Ofri
Rezension
Zauberhexe 84
Zauberhexe 84
05:24 10 Mar 21
Wir sind so happy mit dem neuen Boden. Top Beratung, top Arbeit und das zu einem fairen und transparenten Preis. Die... restlichen Böden lassen wir ebenfalls noch machen von der Firma Naki GmbHmehr
Fatmir Osmani
Fatmir Osmani
19:55 09 Mar 21
Erstklassig!
Esthepanie Gores
Esthepanie Gores
19:09 09 Mar 21
Meine Familie und ich sind Sehr glücklich mit Unseren Parkett. Wir empfehlen die Firma Naki GmbH gerne weiter. Mfg,... Esthepanie Goresmehr
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WELCHER BODENBELAG IST AM BESTEN?

WELCHER BODENBELAG IST AM BESTEN?

Schöner wohnen und sich richtig wohlfühlen: mit dem passenden Bodenbelag kein Problem. Doch welcher Bodenbelag ist besser? Elegante Fliesen, klassische Holzdielen, edles Parkett, warmer Kork? Oder doch moderner PVC-Fußboden oder kurzfloriger bis flauschiger Teppich?

Nicht nur sein Preis, auch das Auge sowie alle Sinne entscheiden, welcher Fußbodenbelag für einen Raum der beste ist. Nicht zuletzt kommt es darauf an, ob er die in seinem jeweiligen Einsatzbereich an ihn gestellten Anforderungen erfüllt: Denn ein Bodenbelag, der für das Wohnzimmer ideal ist, muss nicht für das Bad geeignet sein.

Sie suchen nach den perfekten Bodenbelag-Varianten für Ihren Neubau? Oder möchten Sie brandneue Bodenbeläge bei der Renovierung in das Eigenheim einbringen? Dann streifen Sie mit uns durch die Welt der Bodenbeläge: Unsere Übersicht über Materialien und Beläge bietet wertvolle Anregungen zur Identifizierung der Bodenbekleidungen für alle Ihre Zimmer.


 

Holz – Das warme Naturmaterial

Unter den Bodenbelagarten ist Holz eine besonders anheimelnde, denn mit einem Holzfußboden holt man sich die Natur ins Haus. Seine warme Struktur und angenehme Optik sorgen für die große Portion Wohlfühlatmosphäre, die man nach einem anstrengenden Alltag braucht.

Dabei gibt es den Bodenbelag in einer Vielzahl an Varianten: von urigen Holzdielen über edles Parkett bis hin zu innovativen Holzpflaster- und Korkböden. Seine naturgegebenen Maserungen und Farbschattierungen machen jeden Holzfußboden zum Unikat. Doch oft entscheiden sich Häuslebauer für das preisgünstige Parkett-Imitat Laminat.

 

HOLZDIELEN VERKÖRPERN GEMÜTLICHKEIT

Rustikal hoch 10: Mit Holzdielen zieht Wohlfühl-Ambiente der ursprünglichsten Variante in den heimischen Raum ein. Massive Holzbohlen – genauer gesagt Hobeldielen – sind der „Stoff“, aus dem die auch Schiffs- oder Riemenböden genannten Dielenböden bestehen. Sogar vereinzelte kleine Schönheitsfehler der Holzdielen haben ihre Berechtigung: Zusammen mit der natürlichen Holzmaserung machen diese markanten Stellen den Holzboden einmalig! Impressiv: Ob Dielenboden aus Weichhölzern wie Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie oder Harthölzern wie Eiche, Buche, Esche, Ahorn, Kirsche – jeder Boden aus Holzdielen verleiht einem Raum seinen eigenen Charakter.

Holzdielenboden wird geölt

 

Tipps zu Holzdielen:

  • Klassisch & zugleich modern
  • Ruhige Oberflächengestaltungen: z.B. Eiche, lebhaft strukturvolle: z.B. Nussbaum
  • Dielenböden aus Harthölzern sind unempfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als Parkettböden
  • Durch Gebrauchsdicke von 2 bis 2,5 Zentimetern mehrmals abschleifbar
  • Mit Besen, Staubsauger oder einem nebelfeuchten Baumwolltuch zu reinigen
  • Trittschalldämmung sowie ggf. Einbringung feuchtigkeitssperrender PE-Folie notwendig
  • Versiegelung unbehandelter Dielen nach dem Verlegen mit Lasur, Öl, Wachs oder Lack unerlässlich
  • Regelmäßiges erneuern der Versiegelung vonnöten
  • Fugen- und Rissbildung durch Aufquellen und Schwinden möglich. Um dies zu vermeiden, Luftfeuchte von 50 bis 60% sowie Raumtemperatur zwischen 18 und 20°C beibehalten
  • Preis: Bereits ab 12,00 Euro/m² umsetzbar (unbehandelte Holzdielen aus Nadelhölzern); Preise für Holzdielenböden aus Laubhölzern beginnen bei ca. 30 Euro/m² (z.B. lackierte Eiche)

 

Vorteile von Holzdielen

  • Verlegung auch von Laien durchführbar
  • Dank geringer Wärmeableitung fußwarm
  • Gleicht leichte Feuchtigkeitsschwankungen der Raumluft aus
  • Dielenböden aus Harthölzern sind unempfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als Parkettböden
  • Langlebiger Bodenbelag
  • Einfach zu reinigen
  • Im Vergleich zum Pakett günstig

 

Nachteile von Holzdielen

  • Anfällig für Fugen- und Rissbildung
  • Spezielle Unterkonstruktion nötig
  • Übertragung von Schall- und Trittschallgeräuschen
  • Vergleichsweiser hoher Aufwand für Verlegung und Pflege
  • Sehr eingeschränkte Eignung für Fußbodenheizung
  • Für Feuchträume sind nur bestimmte, speziell imprägnierte Harthölzer geeignet
 

PARKETT: EXQUISITE RAUMGESTALTUNG

Beide Bodenarten – Parkett wie Holzdielen – sind für Holzliebhaber echte Traumböden. Aber welcher Bodenbelag ist besser? Dielen stehen mehr für eine rustikale Optik, Parkettböden für eine repräsentative. Ihr Naturmaterial Holz verleiht beiden Böden eine Individualität, die das Parkett-Pendant Laminat nicht erreichen kann. Mit einem fortlaufenden und sich wiederholenden Druck versehen, sind Laminatböden nämlich keine Unikate. Echtholzparkett steht in vielfältigen Holzsorten von Eiche über Ahorn und Birnbaum bis Olive zur Wahl. Zu dem jeweils eigenen Bild eines Parkettbodens trägt auch sein Verlegemuster maßgeblich bei. Unterschieden wird bei Parkett zwischen Einschichtparkett aus massivem Vollholz und dem auch Fertigparkett genannten Mehrschichtparkett mit Vollholz als Deckschicht.

Parkettboden bei der Einölung

 

Tipps zum Parkett:

  • Heller Parkettboden: z.B. Birkenholz, rötlicher: Merbau, dunkler: Teakholz
  • Auswahl aus vielerlei Verlegemustern wie Schiffsboden, Fischgrät, Diagonalverband, Altdeutscher Verband, Flechtmuster, Tafel, Kassette, Leiter
  • Hygienischer und Feuchte regulierender Bodenbelag, dadurch Verbesserung des Raumklimas und Eignung für Allergiker
  • Reinigung mit Besen, Staubsauger und nebelfeuchtem Lappen
  • Mittlerweile existiert sogar Parkett für das Bad: Dieses besteht aus Hölzern mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme wie Teakholz, Merbau oder Doussie
  • Um Kratzern vorzubeugen, Möbel mit Filzgleitern versehen und Steinchen und Sand an einem Fußabstreifer im Eingangsbereich abstreifen
  • Preis: circa 40 Euro/m², Kosten sehr exklusiver Parkettböden: zwischen 80 und 200 Euro/m², hinzu kommen Kosten für Feuchtigkeitssperre und Trittschalldämmung

 

Vorteile von Parkett

  • Große Auswahl an Verlegungsmustern
  • Langlebig und häufig abschleifbar
  • Feuchtigkeitsregulierend
  • Fußwärmend, da gut wärmedämmend
  • Relativ leicht zu reinigen
  • Für Fußbodenheizung geeignet

 

Nachteile von Parkett

  • Überträgt Tritt- und Schallgeräusche
  • Je nach Gegebenheiten: Auslegung nur durchführbar vom Fachhandwerker
  • Fugen- und Rissbildung möglich
  • Hoher Pflegebedarf und Auslegungsaufwand durch Imprägnierung, Feuchtigkeitssperre und Trittschalldämmung
  • Relativ teuer
 
 
 

LAMINAT: DIE PREISGÜNSTIGE PARKETT-ALTERNATIVE

Es gibt wirklich viele Gründe, die für Laminat sprechen. Einer davon ist sein unschlagbar günstiger Preis gegenüber den meisten anderen Bodenarten. Der Natur nachempfundene Strukturen und Dekore oder auch moderne Designs sind stilprägend für das eigene Zuhause. Mittels moderner Druckverfahren kann bei der Laminatherstellung nicht nur die Optik, sondern auch eine Haptik nachgebildet werden. Ob mit dem Oberflächenfinish einer sägerauen, seidenmatten oder feinen Holzstruktur. Oder in authentisch wirkender Schiefer- oder Fliesenausführung. Ob als Hochglanzlaminat oder mit grafischen Designs bedruckt – qualitative Laminatböden überzeugen in Optik, Funktionalität und Robustheit. Obwohl keine reinen Naturprodukte, bestehen sie zu einem großen Teil aus Holz. Obenauf tragen sie ihre abriebfeste Versiegelung.

