zugleich

Parkett ist ein strapazierfähiger Bodenbelag, dennoch entstehen selbst bei bester Pflege im Laufe der Zeit Laufspuren, Gebrauchspuren, Dellen und Verfärbungen durch Schmutz und Licht auf dem Holz. Im Gegensatz zu Laminatboden kann Parkett abgeschliffen werden, so dass er wieder in neuem Glanz erstrahlt. Parkett kann selbstverständlich vom Fachmann abgeschliffen oder vom erfahrenen Heimwerker renoviert werden. Falls Zweifel über die Stabilität oder Renovierbarkeit des Bodens besteht, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden

Das Abschleifen von Parkett erfolgt in mehreren Schritten: Grobschliff, Zwischenschliff, Feinschliff und abschließende Oberflächenbehandlung. Stark beschädigte Böden müssen in mehreren Schritten abgeschliffen werden. Soll ein Fertigparkett abgeschliffen werden, sollte die Dicke der Nutzschicht berücksichtigt werden. Die obenliegende Holzschicht variiert zwischen 2,5 und 6 mm. Ein Bodenbelag mit geringer Nutzschicht kann weniger häufig renoviert werden, denn bei jedem Abschliff werden im Schnitt 0,5 mm, teilweise sogar 1 mm, der Holzschicht entfernt. Die verbleibende Nutzschicht sollte eine Dicke von mindestens 2 mm aufweisen. Wie dick die Nutzschicht ist, lässt sich in den Hersteller-Angaben erfahren oder an einem Reststück abmessen.

 

Parkettböden, die werkseitig mit farbig geölter Oberfläche ausgestattet sind, verlieren ihre spezielle Oberflächenfärbung durch das Schleifen. Im Vorfeld sollte geprüft werden, ob eine Renovierung ratsam ist oder ob eine professionelle Reinigung ausreicht, um den Boden in Stand zu setzen. Die erforderlichen Geräte wie eine Schleifmaschine und ein Winkelschleifer können unter anderem im Baumarkt oder bei einigen Fachhändlern entliehen werden. Der Fachhändler kann die für die Verlegetechnik und Holzart passenden Werkzeuge empfehlen. Häufig wird zusätzlich eine Gebrauchsanleitung mit der Maschine verliehen, dennoch sollten die Spannrichtung für die Schleifblätter sowie die Einstellungen für den Druck beim Fachhändler direkt erfragt werden. Bei der Arbeit sollte eine Atemschutzmaske getragen werden, denn beim Schleifen entsteht gesundheitsschädigender Feinstaub. Eine gute Lüftung minimiert zudem die Feinstaubbelastung. Eine Schutzbrille, Gehörschutz, festes Schuhwerk und Knieschoner erleichtern die Arbeit.

  • Vorbereitung
  • Grobschliff
  • Zwischenschliff
  • Feinschliff
  • Parkett versiegeln
  • Parkett abschleifen lassen

Vorbereitung Parkett schleifen

Zunächst muss der Raum leergeräumt werden. Möbel, Teppiche und Gardinen werden herausgeräumt und Möbelstücke, die nicht entfernt werden können, mit einer Schutzfolie abgeklebt. Die Sockelleisten müssen ebenfalls entfernt werden, um das Parkett vollständig bearbeiten zu können. Besonders einfach lassen sich geschraubte oder mit Befestigungsklipps montierte Sockelleisten entfernen. Genagelte Leisten lassen sich mit Schraubenzieher und Meißel von der Wand entfernen, indem Nagel für Nagel die Leiste abgehebelt wird. Wird ein genagelter Dielenboden abgeschliffen, müssen alle Nägel überprüft und überstehende Nägel entfernt oder versenkt werden. Zudem müssen abgelöste Holzteile mit Leim befestigt oder entfernt werden. Bevor die Schleifarbeiten beginnen, wird das Parkett gereinigt. Falls weitere Renovierungsarbeiten wie Tapezieren oder Streichen anstehen, sollten die vor der Parkettrenovierung erfolgen, damit keine Farbklekse oder Kleisterreste auf das frisch geschliffene Parkett tropfen.

  • Raum ausräumen, verbleibende Möbel abkleben
  • Sockelleisten entfernen
  • Parkett reinigen

Parkett Grobschliff

Beim Grobschliff werden Versiegelung und Verschmutzungen entfernt. Für den Grobschliff wird ein grobes Schleifpapier mit einer geringen Körnung verwendet. Meist wird Papier mit einer Körnung von 24 oder 36 eingesetzt, wobei für unebene Böden Schleifpapier mit geringerer Körnung empfohlen wird. Der Schliff erfolgt diagonal zur Maserung des Holzes. Die Schleifmaschine sollte erst auf den Boden gelassen werden, wenn die gewünschte Drehzahl erreicht ist, da die Oberfläche andernfalls unregelmäßig geschliffen wird und sich unerwünschte Dellen und Rillen bilden. Die Parkettschleifmaschine sollte regelmäßig geführt werden. Der Einsatz von einem Sicherheitsgurt kann dabei hilfreich sein, denn das Gerät entwickelt eine starke Zugkraft. Die laufende Maschine sollte nicht abgestellt werden, um keine Vertiefungen in das Parkett zu schleifen. Ebenso führen Richtungswechsel bei laufender Maschine zu Unregelmäßigkeiten im Boden, deshalb muss die Maschine rechtzeitig angehoben und gewendet werden. Der Staubsack der Maschine muss regelmäßig geleert werden. Da der Holzstaub leicht brennbar ist, sollte der Sack draußen gelagert werden. Bevor der nächste Schliff vorgenommen wird, sollte der Parkettboden gründlich abgesaugt werden.

  • Schleifen mit kleiner Körnung
  • Schleifmaschine nur bei voller Drehzahl auf den Boden aufsetzen
  • Staubbeutel regelmäßig leeren
  • Boden saugen

Parkett Zwischenschliff

Der Zwischenschliff dient dazu, Unebenheiten und die Schleifspuren des Grobschliffs auszugleichen. Es wird ein Schleifpapier mit einer Körnung von 60 verwendet. Bei stark beschädigten Bodenbelägen muss der Zwischenschliff mehrfach durchgeführt werden. Die Schleifrichtung hängt von dem Verlegemuster des Parketts ab. Fischgrät wird diagonal zur Maserung, Würfelparkett diagonal zum Faserverlauf, Stabparkett im Winkel von 7 bis 15 Grad zur Maserung abgeschliffen. Nach jedem Zwischenschliff sollte gestaubsaugt werden, um den verbliebenen Feinstaub zu entfernen. Schwer zugängliche Ecken, der Boden unter Heizkörpern sowie die Bereiche in der Nähe der Wände können mit der großen Schleifmaschine nicht erreicht werden. An diesen Stellen kommt eine kleinere Schleifmaschine zum Einsatz. Die schwer zugänglichen Stellen werden mit der gleichen Körnung bearbeitet wie der restliche Parkettboden. Den Übergängen zwischen der großen Fläche und den Rändern gilt es besondere Beachtung zu schenken und sie unauffällig zu gestalten.

  • Schleifen mit Schleifpapier mittlerer Körnung
  • Schleifrichtung abhängig von Verlegemuster
  • schwer zugängliche Stellen mit kleiner Schleifmaschine bearbeiten
  • Fußboden reinigen

Parkett Feinschliff

Vor dem Feinschliff können kleinere Schäden im Holz mit Kitt, einem Gemisch aus Kitt und Schleifstaub oder einem Holzreparaturset repariert werden. Der Feinschliff erfolgt mit einem Schleifpapier mit hoher Körnung von 100 oder 120. Er dient dazu, die Oberfläche zu glätten. Der Feinschliff wird parallel oder quer zum Lichteinfall vorgenommen. Auch hier muss abschließend der Boden gründlich gereinigt werden, um ihn für die Oberflächenbehandlung vorzubereiten.

  • Feinschliff glättet Oberfläche
  • vor dem Schliff kleinere Schäden beheben
  • Boden sehr gründlich reinigen

Parkett versiegeln

Der Boden wird nach dem Abschleifen mit Öl, Wachs oder Lack behandelt, um das Parkett zu schützen. Welche Oberflächenbehandlung bevorzugt wird, ist vom persönlichen Geschmack und der voraussichtlichen Belastungsintensität des Parketts abhängig. Wie viel Lack oder Öl benötigt wird hängt von der Raumgröße und Saugfähigkeit des Holzes ab. Die Oberflächenbehandlung erfolgt vom Licht weg mit Hilfe einer breiten Rolle. Es sollte kein Staub auf dem Boden oder im Raum liegen, um Öl oder Lack gleichmäßig auftragen zu können. Wird der Parkettboden lackiert, wird zunächst eine Grundierung aufgetragen. Beim Lackieren darf der Boden nicht direkten Sonnenstrahlen ausgesetzt werden, da sich Blasen im Lack bilden können. Auf die Grundierung wird der Lack aufgetragen. Es ist ratsam Grundierung und Lack vom selben Hersteller und aus der selben Produktlinie anzuschaffen. Bei der Lackierung sollte nass in nass gearbeitet werden. Bevor die zweite Lackschicht aufgetragen wird, wird die Oberfläche erneut abgeschliffen. Der Lack wird hierbei lediglich angeschliffen und nicht vollständig entfernt. Vor jedem Lackieren muss die Oberfläche bereinigt werden. Eine dritte Lackschicht sorgt für eine besonders robuste Oberfläche. Bevor ein Teppich ausgelegt werden kann, muss der Lack auslüften und nachhärten. Idealerweise sollte der Boden erst nach 14 Tagen wieder vollständig belastet werden.

