikparkett (Norm: Vollholzlamparkett nach E DIN 13227). Es trägt auch die Beinamen Dünnparkett oder Dünnstab.

Hochkantlamellenparkett (Massivparkett)

Hochkantlamellenparkett

Hochkantlamellenparkett (HKL) besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Vollholzlamellen mit einem Querschnitt von meist ca. 8 mm × 22 mm. Dieses Parkett ist ein sogenanntes Restprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion. Die einzelnen Lamellen werden hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Kunststoffnetze oder Klebebänder in Verlegeeinheiten zusammengehalten. Durch die größere Stärke von 22 mm kann das Parkett häufiger geschliffen werden und wird deshalb vorwiegend im gewerblichen Bereich verwendet. Es trägt daher auch den Beinamen Industrieparkett. Hochkantlamellenparkett findet wegen seiner beliebten Optik als Designboden in letzter Zeit vermehrt auch im Wohnbereich und in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Museen oder Ausstellungszentren Verwendung.

Heutzutage wird auch immer häufiger Hochkantlamellenparkett in der Stärke 10 mm verwendet, seltener auch 16 mm.

Parkettdiele

Massive Parkettstäbe werden zu einer Diele verleimt. Üblich sind zwei oder drei parallele Stabreihen. Die Bretter sind meistens 2–3 Meter lang.

Massivdiele

Massivholzdielen bestehen aus einem Stück Holz (massiv) und haben ein großflächiges Format (min. 12 cm breit und 1,20 m lang). Wenn sie zur Fixierung auf Unterkonstruktion vorgesehen sind, beträgt die Stärke meist 21 mm, ist aber auch schwächer, wenn zur flächigen Verklebung vorgesehen.

Tafelparkett

Aufwändiges dekoratives Tafelparkett

Tafelparkett heißt auch französisches Parkett und wird als die „Königin unter den Parkettfußböden“ gesehen. Geometrische Muster werden zu quadratischen Tafeln verleimt, etwa Rauten und Sterne derart, dass sich weitere komplexe Muster ergeben. Häufig werden verschiedenfarbige Hölzer verarbeitet. Bei der Gestaltung des Bodens wird die spätere Nutzung des Raumes berücksichtigt. Häufig wird ein Tafelparkett-Boden mit einem umlaufenden Fries verlegt.

Mehrschichtparkett

Das Patent für das Mehrschichtparkett stammt aus dem Jahr 1939 von Johann Kähr (Lamellenplatte). 1941 führte das Unternehmen Kährs das weltweit erste „Fertigparkett“ ein. Es hat auf Grund seines 3-schichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung, oft in einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden. Es kann aber auch problemlos ohne Unterlagsmatte fest verklebt werden, dadurch werden die Lebensdauer und das Raumschallverhalten (durch Begehen, Fallenlassen von Gegenständen etc.) deutlich verbessert, hingegen verschlechtert sich das Trittschallverhalten (Schall in untenliegenden und angrenzenden Räumen). Je nach akustischer Anforderung kann das Verkleben daher mehr oder weniger zu empfehlen sein.

Bei den Klicksystemen unterscheidet man „kraftschließende“ und „formschließende“ Systeme. Bei den kraftschließenden Systemen erfolgt die Verbindung der Dielen durch die Überwindung eines Widerstands, der nachher die Dielen zusammenhält, z. B. ein kleiner Vorsprung im Holz. Häufig müssen bei diesem Verfahren die Dielen vertikal eingeklopft werden. Der Nachteil des Systems ist, dass vielfach noch geleimt werden muss oder die kleinen Vorsprünge sich abnutzen, was zu hässlichen Fugen führt. Das formschließende System (Woodloc, lock-it, smart-lock usw.) ist ein Winkelsystem. Hier werden die Dielen in eine CNC-gefräste Form von oben eingewinkelt.

Die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart ist hier oft nur noch 2 bis 4 mm dick und auf einer oder mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt. Bei den Mehrschichtern hängt die Belastbarkeit nicht nur von der Holzart, sondern auch vom Gesamtaufbau, von der Stärke der Nutzschicht und von Art und Güte der Mittellage ab. Daher wird empfohlen, auf die Qualität des Materials zu achten.