Laminatboden

 

Tipps zu Laminat:

  • Leicht und ohne Leim zu verlegen dank praktischer Klick-Mechanik
  • Weiter vereinfachte Verlegung mit bereits integrierter Trittschalldämmung und schwimmende Verlegung ohne Kleber
  • Mit 12 mm Dicke strapazierfähiger und langlebiger als mit 6 mm Stärke
  • Laminatböden werden Nutzungsklassen zugeordnet: Für Schlafzimmer und Gästezimmer eignet sich Nutzungsklasse 21
  • Für Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer Nutzungsklasse 22; für Eingangsbereich, Diele, Küche Klasse 23
  • Um Kratzern vorzubeugen, Möbel mit Filzgleitern versehen und Steinchen und Sand an einem Fußabstreifer im Eingangsbereich abstreifen
  • Preis: Empfehlenswerter Laminatboden zum günstigen Preis von 15 Euro/m² aufsteigend erhältlich

 

Vorteile von Laminat

  • Leicht zu verlegen
  • Kann auf einer Fußbodenheizung verlegt werden
  • Besonders pflegeleicht
  • Besonders günstig

 

Nachteile von Laminat

  • Fußkalt, da keine Wärmespeicherung
  • Lässt sich nicht abschleifen – nur Ersatz kompletter Dielen möglich
  • Trittschalldämmung erforderlich, wenn nicht enthalten
 

HOLZPFLASTER: EIN HOLZFUSSBODEN, DER ÜBERZEUG

Ein anderer Name für Holzpflaster ist Hirnholzparkett, denn der Fußboden besteht aus dem quer statt parallel zur Faser geschnittenem Hirnholz, häufig auch bezeichnet als Stirnholz. Bisher kannte man Holzpflaster nur als Gebrauchsfußboden in Gebäuden mit starker Beanspruchung wie Werkshallen, Turnhallen oder Kirchen. Mittlerweile setzt die moderne Architektur Hirnholzparkett auch als Stilmittel im Wohnbereich ein. Hier verbreitet es Behaglichkeit und erfreut mit vielen nützlichen Eigenschaften. Die meisten Holzpflaster bestehen aus den Baumarten Eiche, Fichte, Kiefer oder Lärche. Bei dem in Blöcken gewonnenen Hirnholz sind die Jahresringe besonders gut sichtbar und verleihen dem Fußboden ein überaus lebendiges Strukturspiel.

Holzpflaster als Bodenbelag

 

Tipps zu Holzpflaster:

  • Einzigartige, naturgegebene Gestaltungen
  • Für den Feucht- und Freibereich nach speziell präparierten Hirnholzparketten fragen
  • Reagiert stark auf Luftfeuchtigkeitsschwankungen und „arbeitet“ intensiv
  • Hohe Wirtschaftlichkeit dank Langlebigkeit und geringem Verschleiß
  • Sofern nicht lackiert oder gewachst, muss Holzpflaster lediglich von Zeit zu Zeit geölt werden
  • Preis: Materialkosten von etwa 35 bis 65 Euro/m² plus Verlegekosten von circa 50 Euro/m² erscheinen zunächst hoch, lohnen jedoch aufgrund der Dauerhaftigkeit des Bodenbelags

 

Vorteile von Holzpflaster

  • Hohe Widerstandsfähigkeit und extreme Belastbarkeit
  • Beste Wärme- und Trittschalldämmung
  • Schwer entzündbar und niedrige elektrische Leitfähigkeit
  • Trittsicher und rutschfest
  • Leicht zu reinigen
  • Problemlos auswechselbare Teilflächen

 

Nachteile von Holzpflaster

  • Fugenbildung möglich
  • Verlegung von Hirnholzparkett muss vom Fachmann durchgeführt werden
  • Vergleichsweise teuer
  • Holzpflaster im Außenbereich kann bei Regen rutschig werden
 
 
 

KORK: MALERISCH & WEICH

Als fußwarmer und nachhaltiger Fußbodenbelag erhält Korkboden immer mehr Zuspruch. Eigenschaften wie diese machen ihn zu einer echten Alternative zu Holzdielen, Parkett & Co. Das von Flaschenverschlüssen und Pinnwänden bekannte Material wurde in den letzten Jahren zu einem beliebten Fußbodenbelag gerade im Allergikerhaus oder Biohaus. Dort begeistert es, verlegt in Form von Korkplatten oder Korkparkett, mit seiner lebendigen Struktur oder auf Wunsch in einer Holz- oder Steinoptik. Zur Gewinnung von Kork wird lediglich die Rinde der Korkeiche alle 9 Jahre geerntet, ohne dass der Baum dabei Schaden nimmt.

Korkfußboden

 

Tipps zu Korkböden:

  • Lebendige Korkstruktur kaschiert reparierte Stellen und Kratzer
  • Ein für Allergiker prädestinierter Bodenbelag, da er weder Staub noch Milben aufnimmt
  • Ist wasserabweisend und mit zusätzlicher Versiegelung ausgesprochen pflegeleicht
  • Weich, warm & rutschfest. Daher einem Teppich ähnlich und für Kinderzimmer geeignet
  • Wer die typische Korkbodenzeichnung nicht mag, kann Kork in Holz- oder Steinoptik verlegen
  • Aufgrund der dehnungsverstärkenden Wirkung von Feuchtigkeit ungeeignet für Bad und Küche
  • Filzuntersätze unter Möbeln verschaffen bei Möbelabdrücke Abhilfe; auch können sich die Abdrücke zurückbilden
  • Preis: Korkboden zu Preisen von 15,- bis 70,- Euro pro m² erhältlich

 

Vorteile von Kork

  • Exzellent wärme- und geräuschdämmende Wirkung
  • Federt Schritte ab und schont Gelenke
  • Ausgesprochen pflegeleicht
  • Allergiker geeignet
  • Leichter Austausch einzelner beschädigter Platten

 

Nachteile von Kork

  • Dehnungsfugen oder Wellenbildung durch klimatische Veränderung möglich
  • Kann durch Sonneneinstrahlung mit der Zeit ausbleichen
  • Es können Möbelabdrücke entstehen
 
 
 

Stein – Material mit vielen Facetten

Glatte oder raue Fliesen, Mosaikfliesen, Naturstein oder Beton lassen jeweils höchst unterschiedliche Bodengestaltungen verwirklichen: Künstlich hergestellte Fliesenarten bringen ihr jeweiliges besonders Design in den Raum ein. Natursteinplatten ihr einzigartiges, über Jahrtausende von der Natur gestaltetes Gesamtbild.

Beton begeistert im angesagten Industrie-Look. Allesamt verfügen Böden aus Stein über eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit als alle anderen Arten von Bodenbelägen. Das heißt, sie geben Wärme schneller an den Raum weiter und eignen sich dadurch ideal zur Verbauung mit einer Fußbodenheizung.

 

FLIESEN: UNTERSTREICHEN VIELE RÄUME

Fliesen glatter oder rauer Beschaffenheit sowie Mosaikfliesen haben eines gemeinsam: Sie zählen zu den beliebtesten Fußboden- und Wandbelägen. Wobei glatten Fliesen im privaten Eigenheim der Vorzug gegeben wird. Andere Hausbesitzer schätzen vor allem den elegant-rustikalen Look der rauen und unglasierten Fliesen. Sie sind robuster als ihre glatten und glasierten Pendants, deren Eignung für bestimmte Wohnräume sich aus ihrer Abriebklasse ergibt. Durch hoch entwickelte Fertigungsmethoden sind Fliesen, die natürliche Steinstrukturen nachahmen, für den Laien von Natursteinplatten kaum zu unterscheiden. Im Bereich Mosaikfliesen aus Glas begeistern Hersteller mit einer riesigen Palette an Farben, Mustern und Verlegevarianten.

GLATTE FLIESEN: PRAKTISCH UND AUSERLESEN

Glatte Fliesen

 

Tipps zu glatten Fliesen:

  • Mit Besen oder Wischmopp, Wasser und dem geeigneten Putzmittel leicht zu säubern
  • Für jeden Raum die passende Fliese: Die sehr gering beanspruchbaren Fliesen der Abriebklasse 1 sind ein möglicher Bodenbelag für Schlaf- und Badezimmer
  • Fliesen der Abriebklasse 2 für Wohn- und Esszimmer
  • Abriebklassen 3 und 4 sind geeignet für viel begangene Wohnräume
  • In Feuchträumen wie Bad und Küche auf Fliesen mit der höheren Rutschfestigkeitsklasse C zurückgreifen, im Außenbereich auf frostsichere Fliesen
  • Glasierte Fliesen sind zerbrechlicher als unglasierte
  • Preis: Ab 10 Euro/m² für günstige Fliesenvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von glatten Fliesen

  • Leicht zu säubern
  • Für Allergiker geeignet
  • Sehr günstig erhältlich

 

Nachteile von glatten Fliesen

  • Zerbrechlich und dann schwer auswechselbar
  • Kühle Oberfläche
 

RAUE FLIESEN: VERLEIHEN DEM RAUM MARKANTEN CHARAKTER

Raue Fliesen bei der Verlegung

 

Tipps zu rauen Fliesen:

  • Bei Herstellung künstliche Erzeugung der gewünschten Oberflächenstrukturen möglich
  • Daher keine Einteilung in Abriebklassen
  • Preis: Ab 10 Euro/m² für günstige Fliesenvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von rauen Fliesen

  • Größere Härte und Beständigkeitkeit gegenüber glatten und glasierten Fliesen
  • Nach Oberflächenversiegelung schmutz- und fleckenbeständig

 

Nachteile von rauen Fliesen

  • Besitzen raue Fliesen noch keine Versiegelung, ist diese vor der Verlegung durchzuführen
  • Unversiegelt schwer zu reinigen
 

MOSAIKFLIESEN: FÜR ANSPRUCHSVOLLE BODENGESTALTUNGEN

Mosaik als Bodenbelag

 

Tipps zu Mosaikfliesen:

  • Ermöglicht eine belebende Fußboden- oder Wandgestaltung
  • Hohe chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit
  • Preis: Ab 15 Euro/m² für günstige Mosaikvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von Mosaikfliesen

  • Leicht zu reinigen
  • Für Allergiker und Umweltkranke geeignet
  • Von langer Lebensdauer
  • Macht durch gute Wärmeweiterleitung bei Installation einer Fußbodenheizung Sinn

 

Nachteile von Mosaikfliesen

  • Kühl temperiert, wenn unbeheizt
  • Für Mosaike am Boden ausschließlich Fiesen mit hoher Abriebfestigkeit und Ritzhärte einplanen
 
 
 
 
 
 
 

NATURSTEINPLATTEN: UNNACHAHMLICHE MEISTERWERKE

Viele Menschen entscheiden sich aus Wertschätzung gegenüber dem Naturprodukt für Natursteinplatten. Im Laufe seiner weit zurückreichenden Entstehungsgeschichte haben Naturgewalten wie Wind und Wasser den Naturstein geformt und seine sehbare und spürbare Steinstruktur gebildet – eine Beschaffenheit, die sich schwerlich in Perfektion künstlich nachahmen lässt. Natursteine wie Schiefer mit schichtartiger Beschaffenheit oder Travertin mit deutlichen Lufteinschlüssen und offenen Poren verleihen dem Innenraum wie dem Außenbereich einen einzigartigen Charakter. Ein Beispiel für die Langlebigkeit von Natursteinplatten ist das vor rund 2.000 Jahren erbaute Kolosseum in Rom. Allerdings sind viele Natursteinarten weniger widerstandsfähig als einige industriell hergestellte Fliesen.