Auch Öl sollte mehrfach aufgetragen werden. So lange das Öl nicht ausgehärtet ist, sollte der Boden nicht betreten werden. Es wird zwischen härtenden und nicht härtenden Ölen unterschieden, wobei das nicht härtende Öl die Oberfläche nicht versiegelt, sondern lediglich eine offenporige Schutzschicht bildet. Um die Oberfläche ausreichen zu schützen, kann Parkett, das mit nichthärtenden Ölen behandelt wird, mit einer Wachsschicht versehen werden. Einige Öl-Wachs-Gemische müssen in den Boden eingerieben werden. Durch das Polieren erhält die Oberfläche einen natürlichen Glanz. Geölte Oberflächen müssen regelmäßig nachgeölt werden. Beim Nachölen lassen sich zugleich kleinere Beschädigungen beheben.

  • Oberflächenbehandlung mit Lack oder Öl
  • Grundierung bei Lack notwendig
  • geölte Oberfläche kann mit Wachs abgeschlossen werden
  • Oberfläche trocknen, beziehungsweise aushärten lassen vor dem Einrichten des Raumes

Parkett abschleifen lassen

Wird ein Fachbetrieb beauftragt, um das Parkett abzuschleifen, sollten einige Fragen im Vorfeld geklärt werden. Vor allem muss abgesprochen werden, welche Leistungen im Preis inbegriffen sind. Einige günstige Betriebe verzichten auf eine Endreinigung oder die abschließende Versiegelung beziehungsweise Oberflächenbehandlung ist nicht inbegriffen. Einige Arbeiten müssen eventuell nicht vom Fachbetrieb übernommen werden wie das Ausräumen des Raumes oder das Entfernen der Sockelleiste. Teurere Fachbetriebe bieten häufig eine Gewährleistung an.

Quelle:https://www.deinetuer.de/

Schöner wohnen und sich richtig wohlfühlen: mit dem passenden Bodenbelag kein Problem. Doch welcher Bodenbelag ist besser? Elegante Fliesen, klassische Holzdielen, edles Parkett, warmer Kork? Oder doch moderner PVC-Fußboden oder kurzfloriger bis flauschiger Teppich?

Nicht nur sein Preis, auch das Auge sowie alle Sinne entscheiden, welcher Fußbodenbelag für einen Raum der beste ist. Nicht zuletzt kommt es darauf an, ob er die in seinem jeweiligen Einsatzbereich an ihn gestellten Anforderungen erfüllt: Denn ein Bodenbelag, der für das Wohnzimmer ideal ist, muss nicht für das Bad geeignet sein.

Sie suchen nach den perfekten Bodenbelag-Varianten für Ihren Neubau? Oder möchten Sie brandneue Bodenbeläge bei der Renovierung in das Eigenheim einbringen? Dann streifen Sie mit uns durch die Welt der Bodenbeläge: Unsere Übersicht über Materialien und Beläge bietet wertvolle Anregungen zur Identifizierung der Bodenbekleidungen für alle Ihre Zimmer.


Holz – Das warme Naturmaterial

Unter den Bodenbelagarten ist Holz eine besonders anheimelnde, denn mit einem Holzfußboden holt man sich die Natur ins Haus. Seine warme Struktur und angenehme Optik sorgen für die große Portion Wohlfühlatmosphäre, die man nach einem anstrengenden Alltag braucht.

Dabei gibt es den Bodenbelag in einer Vielzahl an Varianten: von urigen Holzdielen über edles Parkett bis hin zu innovativen Holzpflaster- und Korkböden. Seine naturgegebenen Maserungen und Farbschattierungen machen jeden Holzfußboden zum Unikat. Doch oft entscheiden sich Häuslebauer für das preisgünstige Parkett-Imitat Laminat.

HOLZDIELEN VERKÖRPERN GEMÜTLICHKEIT

Rustikal hoch 10: Mit Holzdielen zieht Wohlfühl-Ambiente der ursprünglichsten Variante in den heimischen Raum ein. Massive Holzbohlen – genauer gesagt Hobeldielen – sind der „Stoff“, aus dem die auch Schiffs- oder Riemenböden genannten Dielenböden bestehen. Sogar vereinzelte kleine Schönheitsfehler der Holzdielen haben ihre Berechtigung: Zusammen mit der natürlichen Holzmaserung machen diese markanten Stellen den Holzboden einmalig! Impressiv: Ob Dielenboden aus Weichhölzern wie Tanne, Fichte, Kiefer, Lärche, Douglasie oder Harthölzern wie Eiche, Buche, Esche, Ahorn, Kirsche – jeder Boden aus Holzdielen verleiht einem Raum seinen eigenen Charakter.

Holzdielenboden wird geölt

Tipps zu Holzdielen:

  • Klassisch & zugleich modern
  • Ruhige Oberflächengestaltungen: z.B. Eiche, lebhaft strukturvolle: z.B. Nussbaum
  • Dielenböden aus Harthölzern sind unempfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als Parkettböden
  • Durch Gebrauchsdicke von 2 bis 2,5 Zentimetern mehrmals abschleifbar
  • Mit Besen, Staubsauger oder einem nebelfeuchten Baumwolltuch zu reinigen
  • Trittschalldämmung sowie ggf. Einbringung feuchtigkeitssperrender PE-Folie notwendig
  • Versiegelung unbehandelter Dielen nach dem Verlegen mit Lasur, Öl, Wachs oder Lack unerlässlich
  • Regelmäßiges erneuern der Versiegelung vonnöten
  • Fugen- und Rissbildung durch Aufquellen und Schwinden möglich. Um dies zu vermeiden, Luftfeuchte von 50 bis 60% sowie Raumtemperatur zwischen 18 und 20°C beibehalten
  • Preis: Bereits ab 12,00 Euro/m² umsetzbar (unbehandelte Holzdielen aus Nadelhölzern); Preise für Holzdielenböden aus Laubhölzern beginnen bei ca. 30 Euro/m² (z.B. lackierte Eiche)

 

Vorteile von Holzdielen

  • Verlegung auch von Laien durchführbar
  • Dank geringer Wärmeableitung fußwarm
  • Gleicht leichte Feuchtigkeitsschwankungen der Raumluft aus
  • Dielenböden aus Harthölzern sind unempfindlicher gegenüber mechanischer Beanspruchung als Parkettböden
  • Langlebiger Bodenbelag
  • Einfach zu reinigen
  • Im Vergleich zum Pakett günstig

 

Nachteile von Holzdielen

  • Anfällig für Fugen- und Rissbildung
  • Spezielle Unterkonstruktion nötig
  • Übertragung von Schall- und Trittschallgeräuschen
  • Vergleichsweiser hoher Aufwand für Verlegung und Pflege
  • Sehr eingeschränkte Eignung für Fußbodenheizung
  • Für Feuchträume sind nur bestimmte, speziell imprägnierte Harthölzer geeignet

PARKETT: EXQUISITE RAUMGESTALTUNG

Beide Bodenarten – Parkett wie Holzdielen – sind für Holzliebhaber echte Traumböden. Aber welcher Bodenbelag ist besser? Dielen stehen mehr für eine rustikale Optik, Parkettböden für eine repräsentative. Ihr Naturmaterial Holz verleiht beiden Böden eine Individualität, die das Parkett-Pendant Laminat nicht erreichen kann. Mit einem fortlaufenden und sich wiederholenden Druck versehen, sind Laminatböden nämlich keine Unikate. Echtholzparkett steht in vielfältigen Holzsorten von Eiche über Ahorn und Birnbaum bis Olive zur Wahl. Zu dem jeweils eigenen Bild eines Parkettbodens trägt auch sein Verlegemuster maßgeblich bei. Unterschieden wird bei Parkett zwischen Einschichtparkett aus massivem Vollholz und dem auch Fertigparkett genannten Mehrschichtparkett mit Vollholz als Deckschicht.

Parkettboden bei der Einölung

Tipps zum Parkett:

  • Heller Parkettboden: z.B. Birkenholz, rötlicher: Merbau, dunkler: Teakholz
  • Auswahl aus vielerlei Verlegemustern wie Schiffsboden, Fischgrät, Diagonalverband, Altdeutscher Verband, Flechtmuster, Tafel, Kassette, Leiter
  • Hygienischer und Feuchte regulierender Bodenbelag, dadurch Verbesserung des Raumklimas und Eignung für Allergiker
  • Reinigung mit Besen, Staubsauger und nebelfeuchtem Lappen
  • Mittlerweile existiert sogar Parkett für das Bad: Dieses besteht aus Hölzern mit geringer Feuchtigkeitsaufnahme wie Teakholz, Merbau oder Doussie
  • Um Kratzern vorzubeugen, Möbel mit Filzgleitern versehen und Steinchen und Sand an einem Fußabstreifer im Eingangsbereich abstreifen
  • Preis: circa 40 Euro/m², Kosten sehr exklusiver Parkettböden: zwischen 80 und 200 Euro/m², hinzu kommen Kosten für Feuchtigkeitssperre und Trittschalldämmung

 

Vorteile von Parkett

  • Große Auswahl an Verlegungsmustern
  • Langlebig und häufig abschleifbar
  • Feuchtigkeitsregulierend
  • Fußwärmend, da gut wärmedämmend
  • Relativ leicht zu reinigen
  • Für Fußbodenheizung geeignet