Diese Platten erhalten Nut und Feder zur Verlegung, die in das Nadelholz eingearbeitet sind. Das Schleifen nach der Verlegung entfällt hier, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt sind. Geringe Höhenunterschiede (< 0,1 mm) zwischen den einzelnen Elementen werden deshalb nicht ausgeglichen. Fertigparkett lässt sich von gewöhnlichem Parkett leicht durch Betrachten gegen das Licht unterscheiden, wobei die Einzelelemente ihre makellose Glätte und scharfkantige Begrenzung zeigen. Mehrschichtparkett kann auch in rohem Zustand erworben werden und dann bauseitig behandelt werden, dadurch wird die Qualität verbessert, und es ist kaum noch von Massivparkett zu unterscheiden.

Die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Mehrschichtparkett ist aufgrund seiner laufenden mechanischen Belastung nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett, weil die Kippbewegungen bei den Fugen mit der Zeit zum Eindringen von Wasser führen können.

Entscheidend für die Qualität von Mehrschichtparkett ist a) die Qualität des Oberflächenlacks bzw. des Öles oder Wachses (denn hier findet die Belastung statt und nicht auf dem Holz), b) die Qualität der Dielenverbindung und c) die Verwendung hochwertiger Techniken (z. B. keine „Briefmarken“, stehende Jahresringe, Lamellenseitenverleimung).

Als Variante des Mehrschichtparkettes gibt es, neben dem Dreischichtparkett, auch Zweischichtparkett. Das erste 2-Schicht-Fertigparkett wurde 1975 vom Schweizer Unternehmen Bauwerk Parkett vorgestellt. Das erste 1-Stab-2-Schicht-Fertigparkett wurde in den 1980er-Jahren von diesem Hersteller und vom italienischen Unternehmen Margaritelli entwickelt, beide Unternehmen lieferten einander um die Patentrechte einen jahrelangen Rechtsstreit. Diese Parkettart muss vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden, was die Lebensdauer wieder durchaus erhöhen und den Raumschall entscheidend verbessern kann. Zweischichtparkett gibt es als klassischen Einzelstab (ca. 490 × 70 mm), Schiffsböden und Landhausdielen (Längen und Breiten unterschiedlich).

Verlegemuster

Parquet massif chêne rustique chanfreiné.jpg Parallel-Verband: Die Stäbe werden auf gleicher Höhe parallel verlegt.

  • Schiffsboden-Verband, auch Wilder Verband: Parallel mit versetzten Stößen, wie die Beplankung auf einem Schiffsdeck.
  • Englischer Verband: Die Stäbe werden um die Hälfte versetzt parallel verlegt.
  • Oxford-Verband: Die Stäbe werden um ein Drittel versetzt parallel verlegt.
  • Altdeutscher Verband: Die Stäbe werden um die Hälfte versetzt parallel verlegt (wie englischer Verband), jedoch immer doppelt nebeneinandergelegt. An den Kopfstößen wird ein verkürzter, um 90 Grad gedrehter Stab dazwischen verlegt. Ein Flechtmuster entsteht.
Art-parket-asp.jpg Flechtboden: Durch nebeneinander paralleles Anbringen von Stäben (2 bis 4) und rechtwinkliger Drehung solcher Pakete zueinander entsteht eine Flechtoptik. Wie Würfel, nur zueinander verschoben.

  • Flechtboden mit Würfel: Um ein quadratisches Parkettstück herum werden Stäbe in Längs- und Querrichtung parallel und zueinander gelegt (Abb.).
  • Würfel-Verband, auch Tafelmuster, einzelne Stäbe werden zu Quadraten zusammengefügt, deren Richtung abwechselnd um 90° versetzt ist (Schachbrettmuster). Dazu muss allerdings die Länge des Stabes ein natürliches Vielfaches der Stabbreite sein, z. B. 49 × 7 cm.
Parkett 01 KMJ.jpg Fischgrät: Klassisches Verlegemuster mit interessantem Lichtspiel. Eher für große Räume geeignet.

  • Französisches Fischgrät: Die Parkettstäbe sind beidseitig um 45° oder 30° abgeschrägt. Zwischen den Zopfreihen verläuft eine durchgehende Kopffuge.
Parquet Buffon.JPG Leiterboden: Eine Reihe parallel nebeneinanderliegender Stäbe wechselt sich ab mit einer quer dazu liegenden Einzelreihe.

  • Kombination mit Fischgrätmuster (Abb.): Französisches Fischgrät

 

 

 

Quelle : Wikipedia.org

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