Natursteinpflaster

 

Tipps zu Natursteinböden:

  • Durch stets individuelle Maserungen, Farbnuancen und Brillanzen einzigartig
  • Oberflächenbearbeitungen wie Bürsten, Trommeln, Polieren, Schleifen, Glätten ergeben rustikale, samtige oder glatte Haptiken
  • Unregelmäßige Fugenbildung unterstreicht den natürlichen Eindruck des Natursteinverbunds
  • Es gibt über 300 Verlegemuster für Naturstein, darunter Römischer Verband, quadratischer Belag, Bahnenbelag, Rosenspitz
  • Ist natürlicher Alterung unterworfen
  • Ein Schliff stellt sein ursprüngliches Aussehen wieder her
  • Für nahezu jeden Einsatzbereich gibt es geeignete Natursteinvarianten
  • Beim Verlegen von Naturstein sollte man Hilfestellung eines erfahrenen Fliesenverlegerbetriebs in Anspruch nehmen oder ihm die Verlegung komplett überlassen
  • Preis: Natursteine wie Kalksandstein, Travertin oder Marmor können, müssen aber nicht teurer sein als künstlich hergestellte Fliesenarten. Tipp: Online lassen sich mitunter bis zu 30% gegenüber den Preisen im Fachhandel vor Ort sparen

 

Vorteile von Natursteinplatten

  • Auch nach dem Verlegen schleif- und bearbeitbar
  • Viel Spielraum auch bei der Auswahl der Plattenformate von klein über XXL bis hin zu Sonderanfertigungen
  • Überdauert Generationen
  • Übertrifft die Wärmeleitfähigkeit industriell produzierter Fliesen
  • Besitzt daher hohes Energiespar-Potenzial in Verbindung mit einer Fußbodenheizung

 

Nachteile von Natursteinplatten

  • Relativ kompliziertes Verlegen, muss ggf. ein Fachmann machen
  • Müssen imprägniert werden
  • Imprägnierung muss alle paar Jahre erneuert werden
  • Verträgt nur speziell auf ihn abgestimmte Grundreiniger
  • Nicht jede Natursteinart ist frostsicher
 

BETON: EIN ECHTER TRENDFUSSBODE

Der Industrial Chic hat den Betonboden in den letzten Jahren aus den Kellern hinauf in die Wohnlandschaften gehoben. Im Gegensatz zu Fliesen besitzt er keine Fugen, sondern ein ebenmäßiges Bild. Somit zeichnet er sich aus durch eine besondere Pflegeleichtigkeit. Wer einen Fußboden von kühlem Charme sucht, trifft mit einem Betonboden die passende Wahl. Wer dagegen zu einem Bodenbelag mit behaglicher Ausstrahlung tendiert, wählt besser Holzdielen, Parkett, Laminat, Kork oder Teppich. Betonböden präsentieren sich keinesfalls immer in eintönigem Grau. Hersteller kreieren zunehmend Kollektionen in unterschiedlichsten Farbtönen und Schattierungen. Um Sichtbeton einen Schutz vor Flecken zu verleihen, muss er zwingend nach dem Verlegen beschichtet werden.

Betonboden im Innenraum

 

Tipps zu Betonfussböden:

  • Wertet das Interieur auf
  • Cooler Industrie-Look
  • Kombinierbar mit vielen Einrichtungsstilen
  • Individuelle Beschaffenheiten und Eigenschaften durch Zuschläge wie Bitumen, Kunstharz, Sägemehl etc.
  • Besonders beliebt in Küchen, Wohnbereichen, aber auch im Badezimmer
  • Glänzende und matte Oberflächenstrukturen umsetzbar
  • Polieren, Schleifen oder Wachsen verleihen ihm ein glattes, samtiges Aussehen
  • Preis: Dreifacher Schliff circa 60 Euro/m², Grobkornschliff ca. 75 Euro/m², Glanzschliff zusätzlich etwa 5 Euro/m², spiegelnde Oberfläche weitere 10 Euro/m². Investition lohnt jedoch durch jahrzehntelange Haltbarkeit

 

Vorteile von Betonböden

  • Mit der richtigen Beschichtung extrem robust und langlebig
  • Hervorragende Isoliereigenschaften
  • Geeignet für alle, die allergisch auf Staub und Milben reagieren
  • Wasser- und schmutzabweisend
  • Leicht mit Wasser und Seife zu reinigen
  • Für eine Fußbodenheizung gut geeignet

 

Nachteile von Betonböden

  • Weniger angenehmes Laufgefühl
  • Wohnklima kann je nach Betonboden Variante als „kalt“ empfunden werden, bestimmte Farbgebungen erzeugen jedoch warmes Ambiente
  • Kann nur vom Fachmann verlegt werden
  • Muss beschichtet werden
  • Relativ teuer
 
 
 

Kunststoff – Modern, designstark, pflegeleicht

Den Bereich der Bodenbeläge aus Kunststoff teilen sich Bodenarten wie PVC, Vinyl und Linoleum. Wobei die Begriffe PVC und Vinyl ein und dasselbe Material bezeichnen. Linoleum ist ein Boden auf Leinöl-Basis, der sich nur dann in die Reihe der Kunststoffböden einreiht, wenn ihm eine Beschichtung aus PVC oder Vinylacetat verliehen wurde.

Allen drei gemeinsam ist, dass es sich um dehnbare Bodenbeläge handelt. Auch existieren sie heute alle in großer Farb- und Designauswahl und bringen praktische Eigenschaften wie eine hohe Widerstandsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit mit.

 

PVC/VINYL: PRÄSENTIERT SICH IN NEUER QUALITÄT

PVC und Vinyl – wie kommen die beiden unterschiedlichen Namen für den Kunststoffboden zustande? Beide meinen einen Bodenbelag aus Polyvinylchlorid, wovon „PVC“ eine Abkürzung ist und „Vinyl“ der Mittelteil. Nicht immer – aber meistens – wird er verkauft auf Rollen PVC genannt und als Klick-System Vinyl. Seinen schlechten Ruf hat der Kunststoffboden in den letzten Jahren wieder gutgemacht. Anders als einst existiert er heute nämlich in vielen optisch ansprechenden Gestaltungsvarianten wie etwa in Stein- oder Holzoptiken. Gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen stellen weiterhin sicher, dass PVC-Böden keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten.

PVC Böden

 

Tipps zu PVC- & Vinylfussböden:

  • Vorhanden in vielen Holzdesigns von schlicht und elegant bis rustikal mit verwittertem Touch
  • Eine ebenso reizvolle Alternative: Varianten mit Stein- oder Metallmuster
  • Authentische Oberflächenprägungen, die begeistern
  • Achtung: Da er sich bei Kälte zusammenzieht und bei Wärme ausdehnt, nicht direkt von einem kalten Bereich in einen warmen verlegen
  • Einsetzbar in für Kinder- und Spielzimmer, Küche, Badezimmer, Garage sowie viel begangenen Räumen
  • CE-Zeichen garantiert, dass er die Mindestanforderungen an Gesundheit und Sicherheit erfüllt
  • Ü-Zeichen belegt seine Prüfung betreffend Schadstoffe und Emissionen sowie regelmäßige Überwachung von Produkt & Produktion
  • Preis: Hochwertige PVC-Böden kosten in der Regel 25 bis 50 Euro/m²

 

Vorteile von PVC-Böden

  • Nahezu grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten mit hochwertigen PVC-Böden
  • Einfach zu verlegen
  • Pflegeleichter als Linoleum
  • Weicher Bodenbelag mit guter Schalldämmung
  • Ausreichend widerstandsfähig
  • Vergleichsweise günstig

 

Nachteile von PVC-Böden

  • Auf glatten Bodenvarianten mit dunkler Farbgebung fallen Abnutzungsspuren eher auf, als auf hellen mit strukturierter Oberfläche
 

LINOLEUM: FANTASTISCHE EIGENSCHAFTEN

Wenn Sie einen äußerst hygienischen Bodenbelag mit langer Lebensdauer realisieren möchten, sollten Sie Linoleum in die engere Wahl ziehen. Da das originalgetreue Linoleum vor allem Leinöl enthält, hemmt es Bakterienwachstum und wirkt zudem leicht fungizid – nicht umsonst wird der Bodenbelag in Krankenhäusern sehr geschätzt. Die höheren Preise für den Belag sowie seine kompliziertere Verlegung lassen Heimwerker allerdings meist lieber auf PVC-Bodenbeläge zurückgreifen. Als Bahnenware ist Linoleum ebenso wie PVC dank seiner glatten und durchgängigen Oberfläche sehr leicht zu reinigen. In Varianten ohne Kunststoffoberfläche enthält die Bodenbekleidung allein natürliche Beigaben wie Naturharz, Kork- oder Holzmehl sowie Jutegewebe als Trägerschicht.