 

Nachteile von Parkett

  • Überträgt Tritt- und Schallgeräusche
  • Je nach Gegebenheiten: Auslegung nur durchführbar vom Fachhandwerker
  • Fugen- und Rissbildung möglich
  • Hoher Pflegebedarf und Auslegungsaufwand durch Imprägnierung, Feuchtigkeitssperre und Trittschalldämmung
  • Relativ teuer

LAMINAT: DIE PREISGÜNSTIGE PARKETT-ALTERNATIVE

Es gibt wirklich viele Gründe, die für Laminat sprechen. Einer davon ist sein unschlagbar günstiger Preis gegenüber den meisten anderen Bodenarten. Der Natur nachempfundene Strukturen und Dekore oder auch moderne Designs sind stilprägend für das eigene Zuhause. Mittels moderner Druckverfahren kann bei der Laminatherstellung nicht nur die Optik, sondern auch eine Haptik nachgebildet werden. Ob mit dem Oberflächenfinish einer sägerauen, seidenmatten oder feinen Holzstruktur. Oder in authentisch wirkender Schiefer- oder Fliesenausführung. Ob als Hochglanzlaminat oder mit grafischen Designs bedruckt – qualitative Laminatböden überzeugen in Optik, Funktionalität und Robustheit. Obwohl keine reinen Naturprodukte, bestehen sie zu einem großen Teil aus Holz. Obenauf tragen sie ihre abriebfeste Versiegelung.

Laminatboden

Tipps zu Laminat:

  • Leicht und ohne Leim zu verlegen dank praktischer Klick-Mechanik
  • Weiter vereinfachte Verlegung mit bereits integrierter Trittschalldämmung und schwimmende Verlegung ohne Kleber
  • Mit 12 mm Dicke strapazierfähiger und langlebiger als mit 6 mm Stärke
  • Laminatböden werden Nutzungsklassen zugeordnet: Für Schlafzimmer und Gästezimmer eignet sich Nutzungsklasse 21
  • Für Wohnzimmer, Esszimmer, Kinderzimmer Nutzungsklasse 22; für Eingangsbereich, Diele, Küche Klasse 23
  • Um Kratzern vorzubeugen, Möbel mit Filzgleitern versehen und Steinchen und Sand an einem Fußabstreifer im Eingangsbereich abstreifen
  • Preis: Empfehlenswerter Laminatboden zum günstigen Preis von 15 Euro/m² aufsteigend erhältlich

 

Vorteile von Laminat

  • Leicht zu verlegen
  • Kann auf einer Fußbodenheizung verlegt werden
  • Besonders pflegeleicht
  • Besonders günstig

 

Nachteile von Laminat

  • Fußkalt, da keine Wärmespeicherung
  • Lässt sich nicht abschleifen – nur Ersatz kompletter Dielen möglich
  • Trittschalldämmung erforderlich, wenn nicht enthalten

HOLZPFLASTER: EIN HOLZFUSSBODEN, DER ÜBERZEUG

Ein anderer Name für Holzpflaster ist Hirnholzparkett, denn der Fußboden besteht aus dem quer statt parallel zur Faser geschnittenem Hirnholz, häufig auch bezeichnet als Stirnholz. Bisher kannte man Holzpflaster nur als Gebrauchsfußboden in Gebäuden mit starker Beanspruchung wie Werkshallen, Turnhallen oder Kirchen. Mittlerweile setzt die moderne Architektur Hirnholzparkett auch als Stilmittel im Wohnbereich ein. Hier verbreitet es Behaglichkeit und erfreut mit vielen nützlichen Eigenschaften. Die meisten Holzpflaster bestehen aus den Baumarten Eiche, Fichte, Kiefer oder Lärche. Bei dem in Blöcken gewonnenen Hirnholz sind die Jahresringe besonders gut sichtbar und verleihen dem Fußboden ein überaus lebendiges Strukturspiel.

Holzpflaster als Bodenbelag

Tipps zu Holzpflaster:

  • Einzigartige, naturgegebene Gestaltungen
  • Für den Feucht- und Freibereich nach speziell präparierten Hirnholzparketten fragen
  • Reagiert stark auf Luftfeuchtigkeitsschwankungen und „arbeitet“ intensiv
  • Hohe Wirtschaftlichkeit dank Langlebigkeit und geringem Verschleiß
  • Sofern nicht lackiert oder gewachst, muss Holzpflaster lediglich von Zeit zu Zeit geölt werden
  • Preis: Materialkosten von etwa 35 bis 65 Euro/m² plus Verlegekosten von circa 50 Euro/m² erscheinen zunächst hoch, lohnen jedoch aufgrund der Dauerhaftigkeit des Bodenbelags

 

Vorteile von Holzpflaster

  • Hohe Widerstandsfähigkeit und extreme Belastbarkeit
  • Beste Wärme- und Trittschalldämmung
  • Schwer entzündbar und niedrige elektrische Leitfähigkeit
  • Trittsicher und rutschfest
  • Leicht zu reinigen
  • Problemlos auswechselbare Teilflächen

 

Nachteile von Holzpflaster

  • Fugenbildung möglich
  • Verlegung von Hirnholzparkett muss vom Fachmann durchgeführt werden
  • Vergleichsweise teuer
  • Holzpflaster im Außenbereich kann bei Regen rutschig werden

KORK: MALERISCH & WEICH

Als fußwarmer und nachhaltiger Fußbodenbelag erhält Korkboden immer mehr Zuspruch. Eigenschaften wie diese machen ihn zu einer echten Alternative zu Holzdielen, Parkett & Co. Das von Flaschenverschlüssen und Pinnwänden bekannte Material wurde in den letzten Jahren zu einem beliebten Fußbodenbelag gerade im Allergikerhaus oder Biohaus. Dort begeistert es, verlegt in Form von Korkplatten oder Korkparkett, mit seiner lebendigen Struktur oder auf Wunsch in einer Holz- oder Steinoptik. Zur Gewinnung von Kork wird lediglich die Rinde der Korkeiche alle 9 Jahre geerntet, ohne dass der Baum dabei Schaden nimmt.

Korkfußboden

Tipps zu Korkböden:

  • Lebendige Korkstruktur kaschiert reparierte Stellen und Kratzer
  • Ein für Allergiker prädestinierter Bodenbelag, da er weder Staub noch Milben aufnimmt
  • Ist wasserabweisend und mit zusätzlicher Versiegelung ausgesprochen pflegeleicht
  • Weich, warm & rutschfest. Daher einem Teppich ähnlich und für Kinderzimmer geeignet
  • Wer die typische Korkbodenzeichnung nicht mag, kann Kork in Holz- oder Steinoptik verlegen
  • Aufgrund der dehnungsverstärkenden Wirkung von Feuchtigkeit ungeeignet für Bad und Küche
  • Filzuntersätze unter Möbeln verschaffen bei Möbelabdrücke Abhilfe; auch können sich die Abdrücke zurückbilden
  • Preis: Korkboden zu Preisen von 15,- bis 70,- Euro pro m² erhältlich

 

Vorteile von Kork

  • Exzellent wärme- und geräuschdämmende Wirkung
  • Federt Schritte ab und schont Gelenke
  • Ausgesprochen pflegeleicht
  • Allergiker geeignet
  • Leichter Austausch einzelner beschädigter Platten

 

Nachteile von Kork

  • Dehnungsfugen oder Wellenbildung durch klimatische Veränderung möglich
  • Kann durch Sonneneinstrahlung mit der Zeit ausbleichen
  • Es können Möbelabdrücke entstehen

Stein – Material mit vielen Facetten

Glatte oder raue Fliesen, Mosaikfliesen, Naturstein oder Beton lassen jeweils höchst unterschiedliche Bodengestaltungen verwirklichen: Künstlich hergestellte Fliesenarten bringen ihr jeweiliges besonders Design in den Raum ein. Natursteinplatten ihr einzigartiges, über Jahrtausende von der Natur gestaltetes Gesamtbild.

Beton begeistert im angesagten Industrie-Look. Allesamt verfügen Böden aus Stein über eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit als alle anderen Arten von Bodenbelägen. Das heißt, sie geben Wärme schneller an den Raum weiter und eignen sich dadurch ideal zur Verbauung mit einer Fußbodenheizung.

FLIESEN: UNTERSTREICHEN VIELE RÄUME

Fliesen glatter oder rauer Beschaffenheit sowie Mosaikfliesen haben eines gemeinsam: Sie zählen zu den beliebtesten Fußboden- und Wandbelägen. Wobei glatten Fliesen im privaten Eigenheim der Vorzug gegeben wird. Andere Hausbesitzer schätzen vor allem den elegant-rustikalen Look der rauen und unglasierten Fliesen. Sie sind robuster als ihre glatten und glasierten Pendants, deren Eignung für bestimmte Wohnräume sich aus ihrer Abriebklasse ergibt. Durch hoch entwickelte Fertigungsmethoden sind Fliesen, die natürliche Steinstrukturen nachahmen, für den Laien von Natursteinplatten kaum zu unterscheiden. Im Bereich Mosaikfliesen aus Glas begeistern Hersteller mit einer riesigen Palette an Farben, Mustern und Verlegevarianten.