Linoleum-Boden in Holzoptik

 

Tipps zu Linoleumböden:

  • Bis zu sechs Wochen Wartezeit bis zur vollständigen Trocknung
  • Volle Belastbarkeit erst dann gegeben
  • Verbreitet nach der Verlegung wochenlang einen ausgeprägten Eigengeruch
  • Zeigt starke Reaktionen auf alkalische Mittel wie Laugen
  • Preis:
  • Materialkosten von 15 bis 55 Euro/m², für Klick-Linoleum von 40 bis 80 Euro/m² – zuzüglich Handwerkerkosten von 8 bis 12 Euro/m²

 

Vorteile von Linoleum

  • Widerstandsfähig und sehr dauerhaft
  • Sehr gute Pflegeeigenschaften, da sich Schmutz nicht in Fugen oder Rillen ansammeln kann
  • Angenehm fußwarm, wärmedämmend und rutschhemmend
  • Verlegbar auf einer Fußbodenheizung
  • Schwer entflammbar

 

Nachteile von Linoleum

  • Sollte nur vom Fachmann verlegt werden
  • Auslegung und Trocknung dauern
  • Quillt bei Nässe auf und eignet sich somit nicht für Feuchträume wie Badezimmer
  • Kann mit der Zeit einen „Reifeschleier“ bilden, dem sich durch direkte Sonneneinstrahlung entgegenwirken lässt
 

TEPPICH (AUSLEGEWARE): KUSCHELWEICH

Seit man weiß, dass Teppich mit Einschränkungen auch für Allergiker zu empfehlen ist, ist dieser klassische Bodenbelag wieder in Mode gekommen. Vor allem im Schlafzimmer möchten viele Menschen auf Wärme, Wohlbehagen und den weichen Tritt von Teppichboden einfach nicht verzichten. Vor dem Teppichkauf ist zu entscheiden, aus welchem Material er bestehen soll und in welcher Farbe oder Musterung er zum eigenen Einrichtungsstil passt. Weiterhin steht die Wahl zwischen Kurzflor (Florhöhe unter 1,5 cm), Hochflor (Florhöhe zwischen 1,5 und 5 cm) und Langflor (Höhe über 5 cm). Teppichböden existieren gewebt, geknüpft, getupft oder gefilzt aus reiner Wolle, synthetischen Materialien wie Polyester, Nylon, Polypropylen oder Mischfasern. Spannende Kontraste setzen außerdem Teppiche aus Seegras, Sisal, Jute, Binsen Kokosfaser, Abacá oder Papier.

verschiedene Teppichböden

 

Tipps zu Teppichböden:

  • Vermindert häusliche Verletzungsgefahr
  • In vielen Farben und Designs erhältlich
  • Sorgt für Behaglichkeit im Kinderzimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur
  • Fasern leiden durch Krabbeln, Robben, Spielen auf dem Teppich
  • Sollte mindestens alle zwei oder drei Tage abgesaugt sowie mit Spezialreinigern zwischengereinigt werden
  • Fleckenrisiko gerade mit kleinen Kindern im Haushalt erhöht
  • Es wird dazu geraten, Teppichboden nach spätestens 10 Jahren auszutauschen
  • Preis:
  • Mit 8 bis 20 Euro/m² recht günstig, es existieren auch Designs mit Preisen bis 100 Euro/m²

 

Vorteile von Teppich

  • Fußwarmer Bodenbelag mit weichem Laufgefühl
  • Wärmedämmend, hilft daher beim Energiesparen
  • Rutschfest und schalldämpfend
  • Sorgt durch Bindung von Luftstaub für ein gutes Raumklima
  • Als Kurzflor aus synthetischen Fasern auch für Allergiker geeignet: Lass Dich im Fachhandel beraten!
  • Vergleichsweise günstig
  • Es ist nicht schwer, den Bodenbelag selbst zu verlegen

 

Nachteile von Teppich

  • Hausstaubmilben finden in Hochfloren aus Naturfasern beste Bedingungen vor
  • Gebundene Stäube und Keime können sich z.B. lösen, wenn Kinder über den Teppich krabbeln
  • Anfällig für Flecken, wenn nicht schmutzabweisend und nanobeschichtet
  • Relativ kurzlebig
 
 
 

Welcher Belag eignet sich für welchen Raum?

Um Ihnen die Auswahl der passenden Bodenbeläge zu erleichtern, möchten wir an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Überblick über für bestimmte Räume jeweils ideal passende Boden-Varianten geben.

 

 

Welcher Bodenbelag eignet sich für das Schlafzimmer?

  • Warm und geräuschdämmend, vermittelt Teppich hier kuschelige Wohlfühlatmosphäre.
  • Auch Holzdielen, Kork, Parkett, Laminat und Linoleum sind im Schlafraum die passende Wahl.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Wohnzimmer?

  • Ebenso wie im Schlafzimmer lädt Teppichboden im Wohnzimmer zum Wohlfühlen ein.
  • Holzdielen und Parkett schaffen im Wohnbereich ebenfalls eine behagliche Atmosphäre, sind aber pflegeleichter.
  • Auch aufwändige Beton-Böden und hochwertige PVC-Böden für den Wohnraum finden immer mehr Anklang.

Bemusterungszentrum für Böden

 

Ein Bemusterungszentrum eignet sich super zur Beratung und als Inspirationsquelle.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Badezimmer?

  • Glatte und robuste Fliesen sind im Badbereich insbesondere dann die beste Lösung, wenn Kinder oder Haustiere zum Haushalt gehören.
  • Der Fachhandel bietet mittlerweile sogar Holzböden für das Bad mit spezieller Öl-Versiegelung an.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Kinderzimmer?

  • Statt kalten Fliesen, rauem Naturholz oder sensiblem Parkett werden im Kinderzimmer kurzflorige Teppichböden bevorzugt.
  • Sie sorgen für ein warmes Gehgefühl, schlucken Geräusche und reduzieren das Verletzungsrisiko.
  • Kork begeistert hier mit denselben Vorteilen und sorgt als Naturprodukt für ein ausgewogenes Raumklima.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für die Küche?

  • Glatte Fliesenmodelle sind in der Küche die Fliesen der Wahl, denn anders als raue lassen sie sich einfach reinigen.
  • Die im Küchenbereich benötigten guten Reinigungseigenschaften bringt auch Beton mit.
  • Geölte Hartholzböden lassen sich in einem offenen Raumkonzept vom Wohnbereich in die Küche fortsetzen, sie machen allerdings eine aufwändige Pflege notwendig.
 
 

 FAZIT:

Die Vielzahl der spannenden Bodenbeläge animiert zum Aussuchen und Losgestalten des eigenen Zuhauses. Die Qual der Wahl: Doch welcher Bodenbelag für einen bestimmten Raum nun der beste ist, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Jeder Fußbodenbelag hat seine Vor- und Nachteile und besonders entscheidend ist am Ende, wie man sich mit – und auf! – ihm fühlt. Ein Vergleich von Mustern der verschiedenen Belagsvarianten sowie eine persönliche Beratung im Fachhandel können abschließende Hilfe bei der Auswahl bieten.

Quelle: Wikipedia

Anhydritestrich

Der Anhydritestrich (AE) oder Calciumsulfatestrich (CA) ist eine Estrichart und besteht aus Anhydritbinder, Gesteinskörnung (bis zu einer Korngröße von 8 mm) und Zugabewasser. Um die Verarbeitung zu verbessern, können entsprechende Zusätze enthalten sein. Der Anhydritestrich kann etwa zwei Tage nach dem Einbau begangen und frühestens nach fünf Tagen geringfügig belastet werden.[1] Er darf keiner dauerhaften Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt werden, daher eignet sich dieser Estrich besonders für Trockenbereiche in einem Gebäude. Gegenüber Zementestrich besitzt der Anhydritestrich eine geringere Festigkeit und darf entsprechend weniger stark belastet werden.[1]

Eine Weiterentwicklung stellt der Anhydritfließestrich (AFE) dar. Dieser nivelliert sich aufgrund der flüssigen Konsistenz selbst. Zudem kann infolge geringerer Spannung beim Trocknungsvorgang auch auf Flächen bis zu 1.000 m² (wenn keine Fußbodenheizung eingebaut wurde) auf zusätzliche Dehnungsfugen verzichtet werden.

Hauptbestandteil ist als Bindemittel Anhydrit, der mit Wasser relativ schnell zu Gips (Calciumsulfat-Dihydrat) hydratisiert und sich dabei verfestigt. In der Regel wird synthetischer Anhydrit verwendet, der durch Brennen von Gips (z. B. REA-Gips aus der Rauchgasreinigung in Kraftwerken) gewonnen wird. Seltener wird auch mineralischer (körniger) Naturanhydrit eingesetzt. Als Gesteinskörnung werden Kalkstein und Quarzsand verwendet.

Verarbeitung

Der AE-Fließestrich wird entweder trocken auf der Baustelle angeliefert (als Sackware oder lose in einem Silo/Container) und in einer normalen Putzmaschine, welche kontinuierlich arbeitet, durch Wasserzugabe in seiner Konsistenz pumpfähig und mittels Schläuchen zur Einbaufläche gepumpt, oder fertig im Fahrmischer angeliefert und mit einer am Fahrzeug oder separat beigestellten Schnecken- oder Kolbenpumpe zügig eingebaut. Durch diese flüssige Konsistenz kann die Nivellierung des Fließestrichs nahezu von selbst erfolgen. Nach dem Einpumpen wird der Estrich mit einem groben Straßenbesen oder mit einer so genannten Rakel (Schwabbelstange) durchgeschlagen (im Kreuzgang), um beim Einpumpen eingeschlossene Luftblasen zu entfernen. Die Oberfläche wird dadurch waagerecht und eben hergestellt. Je länger die Schwabbelstange ist, umso größer wird die Genauigkeit und Ebenheit der fertigen Estrichfläche. Da diese bereits werkseitig hergestellte Mischung nur noch mit Wasser gemischt wird, sind entsprechenden Maschinen in der Lage, hohe Misch- und Förderleistungen zu erzielen. Bei großflächigen Verlegungen, beispielsweise in Industriehallen, sind daher gegossene Flächen von 1.300 m² bis zu 1.500 m² an einem Tag möglich.

Eingebaut werden kann AE-Fließestrich als so genannter Verbundestrich, Estrich auf Trennschicht und Estrich auf einer zusätzlichen Dämmschicht (auch als schwimmender Estrich bezeichnet), als Industrie- und Installationsboden, sowie als Heizestrich bei Fußbodenheizungen. Bei der Untergrundvorbereitung ist zu beachten, dass dieser aufgrund seiner flüssigen Konsistenz durch ungesicherte bzw. unbedeckte Öffnungen wegfließen und auf Dämmschichten oder bei mangelnder Entkoppelung von Wänden oder Pfeilern Schallbrücken bilden kann. Der AE-Fließestrich ist selbstverdichtend, so dass keine Verdichtungsarbeiten durch den Verarbeiter notwendig sind. Aufgrund seiner Bestandteile erhält er sehr hohe Biege- und Zugfestigkeitswerte. AE-Fließestrich auf Basis von Calciumsulfat weist geringe Schwindwerte bei Erhärtung und Trocknung auf und kann daher in Flächen zeitsparend, weil in einem durchgehenden Arbeitsgang großflächig eingebracht werden. Das beim Zementestrich übliche Aufschüsseln (durch ungleichmäßiges Schwinden entstehende, hochstehende Ränder) in den Eck- und Randbereichen und der Abriss der Randfugen (bei der späteren Nutzung und durch Beendigung des Schwindvorgangs) sind bei AE-Fließestrich nicht zu beobachten. Die Fugenausbildungen bei Estrichen sind in der DIN 18560, Teil 2, geregelt und gelten auch für AE-Fließestrich.

Einbau als Heizestrich

Einbau von Anhydritestrich als schwimmender Estrich mit Fußbodenheizung

Bei Heizestrichen sind Dehnungsfugen notwendig, wenn die Seitenlänge der Estrichfläche mehr als 6 m beträgt. Außerdem sind Bewegungsfugen in Türdurchgängen bei mehreren hintereinander angeordneten Räumen innerhalb einer Wohnung notwendig. Seine besondere Vorteile bietet der Fließestrich bei der Verlegung auf Fußbodenheizungen. Ein dichter Anschluss an die Heizrohre und die hohe Wärmeleitfähigkeit, die über den in der DIN 4108 für Zementestrich geltenden Werte für die Wärmeleitfähigkeit liegen, gewährleisten eine ungehinderte und gleichmäßige Wärmeabgabe vom Heizschlauch o. Ä. zur Raumumgebungsluft. Durch seine geringere Stärke von nur 40 bis 45 mm über dem Heizungsschlauch hat dieser Estrich eine kurze Aufheizzeit.

Beim Verwenden als Heizestrich wird dieser sieben Tage nach dem Einbau aufgeheizt, um die natürlichen Austrocknungszeiten zu verkürzen, was dann den Baufortschritt entscheidend beschleunigt.

Der Heizestrich wird auch immer mehr als Decorboden verwendet. Wenn der Estrich ausgetrocknet ist, wird er bis auf die Körnung geschliffen und dann transparent versiegelt.

Der CAF kann auch in verschiedenen Farben eingebracht werden und mit unterschiedlich vielen % an Pigmenten, dadurch entschteht eine breite Palette an Möglichkeiten.

Anhydritestrich der geschliffen und versiegelt wurde um eine fugenlose und glatte Oberfläche in einem Raum zu haben.

Anhydritestrich als Decorboden

Bautechnik und Verarbeitungshinweise

AE-Fließestrich wird nach den Vorgaben der DIN 18560 und in den Festigkeitsklassen AE 12, 20, 30 oder 40 hergestellt.[2] Entsprechend der zu erwartenden Verkehrslast gemäß DIN 1055 und der Art der Fußbodenkonstruktion wird eine Nennstärke zwischen 35 und über 90 mm eingebaut. Anhydritestrich ist aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung stark saugfähig und daher muss die zu belegende Oberfläche (wie etwa durch Fliesen) vollflächig grundiert werden. Die sich auf der Oberfläche bildende Sinterschicht muss vor dieser Grundierung entfernt werden (beispielsweise durch Schleifen).

Bei der Verarbeitung des AE-Fließestrich sind Vorsichtsmaßnahmen (Handschuhe, Atemschutz) wegen der ätzenden Eigenschaften des trockenen Produkts notwendig. Das flüssige Material und der abgebundene Estrich stellen aber keine Schadstoffquelle mehr dar. Bei der Verwendung von synthetischen Zusatzstoffen ist allerdings auch eine spätere Ausgasung von Rest- oder Hilfsstoffen nicht auszuschließen.

Außenbereich und Feuchträume

Aufgrund seiner Empfindlichkeit gegenüber dauerhafter Feuchtigkeitseinwirkung, ist ein Einsatz im Außenbereich, aber auch in nicht weiter abgedichteten Nass- und Feuchträumen grundsätzlich ausgeschlossen. Nach dem ZDB-Merkblatt “Hinweise für die Ausführung von flüssig zu verarbeitenden Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich” (Januar 2010) gilt allgemein, dass bei Flächen mit Bodenablauf keine feuchtigkeitsempfindlichen Untergründe eingesetzt werden dürfen.

In Bädern oder Feuchträumen von Wohnungsbauten muss die Estrichoberfläche abgedichtet werden (beispielsweise durch Fliesenaufbau mit Abdichtungen im Verbund), so dass auftretende Oberflächenfeuchte nicht in den Estrich eindringen kann. Ebenso müssen Estriche gegen Bodenfeuchtigkeit, nichtdrückendes und drückendes Wasser abgedichtet werden (Bitumendichtungsbahn).

Anhydrite sind typische Schnellbinder, was aber nur bei optimalen klimatischen Bedingungen zutrifft (nicht zu kalt, trockene Luft). In Bereichen, in denen mit Dampfdiffusion oder auch Feuchtigkeit zu rechnen ist, muss zwingend eine Dampfsperre eingebaut werden. Dampfdiffusion oder Feuchtigkeit führt dann zu Schäden, wenn z. B. aufgrund der heutzutage üblichen kurzen Bauzeiten die Betondecke nicht ausreichend trocken ist und das überschüssige und austretende Wasser in Ermangelung einer Dampfbremse zum Estrich gelangt. Derartige Schäden treten vorwiegend in Verbindung mit dampfdichten Belägen wie PVCLinoleum, Gummi oder Teppichbelägen mit dichten Rückenausrüstungen auf, wenn diese vor vollständiger Austrocknung des Bauteils verlegt wurden.

Normen und Standards

  • DIN EN 13813 – Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen
  • DIN 18353 – Estricharbeiten
  • DIN 18560 – Estriche im Bauwesen

Quelle:wikipedia

Estrich

Als Estrich (althochdeutsch esterih; über lateinisch astracus, astricus „Pflaster (aus Tonziegeln)“ von altgriechisch ὄστρακον óstrakon „Scherbe, irdenes Täfelchen“) bezeichnet man in Deutschland den Aufbau des Fußbodens als ebenen Untergrund für Fußbodenbeläge. Estriche werden je nach entsprechender Art und Ausführung auch fertig nutzbarer Boden genannt.

Das schweizerische Wort für Estrich ist Unterlagsboden, das Wort „Estrich“ bezeichnet dort den Dachboden.

 

Grafische Darstellung eines Fußbodens

Neben seiner Aufgabe als „Füll- und Ausgleichsstoff“ ist ein Estrich vor allem als Lastverteilungsschicht anzusehen, unter der sich Heizungen, Wärme- und Schalldämmungen befinden können. Er kann ebenso die direkte Nutzschicht sein.

Eine Sonderform ist der sogenannte „Nutzestrich“ oder „Sichtestrich“. Dabei ist der Estrich gleichzeitig die „Nutzschicht“ ohne Oberbodenbelag. Estrich wird aus Estrichmörtel hergestellt, dieser besteht aus einer Gesteinskörnung (meist Sand) und einem Bindemittel (z. B. Zement, Calciumsulfat, Magnesiumoxid, Bitumen). Alternativ dazu gibt es auch Trockenestrich aus Fertigteilplatten

 

Frisch verlegter Estrichfußboden

Definition

Die DIN EN 13318 definiert den Begriff Estrich wie folgt: Schicht oder Schichten aus Estrichmörtel, die auf der Baustelle direkt auf dem Untergrund, mit oder ohne Verbund, oder auf einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht verlegt werden, um eine oder mehrere der nachstehenden Funktionen zu erfüllen:

  • den Druck gleichmäßig auf die darunterliegende Dämmung verteilen
  • gleichmäßiger Untergrund für einen Bodenbelag
  • unmittelbare Nutzbarkeit
  • eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen[1]

Estriche nach Bindemittel

Estriche können nach ihren Bindemitteln unterschieden werden.

Zementestrich (CT)

Der bekannteste Estrich ist der nach DIN EN 13 813 als CT (von Cementitious screed) bezeichnete Zementestrich. Es handelt sich dabei um einen Mörtel, dessen Korngröße und Mischung auf seine spezielle Verwendung optimiert wurden. Üblicherweise werden Korngrößen bis zu 8 mm verwendet. Bei Estrichdicken über 40 mm darf das Größtkörn maximal 16 mm groß sein. Das Mischverhältnis von Zement zu Sand liegt etwa bei 1:5 bis 1:3.

Der Zementestrich (CT) hat den Vorteil der Beständigkeit gegenüber Wasser nach der Aushärtung. Und auch Kälte und Hitze sind keine Probleme. Außerdem können mit Zement als Bindemittel hohe Festigkeiten erreicht werden. Nachteilig ist die Anfälligkeit des Zements für chemische Angriffe (z. B. durch Säuren) und das Verhalten auf Dämmungen oder Trennlagen. Durch „Schrumpfungsvorgänge“, die sich beim Erhärtungsvorgang des Estrichs in Kriechen und Schwinden infolge der ungleichmäßigen Hydratation ausdrücken, ist die Feldgröße in der Regel auf 36 m² zu begrenzen, da sich in der Konstruktion sonst unkontrolliert Risse bilden. Des Weiteren benötigt der Zementestrich relativ lange bis er belegereif ist.

Zementestrich erfordert nach dem Mischvorgang eine unverzügliche Verarbeitung. Und beim Einbringen und während der ersten drei Tage der Erstarrung eine Mindesttemperatur von 5 °C (auch nachts). Während der Erstarrungsphase darf diese Temperatur nicht unterschritten werden, da sonst mit starken Festigkeitsverlusten zu rechnen ist. Der Estrich ist außerdem vor Zugluft und Wassereintrag (undichtes Dach, Auskippen von Wasser usw.) zu schützen. Die Zugluft führt durch den Kapillarzug zu einer erhöhten Hydratation im Oberflächenbereich. Das bedeutet, dass „oben“ ein kleineres Volumen ist als „unten“ und der Estrich stark schüsselt. Zu viel Wärme zum Beispiel durch Zwangstrocknungen mit Heizungen führen zum Abbruch der Hydratation bzw. des Kristallwachstums. Daraus resultiert ein Schaden, wenn der Estrich Feuchte bekommt, z. B. durch Wasser aus einem Verlegemörtel. Die Begehbarkeit richtet sich nach der Art des Zements (CEM I, CEM II), der Dicke und den Umgebungsbedingungen. Ein schwimmend verlegter Zementestrich sollte frühestens nach 3 Tagen begangen werden. Nach 28 Tagen kann die erste Feuchtemessung durchgeführt werden.