GLATTE FLIESEN: PRAKTISCH UND AUSERLESEN

Glatte Fliesen

Tipps zu glatten Fliesen:

  • Mit Besen oder Wischmopp, Wasser und dem geeigneten Putzmittel leicht zu säubern
  • Für jeden Raum die passende Fliese: Die sehr gering beanspruchbaren Fliesen der Abriebklasse 1 sind ein möglicher Bodenbelag für Schlaf- und Badezimmer
  • Fliesen der Abriebklasse 2 für Wohn- und Esszimmer
  • Abriebklassen 3 und 4 sind geeignet für viel begangene Wohnräume
  • In Feuchträumen wie Bad und Küche auf Fliesen mit der höheren Rutschfestigkeitsklasse C zurückgreifen, im Außenbereich auf frostsichere Fliesen
  • Glasierte Fliesen sind zerbrechlicher als unglasierte
  • Preis: Ab 10 Euro/m² für günstige Fliesenvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von glatten Fliesen

  • Leicht zu säubern
  • Für Allergiker geeignet
  • Sehr günstig erhältlich

 

Nachteile von glatten Fliesen

  • Zerbrechlich und dann schwer auswechselbar
  • Kühle Oberfläche

RAUE FLIESEN: VERLEIHEN DEM RAUM MARKANTEN CHARAKTER

Raue Fliesen bei der Verlegung

Tipps zu rauen Fliesen:

  • Bei Herstellung künstliche Erzeugung der gewünschten Oberflächenstrukturen möglich
  • Daher keine Einteilung in Abriebklassen
  • Preis: Ab 10 Euro/m² für günstige Fliesenvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von rauen Fliesen

  • Größere Härte und Beständigkeitkeit gegenüber glatten und glasierten Fliesen
  • Nach Oberflächenversiegelung schmutz- und fleckenbeständig

 

Nachteile von rauen Fliesen

  • Besitzen raue Fliesen noch keine Versiegelung, ist diese vor der Verlegung durchzuführen
  • Unversiegelt schwer zu reinigen

MOSAIKFLIESEN: FÜR ANSPRUCHSVOLLE BODENGESTALTUNGEN

Mosaik als Bodenbelag

Tipps zu Mosaikfliesen:

  • Ermöglicht eine belebende Fußboden- oder Wandgestaltung
  • Hohe chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit
  • Preis: Ab 15 Euro/m² für günstige Mosaikvarianten und -formate ist der Bodenbelag für viele Bauherren interessant

 

Vorteile von Mosaikfliesen

  • Leicht zu reinigen
  • Für Allergiker und Umweltkranke geeignet
  • Von langer Lebensdauer
  • Macht durch gute Wärmeweiterleitung bei Installation einer Fußbodenheizung Sinn

 

Nachteile von Mosaikfliesen

  • Kühl temperiert, wenn unbeheizt
  • Für Mosaike am Boden ausschließlich Fiesen mit hoher Abriebfestigkeit und Ritzhärte einplanen

NATURSTEINPLATTEN: UNNACHAHMLICHE MEISTERWERKE

Viele Menschen entscheiden sich aus Wertschätzung gegenüber dem Naturprodukt für Natursteinplatten. Im Laufe seiner weit zurückreichenden Entstehungsgeschichte haben Naturgewalten wie Wind und Wasser den Naturstein geformt und seine sehbare und spürbare Steinstruktur gebildet – eine Beschaffenheit, die sich schwerlich in Perfektion künstlich nachahmen lässt. Natursteine wie Schiefer mit schichtartiger Beschaffenheit oder Travertin mit deutlichen Lufteinschlüssen und offenen Poren verleihen dem Innenraum wie dem Außenbereich einen einzigartigen Charakter. Ein Beispiel für die Langlebigkeit von Natursteinplatten ist das vor rund 2.000 Jahren erbaute Kolosseum in Rom. Allerdings sind viele Natursteinarten weniger widerstandsfähig als einige industriell hergestellte Fliesen.

Natursteinpflaster

Tipps zu Natursteinböden:

  • Durch stets individuelle Maserungen, Farbnuancen und Brillanzen einzigartig
  • Oberflächenbearbeitungen wie Bürsten, Trommeln, Polieren, Schleifen, Glätten ergeben rustikale, samtige oder glatte Haptiken
  • Unregelmäßige Fugenbildung unterstreicht den natürlichen Eindruck des Natursteinverbunds
  • Es gibt über 300 Verlegemuster für Naturstein, darunter Römischer Verband, quadratischer Belag, Bahnenbelag, Rosenspitz
  • Ist natürlicher Alterung unterworfen
  • Ein Schliff stellt sein ursprüngliches Aussehen wieder her
  • Für nahezu jeden Einsatzbereich gibt es geeignete Natursteinvarianten
  • Beim Verlegen von Naturstein sollte man Hilfestellung eines erfahrenen Fliesenverlegerbetriebs in Anspruch nehmen oder ihm die Verlegung komplett überlassen
  • Preis: Natursteine wie Kalksandstein, Travertin oder Marmor können, müssen aber nicht teurer sein als künstlich hergestellte Fliesenarten. Tipp: Online lassen sich mitunter bis zu 30% gegenüber den Preisen im Fachhandel vor Ort sparen

 

Vorteile von Natursteinplatten

  • Auch nach dem Verlegen schleif- und bearbeitbar
  • Viel Spielraum auch bei der Auswahl der Plattenformate von klein über XXL bis hin zu Sonderanfertigungen
  • Überdauert Generationen
  • Übertrifft die Wärmeleitfähigkeit industriell produzierter Fliesen
  • Besitzt daher hohes Energiespar-Potenzial in Verbindung mit einer Fußbodenheizung

 

Nachteile von Natursteinplatten

  • Relativ kompliziertes Verlegen, muss ggf. ein Fachmann machen
  • Müssen imprägniert werden
  • Imprägnierung muss alle paar Jahre erneuert werden
  • Verträgt nur speziell auf ihn abgestimmte Grundreiniger
  • Nicht jede Natursteinart ist frostsicher

BETON: EIN ECHTER TRENDFUSSBODE

Der Industrial Chic hat den Betonboden in den letzten Jahren aus den Kellern hinauf in die Wohnlandschaften gehoben. Im Gegensatz zu Fliesen besitzt er keine Fugen, sondern ein ebenmäßiges Bild. Somit zeichnet er sich aus durch eine besondere Pflegeleichtigkeit. Wer einen Fußboden von kühlem Charme sucht, trifft mit einem Betonboden die passende Wahl. Wer dagegen zu einem Bodenbelag mit behaglicher Ausstrahlung tendiert, wählt besser Holzdielen, Parkett, Laminat, Kork oder Teppich. Betonböden präsentieren sich keinesfalls immer in eintönigem Grau. Hersteller kreieren zunehmend Kollektionen in unterschiedlichsten Farbtönen und Schattierungen. Um Sichtbeton einen Schutz vor Flecken zu verleihen, muss er zwingend nach dem Verlegen beschichtet werden.

Betonboden im Innenraum

Tipps zu Betonfussböden:

  • Wertet das Interieur auf
  • Cooler Industrie-Look
  • Kombinierbar mit vielen Einrichtungsstilen
  • Individuelle Beschaffenheiten und Eigenschaften durch Zuschläge wie Bitumen, Kunstharz, Sägemehl etc.
  • Besonders beliebt in Küchen, Wohnbereichen, aber auch im Badezimmer
  • Glänzende und matte Oberflächenstrukturen umsetzbar
  • Polieren, Schleifen oder Wachsen verleihen ihm ein glattes, samtiges Aussehen
  • Preis: Dreifacher Schliff circa 60 Euro/m², Grobkornschliff ca. 75 Euro/m², Glanzschliff zusätzlich etwa 5 Euro/m², spiegelnde Oberfläche weitere 10 Euro/m². Investition lohnt jedoch durch jahrzehntelange Haltbarkeit

 

Vorteile von Betonböden

  • Mit der richtigen Beschichtung extrem robust und langlebig
  • Hervorragende Isoliereigenschaften
  • Geeignet für alle, die allergisch auf Staub und Milben reagieren
  • Wasser- und schmutzabweisend
  • Leicht mit Wasser und Seife zu reinigen
  • Für eine Fußbodenheizung gut geeignet

 

Nachteile von Betonböden

  • Weniger angenehmes Laufgefühl
  • Wohnklima kann je nach Betonboden Variante als „kalt“ empfunden werden, bestimmte Farbgebungen erzeugen jedoch warmes Ambiente
  • Kann nur vom Fachmann verlegt werden
  • Muss beschichtet werden
  • Relativ teuer

Kunststoff – Modern, designstark, pflegeleicht

Den Bereich der Bodenbeläge aus Kunststoff teilen sich Bodenarten wie PVC, Vinyl und Linoleum. Wobei die Begriffe PVC und Vinyl ein und dasselbe Material bezeichnen. Linoleum ist ein Boden auf Leinöl-Basis, der sich nur dann in die Reihe der Kunststoffböden einreiht, wenn ihm eine Beschichtung aus PVC oder Vinylacetat verliehen wurde.

Allen drei gemeinsam ist, dass es sich um dehnbare Bodenbeläge handelt. Auch existieren sie heute alle in großer Farb- und Designauswahl und bringen praktische Eigenschaften wie eine hohe Widerstandsfähigkeit und Pflegeleichtigkeit mit.