Soll der Zementestrich mit einem Bodenbelag versehen werden, so muss der Estrich „genügend trocken“ (3.1.1 der DIN 18365 – Bodenbelagsarbeiten) sein. Nach einer Empfehlung zweier Verbände aus dem Jahr 2007 soll die Feuchtigkeitsmessung mit der Calciumcarbid-Methode (CM) nach DIN EN 18560 durchgeführt werden. Die so genannte Belegreife soll erreicht sein, wenn der Estrich eine Restfeuchte von maximal 2,0 CM % (unbeheizt) bzw. 1,8 CM % (beheizt) aufweist. Sowohl die Messmethode als auch die empfohlenen Grenzwerte werden kritisiert; nach einer im März 2012 veröffentlichten Studie der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) und der Universität Siegen trennt der CM-Grenzwert von 2 % belegreife Estriche nicht sicher von nicht belegreifen Estrichen. Bei diesem Grenzwert werden auch nasse Estriche als trocken bewertet.[2] Die DIN EN 18560 sagt außerdem, dass die Beurteilung der Belegreife zur Prüfpflicht des Oberbodenlegers direkt vor der Verlegung gehört

Bisher wird die Feuchtemessung bei Estrichen jedoch weiterhin nach der CM-Methode nach DIN 18560-1 durchgeführt. Die aktuellste Version der Norm DIN EN 18560 ist aus dem Jahre 2015. Diese Prüfmethode gilt auch für Calciumsulfat- und Magnesiaestriche, nicht aber für Kunstharz- und nicht für Gussasphaltestriche.

Schnellestriche auf Zementbasis bestehen aus Zement mit Zusätzen. Hier gelten andere Bedingungen für die Erhärtung und die Belegreife, die von Art und Wirkung des Zusatzes abhängt. Diese Estriche unterliegen nicht der DIN 13813 und gelten als Sonderkonstruktion. In dem Merkblatt 14 der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB) wird festgestellt, dass sich bei Schnellestrichen grundsätzlich keine verlässlichen Aussagen zur Belegreife machen lassen. Die Ausnahme bilden Estriche mit ternären Bindemitteln. Dabei handelt es sich um Drei-Stoffgemische bestehend aus Portland-/Normalzement, Aluminatzement (Tonerdeschmelzzement), Calciumsulfat und weiteren Additiven. Dabei sind die Angaben vom Hersteller maßgeblich.

Ausgestemmter Zementestrich gilt als normaler Bauschutt, sofern keine organischen Bestandteile >5 % enthalten sind. Grundlage dafür ist die Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (AVV).

Gussasphaltestrich (AS)

Der wasserfreie Gussasphaltestrich (AS) (von Mastic Asphalt screed) nach DIN EN 12591 besteht aus einem Gemisch aus Bitumen und Gesteinskörnungen (einschließlich Füller). Je nach Belastungsanforderungen werden normalerweise maximale Korngröße zwischen fünf und elf Millimeter verwendet.

Da dieses Gemisch auf eine Temperatur zwischen 220 °C und 250 °C erhitzt werden muss, ist der Gussasphaltestrich beim Einbau gieß- und streichbar und braucht nicht verdichtet zu werden. Er kann schwellen- und fugenlos eingebracht werden. Seine geringe Wärmeleitfähigkeit und seine trittschallmindernde Eigenschaft können dazu führen, dass abhängig von den bauphysikalischen Anforderungen an die Deckenkonstruktion keine Dämmungen eingebaut werden müssen. Er ist wasser- und wasserdampfdicht und stellt in Verbindung mit geeigneten Bitumen-Schweißbahnen oder einer Asphaltmastix eine Abdichtung im Sinne der DIN 18195 dar.

Die Einbaudicke von Gussasphaltestrich beträgt mindestens 20 mm. Liegt die Einbaudicke bei über 40 mm so muss der Estrich in zwei Lagen eingebracht werden. Vor dem Erkalten wird die Oberfläche mit feinem Sand abgerieben.

Der Gussasphaltestrich kann entweder als Verbundestrich mit einer Bitumen-Schweißbahn als Haftbrücke oder als Schwimmender Estrich auf einer Trennlage mit Dämmschicht eingebaut werden. Auch als Heizestrich ist Gussasphalt einsetzbar, wobei hier nur die Härteklasse ICH 10 zulässig ist. Gussasphaltestrich wird, im Gegensatz zu Estrichen mit anderen Bindemitteln, aufgrund seiner Stempeleindringtiefe (nach DIN EN 12697-20) klassifiziert. Es gibt die Härteklassen IC 10, IC 15, IC 40, IC 100. Je höher die Zahl, desto weicher der Estrich.

Vor einer Belegung mit mineralischen Werkstoffen (Naturstein, Keramik, Betonwerkstein) ist i. d. R. eine Entkopplung oder eine Sperrschicht zu erstellen. Mörtelwasser ist hochalkalisch und kann die Oberfläche des AS kalt verseifen und eine Anhaftung erschweren. Hinzu kommt eine Verfärbungsgefahr durch wandernde bituminöse Stoffe. Ein weiterer Nachteil ist die langsame Bewegung bei Wärme und statischen und dynamischen Lasten.

Der größte Vorteil des Gussasphaltestrichs ist die kurze Belegreife, so lässt sich ein Gussasphaltestrich meist schon nach einer kurzen Abkühlzeit von 2–3 Stunden begehen und im besten Fall nach etwa 4 Stunden belegen. Und die Verlegung ist unabhängig von der Außentemperatur oder Witterung. Zusätzlich ist Gussasphaltestrich resistent gegen die meisten Laugen und Säuren und somit auch für Industriefußböden interessant.

Der größte Nachteil sind die hohen Kosten. Außerdem ist der Einbau in oberen Stockwerken oft problematisch, da der Estrich kaum pumpfähig ist.

Kunstharzestrich (SR)

Mit der internationalen Bezeichnung SR (von synthetic resin screed) werden Kunstharz­estriche, in der Regel Epoxydharz­estriche, bezeichnet. Aber auch Polyurethan, Polymethylmethacrylat und andere Kunststoffe sind möglich. Außerdem werden oft Farbpigmente zugegeben. Kunstharzestriche werden auf trockenen Untergrund meist in einer einzigen dünnen Schicht von ca. 8–15 mm eingebaut. Er ist unmittelbar nach dem Mischvorgang zu verarbeiten und eine Verdichtung ist in der Regel auch notwendig.

Diese sehr teuren Untergründe werden nur in Sonderfällen eingebaut, zum Beispiel wenn man kurze Trocknungszeiten oder hohe dynamische Belastbarkeit benötigt. Die Schrumpfung bei der Polyaddition liegt je nach Produkt bei 1 bis 5 Prozent. Dies ist bei der Auswahl des Verlegematerials zu berücksichtigen.

Kunstharzestrich ist wasserbeständig, er bildet eine nicht staubende flüssigkeitsdichte Schicht die für schwere mechanische Beanspruchung genutzt werden kann. Gegen die meisten Chemikalien ist der Estrich unempfindlich. Neben dem hohen Preis ist gibt es noch den Nachteil, einer möglichen Gefahr durch die Härter, wie z. B. Bisphenol A. Diese stehen in dem Verdacht, Unfruchtbarkeit zu verursachen. Auch ist ggf. eine Änderung der Brandklasse der Gesamtkonstruktion möglich. Der Estrich verliert bei höheren Temperaturen seine Beständigkeit und kann in der Regel Temperaturen über 100 °C nicht widerstehen. Polykondensate, wie Polyester, sind durch die hohe Schrumpfungsrate nicht geeignet.

Die Aushärtungszeiten sind von dem gewählten Kunstharzbindemittel, sowie den Temperaturen bei Einbau und Aushärtung abhängig. Nach 3 bis 7 Tagen ist der Estrich üblicherweise belastbar.

Kunstharzestrich gilt als Sondermüll und muss beim Entsorger entsprechend deklariert werden.

Calciumsulfatestrich (CA)

Unter Calciumsulfatestriche (CA) werden Estriche zusammengefasst, deren Bindemittel auf Calciumsulfathalbhydrat oder auf wasserfreiem natürlichem oder synthetischem Calciumsulfat (sogenannter Anhydrit) besteht. Mit Wasser reagierend entsteht Calciumsulfatdihydrat (Gips). Calciumsulfatestriche werden nach DIN EN 13813 mit CA (vom englischen „calcium sulfat screed“) gekennzeichnet und umgangssprachlich häufig als Anhydritestrich bezeichnet.

Aufgrund des geringen Schwindverhaltens weisen CA nicht das für Zementestrich übliche Schüsseln bzw. spätere Randabsenkungen auf und können großflächig (bis zu 1000 m²) ohne Dehnfugen verlegt werden. Bewegungsfugen der Unterkonstruktion sind jedoch trotzdem zu übernehmen und bei Kombination mit einer Fußbodenheizung sind auch Dehnungsfugen vorzusehen. Sie werden als konventionell zu verarbeitender Estrich oder als Fließestrich eingebaut und sind mit 2–3 Tagen früh begehbar. Calciumsulfatestriche sollten frühestens nach 5 Tagen höher belastet werden. Als Fließestriche können CA nach DIN 18560-2 auch mit CAF gekennzeichnet werden. CAF haben die weiteren Vorteile der schnellen, verarbeitungsfreundlichen Verlegung, der geringeren Estrichdicke und der guten Wärmeleitfähigkeit bei Heizestrichen.

Calciumsulfatestriche sind ökologisch und biologisch unbedenklich und benötigen außerdem keine Nachbehandlung. Allerdings muss der Estrich nach dem Einbringen mindestens zwei Tage auf mindestens 5 °C warm gehalten werden und vor schädlichen Einwirkungen wie zum Beispiel Schlagregen, zu starker Erwärmung oder Zugluft geschützt werden

CA sind nicht wasserbeständig und dürfen keiner andauernden Durchfeuchtung ausgesetzt werden. Sie sind deshalb nicht für den Einsatz in gewerblichen Nassräumen oder für Außenanwendung geeignet. In häuslichen Feuchträumen (z. B. Bad) werden sie durch eine Verbundabdichtung geschützt.

Bei späterer Durchfeuchtung ist ein höheres Schimmelrisiko als bei Zement- oder Gussasphaltestrich zu erwarten.

Vor Belagsverlegung bzw. Voranstrich muss der CA auf eine Restfeuchte von 0,5 %, als Heizestrich auf 0,3 % heruntertrocknen. Die Restfeuchte wird mit einem CM-Messgerät ermittelt.

Calciumsulfatestrich gilt als normaler Bauschutt, wenn keine organischen Bestandteile >5 % vorhanden sind.

Magnesiaestrich (MA)

Magnesia­estrich MA (von Magnesite screed) ist auch unter der früheren Bezeichnung als Steinholz bekannt. Nach 1945 war Zement rationiert, Magnesit nicht. Deshalb ist er in vielen Altbauten zu finden. Magnesia ist vielen von Turnwettbewerben als „Trockenmittel“ für die Hände bekannt. 1867 entdeckte Stanislas Sorel, dass Magnesia mit Magnesiumchlorid zu einer zementartigen Masse erstarrt. MA ist leicht einfärbbar und wurde oft mit Holzmehl oder Holzstückchen vermischt.

Magnesiaestrich wird heute nach DIN 14016 aus kaustischer Magnesia (MgO) und einer wässrigen Magnesiumsalzlösung (MgCl2, MgSO4) hergestellt. Als Zuschlag werden anorganische oder organische Füllstoffe verwendet. Außerdem wird teilweise Farbpigmente hinzugegeben

Sein besonderer Vorteil ist das geringe Gewicht und, aufgrund seiner Leitfähigkeit die Einsatzmöglichkeit als antistatischer Fertigboden. Außerdem weist er gute Wärme- sowie Schalldämmungswerte auf. Sein großer Nachteil ist die Feuchteempfindlichkeit und Korrosivität gegenüber Metallen, da bei Wasserzugabe das enthaltene Chlorid und Magnesiumhydroxid „ausgewaschen“ werden und der MA aufquillt. Er darf nie direkt mit wässrigem Mörtel in Kontakt kommen. Eine typische Verwendung heute ist die Verwendung als Nutzestrich für große trockene Flächen.

Wie die meisten anderen Estrichmörtel auch, muss Magnesiaestrich unverzüglich nach dem Mischvorgang eingebaut werden. Während des Einbaus und die folgenden zwei Tage muss die Temperatur über 5 °C gehalten werden. Außerdem ist der frische Mörtel für mindestens zwei Tage vor Wärme, Schlagregen und Zugluft zu schützen. Der Estrich ist frühstens nach zwei Tagen begehbar und sollte mindestens fünf Tage nicht höher belastet werden. Weiterhin ist Magnesiaestrich über Spannbetondecken wegen der hohen Korrosionsgefahr unzulässig.

Faserbewehrte Estriche

Eine Bewehrung für Estriche ist nach DIN 18560 grundsätzlich nicht erforderlich. Sinnvoll ist sie hauptsächlich bei Zementestrichen auf Dämmschichten zur Aufnahme von Stein- oder Keramikbelägen. Neben der Möglichkeit einer Bewehrung mit Estrichgittern gibt es die Faserbewehrung. Die Estrichgitter sind auf weichen Dämmschichten schwer lagegenau einzubauen und erschweren darüber hinaus den sauberen Einbau einer Estrichschicht, besonders auf Dämmschichten oder bei Heizelementen. Eine Faserbewehrung ist hingegen einfach einzubauen, die Fasern (Stahlfasern, alkalibeständige Glasfasern, Kunststofffasern) werden dem Estrichmörtel zugemischt. Eine Faserbewehrung wird hauptsächlich zur Verminderung von Rissen eingesetzt. Eine vollständige Vermeidung von Rissen kann auch mit einer Faserbewehrung nicht erreicht werden. Die Funktion einer konstruktiven Bewehrung können Fasern erst bei höherer Menge, welche bei Estrichen unüblich sind, übernehmen. Die Zugabe von Fasern kann die Bildung von Schrumpf- und Frühschwindrissen im Estrich verringern. Anzumerken ist jedoch, dass eine Faserzugabe die Konsistenz des Estrichmörtel herabsetzt und so die Verarbeitung erschwert. Gegenüber früher üblichen Stalhbewehrungsmatten ist eine Faserbewehrung deutlich preisgünstiger.

Zementestriche

Für alle zementgebundenen Estriche empfehlen sich alkaliresistente (AR) Glasfasern. Diese sind auch bei der alkalischen Umgebung im Zement beständig. Besonders sinnvoll ist die Verwendung bei Heizestrichen oder Untergründen für keramische oder Natursteinbeläge.

Konstruktionsarten

Bei den Konstruktionsarten des Estrichs wird nicht nach Estrichbindemitteln, sondern nach der Bauweisen bzw. der Konstruktionsart unterteilt.

Verbundestrich

Der Verbundestrich wird direkt auf dem tragenden Untergrund aufgetragen und ist mit diesem kraftschlüssig verbunden. Da alle Kräfte direkt in den Untergrund abgeleitet werden, ist die Tragfähigkeit durch den Untergrund, i. d. R. eine Betondecke, bzw. durch die Druckfestigkeit des Estrichs begrenzt.

Die Estrichdicke spielt somit nicht die entscheidende Rolle. Bei einschichtigen Zement-, Calciumsulfat-, Magnesia- oder Kunstharzestrichen sollte die Nenndicke maximal 50 mm betragen. Bei Gussasphaltestrichen zwischen 20 und 40 mm. Das Wichtigste bei der Herstellung eines Verbundestrichs ist die richtige Untergrundvorbereitung, damit es zu keinen Hohllagen kommt und der Verbund zwischen Estrich und Untergrund gewährleistet ist. Dazu ist der Untergrund gründlich zu reinigen. Er sollte außerdem möglichst frei von Rissen sein. Für einen guten Verbund kann es auch sinnvoll sein eine Haftbrücke, zum Beispiel aus einer Kunststoffdispersion oder –emulsion, auf die Tragschicht aufzutragen. Ebenso ist ein teilweise Strahlen oder Fräsen, und gegebenenfalls ein Vornässen der Tragschicht erforderlich. Sind Rohrleitungen oder Kabel auf dem Untergrund müssen diese in einen Ausgleichsestrich eingebettet werden. Auch wenn der tragende Untergrund nicht eben genug ist, ist ein ebener Ausgleichsestrich einzubauen, auf dem anschließend der Verbundestrich gebaut werden kann. Besonders bei hohen dynamischen Lasten ist ein Verbundestrich zu wählen. Es gilt die DIN 18560-3.

Estrich auf einer Trennschicht bzw. Trennlage

Eine weitere Möglichkeit einen Estrich zu konstruieren ist als Estrich auf Trennschicht. Dabei befindet sich zwischen dem tragenden Untergrund und dem Estrich eine dünne Schicht, die die Bauteile voneinander trennt. Diese Schicht besteht in der Regel aus zwei Lagen, so dass der Estrich vom tragenden Untergrund entkoppelt wird und eine spannungsfreie Bewegung möglich ist. Bei Calciumsulfat- und Gussasphaltestrich ist die Trennschicht nur einlagig auszuführen. Auch an den angrenzenden Wänden wird die Trennschicht und zusätzlich ein Trennstreifen zur Verhinderung von Einspannung verlegt. Als Material für die Trennschicht wird zum Beispiel Polyethylenfolie, kunststoffbeschichtetes Papier, bitumengetränktes Papier oder Rohglasvlies verwendet.

Die Estrichkonstruktion mit Trennschicht wird zum Beispiel bei hohen Biegebeanspruchungen in der Tragkonstruktion eingesetzt oder wenn der Tragbeton wasserabweisend ist. Um den Boden vor aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen kann eine Abdichtung eingebaut werden, die zudem auch als eine Lage der zweilagigen Trennschicht gezählt wird.

Für eine funktionierende Konstruktion ist es wichtig, dass der tragende Untergrund eine ebene Fläche ohne unregelmäßige Erhebungen oder störende Rohrleitungen ist. Das Kriechen und Schwinden und die damit einhergehenden Verformungen des Rohbetons können die Ebenheit zusätzlich beeinflussen. Das kann dazu führen, dass die Bewegung des Estrichs eingeschränkt wird und sich durch Zwangsspannungen Risse bilden. Bei einem Altbau ist das Risiko in der Regel nicht mehr gegeben, da im älteren Untergrund so gut wie keine Schwindeffekte mehr auftreten.

Für einen Estrich auf Trennschicht (DIN 18560-4) werden die erforderlichen Festigkeits- bzw. Härteklassen in der DIN EN 13813 geregelt

Estrich auf einer Dämmschicht („schwimmender Estrich“ bzw. „Heizestrich“)

Eine weitere Konstruktionsart ist der Estrich auf Dämmschicht. Der Estrich liegt dabei auf einer Dämmschicht auf und wird seitlich von Dämmstreifen ummantelt, so dass keine direkte Verbindung zu dem angrenzenden Untergrund und den Wänden besteht, der Estrich „schwimmt“ sozusagen. Der Estrich wird dabei auf einer wasserundurchlässigen Folie verlegt, die die Dämmschicht vor Durchfeuchten schützt und die Schallübertragung weiter abdämpft. Sind in dem Estrich oder der Dämmschicht Heizelemente eingebaut, so spricht man von einem Heizestrich.

Die Dämmschicht hat die Funktion der Trittschalldämmung oder der Wärmedämmung. Zudem ist es möglich mehrere Dämmschichtlagen einzubauen. Als Dämmschicht werden meist Dämmmatten oder –platten verwendet. Typische Materialien sind z. B. Polystyrol-Hartschaum (EPS), extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS), Mineralfasern (Stein- oder Glaswolle) oder Holzweichfasern. Bei der Wahl des Dämmmaterials ist die Verformungsstabilität eine entscheidende Eigenschaft.

Aufgrund der weichen Dämmschicht kommt es immer wieder zu Schäden durch Absenkungen bei schwimmenden Estrichen. Verantwortlich können dafür zu hohe Lasten sein, die besonders in Plattenecken problematisch sind. Durch eine übermäßige Last kann ein einspannender Effekt entstehen wodurch der Estrich seinen schwimmenden Charakter verliert. Besonders das Problem des sogenannten „Aufschüsselns“ ist ein wiederkehrendes Problem.

Bei einem Heizestrich gibt es verschiedene Bauarten. So können die Heizelemente innerhalb (Bauart A), unterhalb des Estrichs (Bauart B) oder in einem Ausgleichsestrich (Bauart C) angeordnet sein.

Normenrechtlich gilt die DIN 18560-2, neben diversen Merkblättern des ZDB (Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) und des BEB (Bundesverband Estrich und Belag). Des Weiteren müssen Messstellen für die CM-Feuchtemessung ausgewiesen werden, je Raum mindestens 2 Messstellen, und bei Räumen über 50 m² mindestens 3. Bei Heizestrichen mit mehr als 8 m Seitenlänge oder mehr als 40 m² Fläche müssen unbedingt Bewegungsfugen eingebaut werden.