PVC/VINYL: PRÄSENTIERT SICH IN NEUER QUALITÄT

PVC und Vinyl – wie kommen die beiden unterschiedlichen Namen für den Kunststoffboden zustande? Beide meinen einen Bodenbelag aus Polyvinylchlorid, wovon „PVC“ eine Abkürzung ist und „Vinyl“ der Mittelteil. Nicht immer – aber meistens – wird er verkauft auf Rollen PVC genannt und als Klick-System Vinyl. Seinen schlechten Ruf hat der Kunststoffboden in den letzten Jahren wieder gutgemacht. Anders als einst existiert er heute nämlich in vielen optisch ansprechenden Gestaltungsvarianten wie etwa in Stein- oder Holzoptiken. Gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen stellen weiterhin sicher, dass PVC-Böden keine gesundheitsgefährdenden Stoffe enthalten.

PVC Böden

Tipps zu PVC- & Vinylfussböden:

  • Vorhanden in vielen Holzdesigns von schlicht und elegant bis rustikal mit verwittertem Touch
  • Eine ebenso reizvolle Alternative: Varianten mit Stein- oder Metallmuster
  • Authentische Oberflächenprägungen, die begeistern
  • Achtung: Da er sich bei Kälte zusammenzieht und bei Wärme ausdehnt, nicht direkt von einem kalten Bereich in einen warmen verlegen
  • Einsetzbar in für Kinder- und Spielzimmer, Küche, Badezimmer, Garage sowie viel begangenen Räumen
  • CE-Zeichen garantiert, dass er die Mindestanforderungen an Gesundheit und Sicherheit erfüllt
  • Ü-Zeichen belegt seine Prüfung betreffend Schadstoffe und Emissionen sowie regelmäßige Überwachung von Produkt & Produktion
  • Preis: Hochwertige PVC-Böden kosten in der Regel 25 bis 50 Euro/m²

 

Vorteile von PVC-Böden

  • Nahezu grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten mit hochwertigen PVC-Böden
  • Einfach zu verlegen
  • Pflegeleichter als Linoleum
  • Weicher Bodenbelag mit guter Schalldämmung
  • Ausreichend widerstandsfähig
  • Vergleichsweise günstig

 

Nachteile von PVC-Böden

  • Auf glatten Bodenvarianten mit dunkler Farbgebung fallen Abnutzungsspuren eher auf, als auf hellen mit strukturierter Oberfläche

LINOLEUM: FANTASTISCHE EIGENSCHAFTEN

Wenn Sie einen äußerst hygienischen Bodenbelag mit langer Lebensdauer realisieren möchten, sollten Sie Linoleum in die engere Wahl ziehen. Da das originalgetreue Linoleum vor allem Leinöl enthält, hemmt es Bakterienwachstum und wirkt zudem leicht fungizid – nicht umsonst wird der Bodenbelag in Krankenhäusern sehr geschätzt. Die höheren Preise für den Belag sowie seine kompliziertere Verlegung lassen Heimwerker allerdings meist lieber auf PVC-Bodenbeläge zurückgreifen. Als Bahnenware ist Linoleum ebenso wie PVC dank seiner glatten und durchgängigen Oberfläche sehr leicht zu reinigen. In Varianten ohne Kunststoffoberfläche enthält die Bodenbekleidung allein natürliche Beigaben wie Naturharz, Kork- oder Holzmehl sowie Jutegewebe als Trägerschicht.

Linoleum-Boden in Holzoptik

Tipps zu Linoleumböden:

  • Bis zu sechs Wochen Wartezeit bis zur vollständigen Trocknung
  • Volle Belastbarkeit erst dann gegeben
  • Verbreitet nach der Verlegung wochenlang einen ausgeprägten Eigengeruch
  • Zeigt starke Reaktionen auf alkalische Mittel wie Laugen
  • Preis:
  • Materialkosten von 15 bis 55 Euro/m², für Klick-Linoleum von 40 bis 80 Euro/m² – zuzüglich Handwerkerkosten von 8 bis 12 Euro/m²

 

Vorteile von Linoleum

  • Widerstandsfähig und sehr dauerhaft
  • Sehr gute Pflegeeigenschaften, da sich Schmutz nicht in Fugen oder Rillen ansammeln kann
  • Angenehm fußwarm, wärmedämmend und rutschhemmend
  • Verlegbar auf einer Fußbodenheizung
  • Schwer entflammbar

 

Nachteile von Linoleum

  • Sollte nur vom Fachmann verlegt werden
  • Auslegung und Trocknung dauern
  • Quillt bei Nässe auf und eignet sich somit nicht für Feuchträume wie Badezimmer
  • Kann mit der Zeit einen „Reifeschleier“ bilden, dem sich durch direkte Sonneneinstrahlung entgegenwirken lässt

TEPPICH (AUSLEGEWARE): KUSCHELWEICH

Seit man weiß, dass Teppich mit Einschränkungen auch für Allergiker zu empfehlen ist, ist dieser klassische Bodenbelag wieder in Mode gekommen. Vor allem im Schlafzimmer möchten viele Menschen auf Wärme, Wohlbehagen und den weichen Tritt von Teppichboden einfach nicht verzichten. Vor dem Teppichkauf ist zu entscheiden, aus welchem Material er bestehen soll und in welcher Farbe oder Musterung er zum eigenen Einrichtungsstil passt. Weiterhin steht die Wahl zwischen Kurzflor (Florhöhe unter 1,5 cm), Hochflor (Florhöhe zwischen 1,5 und 5 cm) und Langflor (Höhe über 5 cm). Teppichböden existieren gewebt, geknüpft, getupft oder gefilzt aus reiner Wolle, synthetischen Materialien wie Polyester, Nylon, Polypropylen oder Mischfasern. Spannende Kontraste setzen außerdem Teppiche aus Seegras, Sisal, Jute, Binsen Kokosfaser, Abacá oder Papier.

verschiedene Teppichböden

Tipps zu Teppichböden:

  • Vermindert häusliche Verletzungsgefahr
  • In vielen Farben und Designs erhältlich
  • Sorgt für Behaglichkeit im Kinderzimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Flur
  • Fasern leiden durch Krabbeln, Robben, Spielen auf dem Teppich
  • Sollte mindestens alle zwei oder drei Tage abgesaugt sowie mit Spezialreinigern zwischengereinigt werden
  • Fleckenrisiko gerade mit kleinen Kindern im Haushalt erhöht
  • Es wird dazu geraten, Teppichboden nach spätestens 10 Jahren auszutauschen
  • Preis:
  • Mit 8 bis 20 Euro/m² recht günstig, es existieren auch Designs mit Preisen bis 100 Euro/m²

 

Vorteile von Teppich

  • Fußwarmer Bodenbelag mit weichem Laufgefühl
  • Wärmedämmend, hilft daher beim Energiesparen
  • Rutschfest und schalldämpfend
  • Sorgt durch Bindung von Luftstaub für ein gutes Raumklima
  • Als Kurzflor aus synthetischen Fasern auch für Allergiker geeignet: Lass Dich im Fachhandel beraten!
  • Vergleichsweise günstig
  • Es ist nicht schwer, den Bodenbelag selbst zu verlegen

 

Nachteile von Teppich

  • Hausstaubmilben finden in Hochfloren aus Naturfasern beste Bedingungen vor
  • Gebundene Stäube und Keime können sich z.B. lösen, wenn Kinder über den Teppich krabbeln
  • Anfällig für Flecken, wenn nicht schmutzabweisend und nanobeschichtet
  • Relativ kurzlebig

Welcher Belag eignet sich für welchen Raum?

Um Ihnen die Auswahl der passenden Bodenbeläge zu erleichtern, möchten wir an dieser Stelle noch einmal einen kleinen Überblick über für bestimmte Räume jeweils ideal passende Boden-Varianten geben.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich für das Schlafzimmer?

  • Warm und geräuschdämmend, vermittelt Teppich hier kuschelige Wohlfühlatmosphäre.
  • Auch Holzdielen, Kork, Parkett, Laminat und Linoleum sind im Schlafraum die passende Wahl.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Wohnzimmer?

  • Ebenso wie im Schlafzimmer lädt Teppichboden im Wohnzimmer zum Wohlfühlen ein.
  • Holzdielen und Parkett schaffen im Wohnbereich ebenfalls eine behagliche Atmosphäre, sind aber pflegeleichter.
  • Auch aufwändige Beton-Böden und hochwertige PVC-Böden für den Wohnraum finden immer mehr Anklang.

Bemusterungszentrum für Böden

Ein Bemusterungszentrum eignet sich super zur Beratung und als Inspirationsquelle.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Badezimmer?

  • Glatte und robuste Fliesen sind im Badbereich insbesondere dann die beste Lösung, wenn Kinder oder Haustiere zum Haushalt gehören.
  • Der Fachhandel bietet mittlerweile sogar Holzböden für das Bad mit spezieller Öl-Versiegelung an.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für das Kinderzimmer?

  • Statt kalten Fliesen, rauem Naturholz oder sensiblem Parkett werden im Kinderzimmer kurzflorige Teppichböden bevorzugt.
  • Sie sorgen für ein warmes Gehgefühl, schlucken Geräusche und reduzieren das Verletzungsrisiko.
  • Kork begeistert hier mit denselben Vorteilen und sorgt als Naturprodukt für ein ausgewogenes Raumklima.

 

Welcher Bodenbelag eignet sich gut für die Küche?

  • Glatte Fliesenmodelle sind in der Küche die Fliesen der Wahl, denn anders als raue lassen sie sich einfach reinigen.
  • Die im Küchenbereich benötigten guten Reinigungseigenschaften bringt auch Beton mit.
  • Geölte Hartholzböden lassen sich in einem offenen Raumkonzept vom Wohnbereich in die Küche fortsetzen, sie machen allerdings eine aufwändige Pflege notwendig.

 FAZIT:

Die Vielzahl der spannenden Bodenbeläge animiert zum Aussuchen und Losgestalten des eigenen Zuhauses. Die Qual der Wahl: Doch welcher Bodenbelag für einen bestimmten Raum nun der beste ist, lässt sich nicht eindeutig festlegen. Jeder Fußbodenbelag hat seine Vor- und Nachteile und besonders entscheidend ist am Ende, wie man sich mit – und auf! – ihm fühlt. Ein Vergleich von Mustern der verschiedenen Belagsvarianten sowie eine persönliche Beratung im Fachhandel können abschließende Hilfe bei der Auswahl bieten.

Quelle: Wikipedia

Die Parkettschleifer
Erste Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1875
102 × 146,5 cm
Öl auf Leinwand
Musée d’Orsay, Paris

Die Parkettschleifer,[1] auch Die Parkettabzieher[2] oder Die Parketthobler[3] (französisch Les raboteurs de parquet),[4] sind ein wiederholt dargestelltes Motiv im Œuvre des französischen Malers Gustave Caillebotte. Neben zwei Gemäldeversionen[5] schuf er eine vorbereitende Ölstudie und zahlreiche Zeichnungen auf Papier. Die Bilder zeigen Handwerker, die in einer Pariser Wohnung mit Arbeiten am Parkett-Fußboden beschäftigt sind. Die 1875 entstandene erste Gemäldeversion der Parkettschleifer ist 102 × 146,5 cm groß, in Öl auf Leinwand gemalt und gehört zur Sammlung des Musée d’Orsay in Paris. Dieses Bild war eines der ersten Werken des Künstlers in einer öffentlichen Sammlung und zählt zu seinen bekanntesten Arbeiten.[6] Caillebotte variierte das Thema 1876 in einer zweiten Gemäldeversion. Dieses sich in einer Privatsammlung befindliche Gemälde ist ebenfalls in Öl auf Leinwand gemalt und mit den Maßen 80 × 100 cm deutlich kleiner als die erste Version. Solche Darstellungen von Arbeitern stehen in der Tradition der Werke des französischen Realismus und haben beispielsweise ihr Vorbild in Arbeiten von Gustave Courbet. Die zeitgenössischen Kritiker besprachen die Gemälde kontrovers und lehnten teils das Motivs der Arbeit ab, andere lobten das Talent des jungen Malers.

Bildmotiv und Bildtitel

Das Motiv für die Darstellung der Parkettarbeiter fand Caillebotte in der elterlichen Wohnung in der Pariser Rue Miromesnil Nr. 77.[7] Aus erhaltenen Dokumenten ist bekannt, dass dort von Ende 1874 bis Mai 1875 Renovierungsarbeiten vorgenommen wurden.[8] Das Haus, in dem seine Familie ab 1868 lebte, entstand im Zuge der unter dem Präfekten Georges-Eugène Haussmann vorgenommenen Modernisierung von Paris und war erst wenige Jahre alt, als Caillebotte die Arbeit der Handwerker bildlich dokumentierte. Der Titel Die Parkettschleifer ist für die dargestellten Arbeiten insofern irreführend, da keine der gezeigten Personen im eigentlichen Sinn mit dem Abschleifen des Parketts beschäftigt ist. Nach den Recherchen des Kunsthistorikers Kirk Varnedoe zeigt Caillebotte demnach nicht Arbeiter, die eine alte Wachsschicht abschleifen, sondern während sie Mängel an einem relativ neuen Fußboden beheben.[9] Varnedoe vermutet, dass sich die Dielen möglicherweise entlang der Kanten etwas nach oben geknickt hatten, also eine so genannte Schüsselung vorlag.[9] Die in Caillebottes Gemälden gezeigten dunkelglänzenden Parkettstellen wurden demnach oberflächig mit Wasser eingeweicht, um bei der weiteren Bearbeitung ein Splittern des Holzes zu verhindern. Die hellen Streifen im Parkett zeigen die bereits bearbeiteten Kanten, die helle Fläche einen schon abgeschlossenen Bereich. Die Arbeit selbst wird hierbei zum einen mit einem Hobel (französisch rabot) und zum anderen mit einer Ziehklinge (französisch racloir) ausgeführt.[9] Entsprechend hiervon leiten sich die Bildtitel Die Parkettabzieher und Die Parketthobler ab.[9]

Vorbereitende Zeichnungen

Zunächst fertigte Caillebotte eine Reihe von Zeichnungen an, welche die unterschiedlichen Arbeitsprozesse dokumentieren und die Männer in verschiedenen Körperhaltungen zeigen. Als genauer Beobachter skizzierte er mit Bleistift auf Papier die Handwerker beim Umgang mit ihren Werkzeugen. Er stellt sie beim Abziehen des Parketts in typisch knienden Körperhaltungen dar oder zeigt sie in sitzender Position beim Schärfen der Klingen. Es gibt zudem Detailzeichnungen von den Händen oder eines Balkongitters. Diese Skizzen zeichnete er wahrscheinlich direkt vor Ort in den Zimmern, in denen die Handwerker arbeiteten. Die Gemälde hingegen entstanden später in seinem Atelier im Dachgeschoss.[10]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ölskizze zur ersten Gemäldeversion

Die Parkettschleifer
Ölstudie zur ersten Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1875
26 × 39 cm
Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Zur Vorbereitung der großformatigen ersten Gemäldeversion erstellte Caillebotte zunächst eine kleine Ölskizze. In dieser ersten Studie ist bereits das wesentliche Schema der späteren Komposition vorhanden. Abgesehen vom flüchtigen Pinselstrich, unterscheidet sich der Raum in der Skizze von der folgenden Darstellung in der ersten Gemäldeversion vor allem in den Formen des Fenstergitters und den Wandtäfelungen. Während in der Studie das Balkongitter noch eher florale Motive zeigt, sind in der späteren Gemäldeversion überwiegend Bogenformen zu erkennen. Die Wandtäfelung neben dem Fenster ist in der Vorstudie ein mehrfach gerahmtes großes Feld, während in der Gemäldeversion Reihen von kleineren Kassetten die Wandgestaltung prägen. Da auch der Blick aus dem Fenster ein anderes Bild der gegenüberliegenden Häuser zeigt, ist es möglich, dass die Vorstudie einen anderen Raum beschreibt, als die spätere Gemäldeversion. Die Kunsthistorikerin Anne Distel vermutete, dass der Raum der Vorstudie möglicherweise in einer anderen Etage lag, als der Raum der ersten Gemäldeversion.[11] Bei den drei Handwerken im Raum erscheinen die mittlere und rechte Figur nahezu identisch auch in der späteren Gemäldefassung. Hingegen wird der Handwerker auf der linke Seite in der Vorstudie in einer komplett anderer Haltung gezeigt als in der finalen Ausführung. In der Vorstudie kniet er mit aufrechtem Rücken und hält beide Hände vor sich. In der Gemäldeversion ist er seitlich gedreht mit vorgestrecktem Oberkörper und einer zum Boden reichenden Hand zu sehen.[11]

Erste Gemäldeversion

Gustave Caillebotte: Die Parkettschleifer, 1. Fassung, Detailansicht des Fensters

Das Gemälde zeigt ein Interieur mit drei Handwerkern. Der Blick fällt von oben auf die mit Arbeiten an einem Holzfußboden beschäftigten Männer. Für die Arbeiten ist der Raum leergeräumt und es befindet sich kein Mobiliar darin. Der Fußboden mit seinen nach hinten verlaufenden Holzdielen nimmt in der Raumansicht eine große Fläche ein; am oberen und rechten Bildrand sind der untere Bereich der Wände beziehungsweise eines Fensters zu sehen. In dem mit hoher Horizontlinie nach hinten geweiteten Raum[12] sieht der Kunsthistoriker Kirk Varnedoe „einen kippenden Boden, der bedrohlich unwirklich wirkt“.[13] Die Wände sind mit Paneelen verkleidet, bei denen sich vergoldete Zierleisten vom weißen Grund absetzen. Neben umlaufenden Leisten gliedern kassettenartige Felder die Wand. Durch die horizontalen Linien der Wandpaneelen und den vertikalen Linien des Holzfußbodens ergibt sich eine durch geometrische Komponenten geprägte Raumwirkung. Dem steht die bogenförmige Ornamentik des Fenstergitters gegenüber. Dahinter erscheint die Außenwelt in Form gegenüberliegender Hausdächer und einem hellgrauen Himmel. Durch das bis zum Boden reichende geschlossene Fenster fällt ein diffuses Licht ins Zimmer.