 

 

 

 

 

Belegereife

Eine Definition der Belegreife lautet: „Die Belegreife ist der erreichte Zustand eines Estrichs in Bezug auf Abbinde- und Trocknungsreaktionen, in dem er für die schadens- und mangelfreie, dauerhafte Aufnahme eines Belags geeignet ist.“ Dazu werden drei wesentliche zeitabhängige Parameter genannt:

• Ausreichende Trocknung

• Ausreichende Festigkeit

• Ausreichender Schwindungsabbau

Üblicherweise wird die Belegreife aber nur an der ausreichenden Trocknung festgemacht, dazu wird die CM-Messung verwendet. Ein Estrich muss die sogenannte Gleichgewichtsfeuchte erreicht haben damit er als belegreif gilt. Das bedeutet, dass sein Wassergehalt im Gleichgewicht mit der umgebenden Raumluft steht. Für Naturstein und Keramik ist zudem auch die Verformungsstabilität entscheidend, während bei Parkett bzw. Weichboden, wie PVC, Linoleum oder Kautschuk die Feuchtigkeit ausschlaggebend ist.

Für den Natursteinbereich bedeutet es, dass die zu erwartende Schwindung des Estrichs so weit wie möglich abgeschlossen sein muss. Bei zu hoher Raumtemperatur oder eingeschalteter Fußbodenheizung wirkt der Estrich zwar trocken, ist aber noch lange nicht belegreif. Für die mit Wasser angemischten Estrichmörtel sind ausreichend lange Trocknungszeiten (inkl. Aushärtung) einzuhalten.

Je nach Luftwechsel, Raumtemperatur, relativer und absoluter Luftfeuchte kann sich diese Zeit erheblich verlängern. Die Werte für die zulässige Restfeuchte bis zur Belegreife sind abhängig von der Estrichart, von der unbeheizten oder beheizten Konstruktion und von der späteren Belagsart. Eine Zwangstrocknung kann zu einer unterbrochenen Hydratation führen und bei späterem Feuchteeintrag (Mörtel des Oberbelags) Verformungen mit Rissbildung hervorrufen. Die Richtwerte für den Feuchtegehalt bei Belegreife nach der CM-Methode betragen für beheizte Zementestriche 1,8 CM-% (bei unbeheizt 2 CM-%). Wenn der gemessene Wert den Richtwert unterschreitet ist der Estrich belegreif.

Bei Calciumsulfatestrichen ist eine erhöhte Trockenheit notwendig. Der Richtwert liegt bei 0,3 CM-% (bei unbeheizt 0,5 CM-%). Außerdem sind Calciumsulfatestriche vor aufsteigender Feuchtigkeit oder Wasserdampfdiffusion mit Dampfsperren und Abdichtungen zu schützen.

Die angegebenen Werte entsprechen CM-%. Diese Werte werden mit einem Calciumcarbid-Messgerät (CM-Gerät) ermittelt. Die CM-Messung ist normativ vorgeschrieben. Dabei wird eine kleine Menge Estrich aus dem vorhandenen Estrich entnommen, zerkleinert und unter Zugabe von Calciumcarbid in einer Stahldruckflasche aufgeschüttelt. Das Calciumcarbid reagiert unter Druckanstieg mit dem Restwasser zu dem Gas Ethin (Acetylen). Der Druck wird mittels Manometer gemessen und kann mit einer Eichtabelle auf CM-% umgerechnet werden. Mit Zusätzen, die so genannte „schnell trocknende Estriche“ enthalten, kann die Belegreife ggf. verkürzt werden. Diese Schnellestriche sind keine normgerechten Estriche, sondern Sonderkonstruktionen. Sie sind daher mit Vorsicht zu benutzen, weil teilweise keine sicheren Aussagen über die Belegreife gemacht werden können, es muss sich auf die Angaben des Herstellers verlassen werden.

Trockenestriche

Unter einen Trockenestrich versteht man einen Estrich aus vorgefertigten Teilen, die auf der Baustelle kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Daher ist er auch unter dem Namen „Fertigteilestrich“ oder „Trockenunterboden“ bekannt. Alle Trockenestriche sind nicht normativ erfasst. Es handelt sich hierbei generell um Sonderkonstruktionen, die besonders beauftragt werden müssen. Hierbei hat der Planer eine wesentlich höhere Verantwortung bzw. Planungshaftung. Es gilt die VOB/C ATV DIN 18340 „Trockenbauarbeiten“ und für Fertigteileestriche aus Holzspanplatten ist die DIN 68771 zu beachten.

Bei Trockenestrichen kommen nachfolgende Materialien zum Einsatz:

• Holzspanplatten (auch zement- oder magnesitgebunden)

• OSB-Platten, Hartholzfaserplatten

• Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten

• Beton- und zementäre Estrichplatten.

Bei unebenen Untergründen ist eine Einebnung notwendig, z. B. durch eine Schüttung. Diese besteht je nach System z. B. aus Tonkügelchen, Kunststoffen oder anderen Materialien. Eine Spachtelung des Untergrunds wäre bei kleineren Unebenheiten möglich. Hierbei sind aber das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten und eine Reaktion auf dynamische Lasten zu berücksichtigen (Bauphysik). In Nassbereichen ist zusätzlich die Belastbarkeit durch Feuchte zu berücksichtigen. Es ist erforderlich, dass die einzelnen Fertigteilplatten zu einer tragenden Estrichplatte konstruktiv verbunden werden. Dazu gibt es die folgenden vier Verbindungsarten:

• Stumpf gestoßen und verklebt

• Geklebtes Verbindungssystem mit Nut und Feder

• Breiter Stufenfalz, geklebt oder verschraubt mit Verklebung

• Zweilagige Verlegung mit versetzten Fugen, Lagen ganzflächlig verklebt/verschraubt

Vor- und Nachteile von Trockenestrichen

  • Vorteile von Trockenestrichen:
    • keine Wartezeit durch Trocknung,
    • keine Trocknungsprotokolle,
    • keine CM-Messung notwendig,
    • keine Feuchtigkeitsbelastung des Baukörpers,
    • teilweise leichterer Aufbau, analog einem Magnesitestrich,
    • geringere Konstruktionshöhen als konventionelle Estriche sind möglich,
    • größere Höhendifferenzen sind durch Schüttungen ausgleichbar, dadurch geringere Gewichtsbelastung.
    • bei Fußbodenheizung weniger Masse betroffen, daher schneller aufheizbare Räume.
  • Nachteile von Trockenestrichen:
    • ebener Untergrund ist erforderlich (Schüttung, Spachtelung),
    • die Kombination Konstruktion und Belagsart muss ggf. von einem Bauphysiker errechnet werden,
    • geringere Belastbarkeit bei dynamischen Lasten, wie zum Beispiel Rollstühle,
    • Standardtabellen für Trittschalldämmung sind nicht anwendbar,
    • bei Fußbodenheizungen sind Temperaturobergrenzen zu beachten,
    • die Feuchteempfindlichkeit hängt vom Estrichmaterial und dem System des Höhenausgleichs ab,
    • Standardtabellen zur Wärmeleitfähigkeit bei Heizungen sind nicht anwendbar,
    • höhere Kosten,
    • generell Sonderkonstruktionen mit höherem Haftungsrisiko für den Planer und die ausführenden Unternehmen.

Normen

Die geltenden Normen für Estriche sind innerhalb der EU:

  • DIN EN 13318 Estrichmörtel und Estrich-Begriffe
  • DIN EN 13813 Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen
  • DIN EN 13892 Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen, Teil 1 bis 8

Zusätzlich gilt in Deutschland:

  • DIN 18560 Estriche im Bauwesen, deutsche Anwendungsregeln
    • Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfung und Anwendungsregeln
    • Teil 2: Estrich und Heizestriche auf Dämmschichten
    • Teil 3: Verbundestriche
    • Teil 4: Estriche auf Trennschicht
    • Teil 7: Hochbeanspruchte Estriche (Industrieestriche)

Konformitätskontrolle

Die Konformitätskontrolle bei normativ erfassten werkgefertigten Estrichen umfasst die Erstprüfung und eine werkseigene Produktionskontrolle bzw. Eigenüberwachung.

Eine Erstprüfung muss bei Produktionsbeginn des Estrichs bzw. vor der Herstellung eines jeweils neuen Produktes oder aber bei Veränderungen von Reaktanten durchgeführt werden. Auch eine Veränderung und eine Umstellung des Herstellverfahrens erfordern eine jeweilige Erstprüfung. Die erforderlichen Prüfungen für die jeweilige Estrichtart ist in der DIN EN 13813 geregelt.

Bei sogenannten Baustellenestrichen erfolgen eine Prüfung der Lieferscheine sowie eine Sichtprüfung der Edukte. Der Herstellungsvorgang als solcher muss in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. In Ausnahmefällen kann eine Erhärtungsprüfung anfallen und in Sonderfällen, wenn erhebliche Zweifel an der Güte des Estrichs im Bauwerk bestehen, kann auch eine Bestätigungsprüfung notwendig sein

Quelle:wikipedia

Pitch Pine

Mit Pitchpine (vom englischen Begriff Pitch Pine für die Pechkiefer, lat. Pinus rigida) werden schwere und kernholzreiche Kiefernhölzer bezeichnet. Der Begriff bezeichnet keine spezielle botanische Art, sondern ist ein Sammelbegriff der Holzwirtschaft für die beste Qualität an Nadelholz („das härteste Nadelholz der Welt“), das heute kaum noch verfügbar ist. Dieses Kernholz hat teilweise Jahresringe unter 1 mm Breite, ist sehr harzreich und mit ca. 710 g/dm³ dementsprechend schwer.

Früher war „Pitch Pine“ außerdem einer von mehreren englischen Begriffen für die Sumpfkiefer (Pinus palustris).

Das weltweit vermarktete Holz der Pechkiefern stammt aus Kanada, aus dem Südwesten der USA und aus Mittelamerika, insbesondere aus Honduras (Honduras Pitch Pine) von sehr alten und großen Bäumen, die dort inzwischen weitgehend gefällt sind. Pitchpine wird vorwiegend zur Herstellung von Fußbodendielen, Wand- und Deckenverkleidungen verwendet. Da das Holz sehr häufig als Dielen in Gebäuden der Gründerzeit verwendet wurde und die damals verbauten hochwertigen Holzqualitäten rar sind, gibt es einen Markt für alte Dielen.

1933 verwendeten die in den Jahren zuvor in Deutschland gegründeten Radiosender bevorzugt das Holz der Pechkiefer zum Bau von Sendetürmen, unter anderem auch für den Sendeturm des Bayerischen Rundfunks, damals „Reichssender München“ in München-Ismaning. Die Holzstämme für insgesamt 3 Sendetürme wurden damals von Kanada per Dampfschiff nach Europa transportiert.

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