Die drei Parkettarbeiter sind im Gemälde nebeneinander angeordnet. Sie tragen lange dunkle Arbeitshosen, die Oberkörper sind nackt. Die zentrale Figur in der Bildmitte und der Mann rechts neben ihm erscheinen in ähnlicher Körperhaltung. Beide sind frontal zum Bildbetrachter positioniert, während sie kniend den Oberkörper nach vorn beugen. Mit ausgestreckten Armen bearbeiten sie mit Werkzeugen das Parkett. Der Mann auf der rechten Seite hält mit beiden Händen einen Hobel fest, mit dem er die unebenen Kanten der Bretter bearbeitet. Der Mann in der Bildmitte ist beim folgenden Arbeitsgang mit einer Ziehklinge dargestellt. Der am linken Rand weiter nach hinten versetzte dritte Arbeiter ist schräg von der Seite zu sehen. Während er sich mit der linken Hand abstützt, greift er mit der rechten Hand vor sich zu einem messerähnlichen Werkzeug auf dem Boden. Hiermit könnte er beispielsweise lose Nägel im Parkett entfernen. Als weiteres Werkzeug ragt vom unteren Bildrand eine Feile ins Bild, die zur Schärfung der Werkzeuge eingesetzt wurde. Zudem liegt ein Hammer zwischen den Männern auf der rechten Seite. In der hinteren Ecke befindet sich ein Sack, mit dem die Handwerker ihre Utensilien transportiert haben.[9] Darauf und daneben liegen gerade nicht benötigte Knieschoner. Auf der rechten Seite ist auf einem hellen Untergrund eine dunkle Flasche und ein gefülltes Glas zu sehen. Es bleibt offen, ob es sich um Rotwein für die Handwerker handelt, oder ob sich hierin eine dunkle Flüssigkeit zur Behandlung des Holzes befindet. Der Fußboden wurde teilweise angefeuchtet und glänzt entsprechend. Neben diesen dunklen Bereichen gibt es helle Partien, die bereits von den Arbeitern behandelt wurden. Darüber hinaus zeugen die auf dem Boden verteilten Holzspäne vom Arbeitsprozess. Die Signatur „G. Caillebotte 1875“ befindet sich auf dem Parkett in der rechten unteren Ecke.

 

 

Durch die Arbeit am Parkett ins Schwitzen gekommen, erscheinen insbesondere die nackten Rückenpartien der Männer glänzend. Obwohl die Männer schwere Arbeit gewohnt sind, wirken ihre Körper wenig muskulös und ihre Arme unnatürlich in die Länge gezogen. Alle drei Handwerker sind vertieft in ihre Arbeit. Auch wenn der Handwerker auf der rechten Seite und der Mann in der Mitte sich die Köpfe zuzuneigen scheinen, wird nicht deutlich, ob sie miteinander kommunizieren, oder lediglich zufällig diese Kopfhaltung einnehmen. Ihre Gesichter sind kaum zu erkennen und ihre Physiognomie erscheint gleichartig. Kirk Varnedoe sah daher die Möglichkeit, dass im Gemälde dreimal derselbe Mann zu sehen ist, der jeweils verschiedene Arbeitsschritte ausübt.[14] In ähnlicher Weise hatte bereits 1866 Claude Monet seine Geliebte Camille Doncieux dreimal im Gemälde Frauen im Garten dargestellt.[14] Die Kunsthistorikerin Karin Sagner schrieb hierzu, Caillebotte zeige im Bild der Parkettschleifer „verschiedene Phasen der Arbeit und unterschiedliche Haltungen bei den vom Aussehen kaum differenzierten Männern“. Er betone so „den repetitiven Charakter ihrer Tätigkeit“.[15]

Zweite Gemäldeversion

Die Parkettschleifer
Zweite Gemäldeversion
Gustave Caillebotte, 1876
102 × 146,5 cm
Öl auf Leinwand
Privatsammlung

Die zweite Gemäldevariante schuf Caillebotte ein Jahr nach der ersten Gemäldeversion. Es handelt sich hierbei nicht um eine Wiederholung der vorherigen Bildkomposition, sondern um eine neue Ausführung bei Beibehaltung des Themas. Diese Praxis wandte Caillebotte beim Motiv der Parkettschleifer erstmals an; in seinen späteren Werken findet sich wiederholt diese Arbeitsweise.

Auch in der zweiten Gemäldeversion griff Caillebotte auf seinen Fundus der vorbereitenden Zeichnungen zurück.[16] Diesmal sind zwei Handwerker in einem Zimmer zu sehen, wobei der Raum wenig Ähnlichkeiten zum herrschaftlichen Ambiente der ersten Variante hat. Der Blick geht nicht frontal zur Außenwand mit dem Fenster, sondern streift diagonal durch den Raum auf eine Ecke zu, an der von rechts eine Seitenwand auf die von links ins Bild ragende Außenwand trifft. Statt einer Paneele beschränkt sich die Wanddekoration auf einen zweifarbigen Anstrich mit abgesetzter Bordüre. So trennt eine umlaufende rote Linie den rotbraunen Sockelbereich vom oberen weißen Teil der Wand. In den linken oberen Ecke befindet sich ein von den Bildrändern beschnittenes Fenster, das bis nahe an den Boden reicht. Vor dem geschlossenen Fenster ist außen ein Balkongitter aus geraden vertikalen Streben angebracht, das oben durch ein Band mit kreisrunden Öffnungen abgeschlossen wird. Diesen strengen geometrischen Formen beim Fenster fehlt die Verspieltheit, wie sie in der ersten Gemäldeversion vorzufinden ist. Durch das Fenster geht der Blick auf eine gegenüberliegende Hausfassade.

Die beiden Handwerker sind im Raum schräg hintereinander angeordnet. Sie unterscheiden sich in Körperhaltung, Kleidung und Aussehen. Deutlich erkennbar ist der Altersunterschied zwischen den Männern. So zeigt sich beim vorderen Arbeiter bereits eine kahle Stelle im dunklen Haar. Er ist in Seitenansicht kniend mit nach vorn gebeugten Oberkörper wiedergegeben, während er mit einem Hobel die Holzdielen bearbeitet. Bekleidet ist er mit einer dunklen Hose und einem hellen Hemd oder Unterhemd. Erkennbar ist zudem sein linker Knieschützer. Daneben liegt ein gerade nicht benötigtes Messer mit Holzgriff. In der hinteren Ecke sitzt sein junger Kollege mit ausgestreckten Beinen und aufrechtem Oberkörper. Er trägt eine hellgraue Hose und darüber braunlederne Knieschützer. Der Oberkörper ist nackt und von eher schlanker Gestalt. Er hält die Hände vor seiner Brust und ist damit beschäftigt ein Werkzeug zu reinigen oder zu schärfen.[16] Seine individuellen Gesichtszüge unterscheiden sich wesentlich von der eher schemenhaften Darstellung der anderen Arbeiter.

Die Arbeiter sind in diesem Raum mit der Arbeit noch nicht so weit fortgeschritten, wie in der ersten Gemäldeversion. Der Fußboden glänzt von der Behandlung mit einer Flüssigkeit, am linken Rand ist darauf die Spiegelung des Fensters zu erkennen. Bisher sind erst wenige schmale Bahnen des abgezogenen Parketts zu sehen. Entsprechend gibt es nur wenige Holzspäne und noch keine fertig bearbeitete Fläche. Die Kunsthistorikerin Anne Distel unterstrich, dass in dieser Version das Licht greller in den Raum scheine und es insgesamt kühler wirke, als in der vorherige Version.[16] Das Gemälde ist unten links mit „G. Caillebotte 1876“ signiert und datiert.[17]

Motive der Arbeit – Vorbilder und zeitgenössische Darstellungen

Der aus einer wohlhabenden Familie stammende Gustave Caillebotte studierte ab 1871 Malerei bei den akademischen Künstlern Léon BonnatAlexandre CabanelJean-Léon GérômeAdolphe Yvon und Isidore Pils.[18] Danach orientierte er sich in seinen frühen Werken am traditionellen Stil der École des Beaux-Arts.[19] Zu diesen frühen Arbeiten gehört das Bild Atelierinterieur mit Ofen von 1873–1874 (Privatsammlung), das sein Atelier im Dachgeschoss des elterlichen Hauses in der Rue Miromesnil Nr. 77 zeigt. In diesem Gemälde sind Kunstwerke als Raumdekoration enthaltenden, die erste Hinweise darauf geben, an welchen Vorbildern sich Caillebottes Arbeit orientierte. So finden sich im Ateliergemälde an der linken Wand zwei im Querformat ausgeführte japanische Bilder, deren typische Perspektive mit schräg ansteigenden Linien Caillebotte in zahlreichen seiner Werke übernahm. Auch in den Motiven der Parkettschleifer ist dieser Einfluss japanischer Kunst auf die Bildkomposition spürbar.[9] Weiterhin verweist die auf der Kommode stehende Gipskopie einer männlichen Aktstatue von Jean-Antoine Houdon auf die klassische Ausbildung des Malers, zu der auch Anatomiestudien gehörten.[20] Diese Kenntnisse halfen Caillebotte später bei der bildlichen Umsetzung der Parkettarbeiter mit ihren nackten Oberkörpern.[9] Er schuf hierin jedoch keine idealisierten Körper, wie sie aus der Antike überliefert waren und sich in den mythologische Bildern der akademischen Maler seiner Zeit finden lassen. Stattdessen malte Caillebotte Männer mit nackten Oberkörper der Gegenwart als eine Beschreibung des Alltagslebens. Der Autor Kirk Varnedoe vermutete, dass Caillebotte das Thema der halbentblößten Parkettarbeiter teilweise auch als Vorwand nutzte, um die nackten Oberkörper der Männer im Bild festzuhalten.[21] Bereits vor Caillebotte hatte sich der Maler Frédéric Bazille an der zeitgenössischen Darstellung nackter Oberkörper versucht, als er im Gemälde Badende (Sommerszene) von 1869 (Fogg Art Museum, Cambridge (Massachusetts)) junge Männer bei sportlichen Aktivitäten an einem Fluss porträtierte.[9]

 

Von Caillebottes Lehrer Bonnat ist der Rat an seine Schüler überliefert, sie sollten besser die Wahrheit malen, als die Schönheit darzustellen.[22] Caillebotte schuf in seinen Parkettschleifern ein „dem Naturalismus entgegenkommendendes“ Motiv, blieb jedoch zugleich in seiner Malweise „recht akademisch“, wie der Kunsthistoriker Claude Keisch feststellte.[23] Entsprechend konnte Caillebotte eine Reihe von motivischen Vorbildern bei den Künstlern des Realismus finden, die sich in unterschiedlicher Weise der Darstellung von Arbeitern widmeten. Beispiele hierfür sind die Werke von Jean-François Millet, in denen er das Arbeitsleben der ländlichen Bevölkerung festhielt. Hierzu gehören das Gemälde Ährensammlerinnen von 1857 (Musée d’Orsay, Paris) oder andere Motive mit Reisigsammlerinnen, Waldarbeitern, Schafhirten oder Feldarbeitern. Ein weiteres bekanntes Arbeitermotiv des französischen Realismus zeigte Gustave Courbet in seinem Gemälde Die Steinklopfer von 1849 (Galerie Neue Meister, Dresden, Kriegsverlust), in dem er zwei Männer in zerlumpter Kleidung bei schwerer körperlicher Tätigkeit porträtierte.[24]

 

Während die Künstler des Realismus die Arbeiter vorwiegend in ländlicher Umgebung darstellten, sahen die Maler des Impressionismus in den städtischen Arbeitern ein bildwürdiges Motiv und zeigten sie als Teil des modernen Lebens.[19] 1875, im selben Jahr in dem Caillebotte die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer schuf, malte Claude Monet sein Bild der Kohleträger (Musée d’Orsay). Hierin zeigt er in skizzenhafter Ausführung das geschäftige Treiben am Ufer der Seine im Pariser Vorort Asnières. Die Arbeiter erscheinen im Gemälde als dunkle Gestalten, die über Bretter balancieren und Kohle von den Schiffen an Land bringen. Monet porträtierte hierin nicht einzelne Arbeiter, sondern stellt den Prozess der Arbeit als Teil einer Stadtansicht dar. Ganz anders ging Edgar Degas vor, der 1876 in der zweiten Gruppenausstellung der Impressionisten an der Seite von Caillebottes Parkettschleifern ein Gemälde mit dem Titel Blanchisseuse (silhouette) ausstellte. Hierbei handelte es sich wahrscheinlich um das Gemälde Die Büglerin von 1873 (Metropolitan Museum of Art, New York City),[25] indem er eine einzelne Arbeiterin in einem Interieur zeigte. Die Lebensumstände der städtischen Arbeiterinnen wurden zudem wiederholt in der zeitgenössischen Literatur thematisiert. So beschreibt Joris-Karl Huysmans in seinem 1876 veröffentlichtem Erstlingswerk Marthe den sozialen Abstieg einer Fabrikarbeiterin und Émile Zola schildert in seinem 1877 erschienenen Roman Der Totschläger das Schicksal einer Wäscherin.[19] Während sich Huysmans und Zola in ihren Romanen ebenso wie Degas in seinen Bildern vor allem mit den Frauen der Arbeiterklasse auseinandersetzten, war Caillebotte bis dahin der Einzige, „der männliche Arbeiter auf eine so monumentale Weise zeigte“.[19] Caillebotte griff das Arbeiterthema nochmals 1877 auf und schuf die Gemälde Die Fassadenmaler.[26] und Die Gärtner[27] (beide Privatsammlung). Danach widmete er sich anderen Themen.[28]

 

 

 

Die Parkettschleifer im Spiegel der zeitgenössischen Kritik

Caillebotte gehörte im Kreis der Impressionisten zu den jüngeren Malern. So waren beispielsweise Claude Monet acht Jahre und Edgar Degas zwölf Jahre älter als Caillebotte und hatten mehr als eine Dekade vor ihm mit der Malerei begonnen. Sein Ausstellungsdebüt versuchte Caillebotte zunächst 1875 im Salon de Paris, doch die für die Aufnahme zuständige Jury lehnte sein Gemälde ab.[29] Kunsthistoriker wie Anne Distel gehen davon aus, dass es sich bei diesem Werk um die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer handelte.[30] Die Autorin Gry Hedin vermutete, dass die Ablehnung der Parkettschleifer weniger am Malstil gelegen habe, da sich Caillebotte noch an der akademischen Malerei orientierte. Der Ablehnungsgrund der Jury sei eher das Motiv des Bildes gewesen, „denn die Darstellung moderner Arbeiter im großen Format galt als unangemessen und nicht akzeptabel“.[19]

Wahrscheinlich überzeugte Edgar Degas Caillebotte, 1876 an der zweiten Gruppenausstellung der Impressionisten teilzunehmen.[19] Caillebotte demonstrierte damit öffentlich seine Zugehörigkeit zu dieser Gruppe von Malern.[31] In der Ausstellung, die in den Räumen des Galeristen Paul Durand-Ruel in der Pariser Rue Peletier stattfand, zeigte Caillebotte neben anderen Werken die beiden Gemäldeversionen der Parkettschleifer.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung 1876 beurteilten Kritiker die Parkettschleifer teilweise negativ bis spöttisch, teils gab es jedoch auch lobende Worte. So schrieb Louis Énault in der Zeitschrift Le Constitutionnel über Caillebotte, er verstehe zwar sein Handwerk und beherrsche die Perspektive, aber das Thema der Parkettarbeiter sei zweifellos vulgär.[32] Er bemängelte in der ersten Gemäldeversion die seiner Meinung nach zu dünn geratenen Arme der Handwerker und die aus seiner Sicht misslungenen Oberkörper.[33] Der Kritiker Emile Porcheron beurteilte die Ausstellung in der Zeitung Le Soleil insgesamt kritisch, fand dabei jedoch Caillebotte „am wenigsten schlecht“ (les moins mauvaises).[34] Er unterstellte dem sitzenden Arbeiter, der im zweiten Bild die Klinge seines Werkzeuges schärft, er würde nach Flöhen suchen.[19] Gerade diese sitzende Figur wurde jedoch von dem Kritiker Bertall gelobt. Zudem bescheinigte er in seinem Artikel in der Zeitung Le Soir, Caillebotte habe Talent.[35] Ähnlich positiv äußerte sich Philippe Burty in der Zeitung La République française, der dem Anfänger Caillebotte einen sensationellen Anfang bescheinigte.[36] Auch Armand Silvestre lobte Caillebotte. In L’Opinion nationale beschrieb er ihn als guten Beobachter in der Nachfolge Courbets.[37] Der Schriftsteller Emile Zola fand zwar auch lobende Worte für Caillebottes Arbeiten, bemängelte jedoch die zu detaillierte Ausführung seiner Gemälde.[38]

Provenienzen der Werkgruppe

Caillebotte und einige seiner Malerfreunde initiierten am 28. Mai 1877 im Auktionshaus Hôtel Drouot die Vente des impressionnistes. Bei dieser Versteigerung wurden auch die beiden Gemäldeversionen der Parkettschleifer angeboten. Bei insgesamt wenig Kaufinteresse und geringen Preisen erzielte die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer zwar mit 655 Franc den höchsten Preis der Auktion, Käufer war jedoch Gustave Caillebotte selbst, der das Bild für sich sicherte. Das Gemälde blieb bis zu seinem Tod 1894 im Besitz des Künstlers. In seinem Testament hatte er verfügt, dass seine Gemäldesammlung mit Werken seiner Künstlerfreunde an den französischen Staat gehen sollte. Von seinen eigenen Bildern hatte er kein Werk als Geschenk vorgesehen. In den Verhandlungen zur Annahme der Erbschaft erreichten sein Bruder Martial Caillebotte und der als Testamentsvollstrecker eingesetzte Maler Pierre-Auguste Renoir, dass auch zwei Werke von Caillebotte an den französischen Staat gehen sollten. Die beiden Gemälde waren die winterliche Stadtansicht Verschneite Dächer und die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer. Die Bilder wurden ab 1896 im Pariser Musée du Luxembourg ausgestellt. Es waren die ersten Werke Caillebottes, die in eine Museumssammlung gelangten. 1929 kamen die Parkettschleifer in den Louvre, ab 1947 waren sie in der Galerie du Jeu de Paume zu sehen. Seit 1986 gehört die erste Gemäldeversion der Parkettschleifer zur Sammlung des Musée d’Orsay.[39]

Die zweite Gemäldeversion wurde bei der Versteigerung 1877 im Auktionshaus Hôtel Drouot zu einem nicht überlieferten Preis von der Familie des Künstlers erworben. Es gelangte schließlich in den Besitz von Eugène Daufresne, einem in Paris lebenden Cousin von Caillebottes Mutter. Der Verwandte besaß eine Reihe von Gemälde Caillebottes, die er nach seinem Tod 1896 an Martial Caillebotte, den Bruder des Malers, vererbte. Das Bild war nie auf dem Kunstmarkt und befindet sich in französischem Privatbesitz.[40] Weiterhin kamen die Ölstudie zur ersten Gemäldeversion und alle vorbereitenden Zeichnungen durch Erbschaft in die Familie von Martial Caillebotte. Sie befinden sich nach wie vor überwiegend in Privatbesitz.[41] Hiervon ausgenommen sind die Zeichnungen Studie eines sitzenden Mannes, Ansicht von vorn und Drei Studien der Parkettarbeiter: Zwei Studien der Hände, Studie eines knienden Mannes von vorn, die zur Sammlung des Musée Camille Pissarro in Pontoise gehören.[42]

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